Dieter Fischer im ORF-Talk „Vera“

„Rosenheim-Cops“-Star gibt Heimlichtuerei zu - sein Vater durfte es nicht wissen

Dieter Fischer (l.) und Baran Hêvî im Talk mit Vera Russwurm.
+
Dieter Fischer (l.) und Baran Hêvî im Talk mit Vera Russwurm.

Vor seiner Schauspiel-Karriere erlernte Dieter Fischer einen anderen Beruf. Seinen Start als Darsteller hielt er jedoch vor seinem Vater geheim.

Rosenheim - Seit 2007 steht Dieter Fischer nun schon für die „Rosenheim-Cops“ vor der Kamera. Seit 2011 ist seine Rolle, Kriminalhauptkommissar Anton Stadler, sogar offiziell Hauptrolle in der ZDF-Kultserie. Dabei kommt er ganz ursprünglich gar nicht aus der Schauspiel-Branche. Wie er den Weg zum Darstellertum fand, erklärte er nun im ORF-Talk „Vera“ - und berichtete auch, dass das eine gewisse Heimlichtuerei beinhaltete.

Gemeinsam mit Fischer war auch Serien-Kollege Baran Hêvî bei Moderatorin Vera Russwurm zu Gast. Hêvî erzählte im Gespräch von seiner kaufmännischen Ausbildung und dass er nach seinen ersten Auftritten bei den „Rosenheim-Cops“ zunächst wieder an der Drogerie-Kasse gearbeitet habe. „Ich habe übrigens einen ganz gleichen Beruf erlernt, bin auch gelernter Kaufmann“, berichtet Fischer über seine Zeit vor der Schauspielerei.

„Rosenheim-Cops“-Star Dieter Fischer: Diesen Job hat er eigentlich gelernt

„Ich war Fischverkäufer. Also eigentlich Kaufmann im Einzelhandel, spezialisiert auf Lebensmittel. Aber weil ich da mit dem Chef so gut konnte, wollt ich in der Fischabteilung bleiben.“ Der Job hatte aber auch seine Nachteile: „Du stinkst wie eine frisch belegte Fischsemmel - und zwar ein Leben lang. Aber es hat mir schon auch Spaß gemacht. Vom Kaufmännischen bin ich ja nebenbei praktisch auf die Schauspielschule gegangen.“

Nach der Zeit dort habe er die Möglichkeit bekommen, als Schauspieler ans Landestheater Niederbayern zu gehen. Deshalb habe er seine kaufmännische Arbeit aufgegeben, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Eine Frage brennt „Vera“-Moderatorin Vera Russwurm aber noch unter den Nägeln: „Sag Dieter, stimmt das eigentlich, dass du das heimlich machen musstest, deine Schauspiel-Ausbildung?“, will sie wissen.

„Rosenheim-Cops“-Star Dieter Fischer: Seinem Vater verschwieg er die Schauspielschule

„Der Mutter hab ich‘s gesagt, aber dem Vater nicht“, gesteht Fischer ein, dass seine ersten schauspielerischen Schritte zumindest halb geheim geschehen mussten. „Weil ich mir gedacht hab, die Kommentare spare ich mir“, erklärt er sein damaliges Vorgehen. Die Geheimniskrämerei flog schlussendlich aber dann doch auf. „Eines Tages - und das hat er noch nie gemacht - besucht er mich in der Arbeit. Bloß ich war nicht da.“ Als Fischer schließlich von der Schauspielschule zur Arbeit zurückkehre, sei ihm vom Überraschungsbesuch berichtet worden - und natürlich musste Fischer seinem Vater dann auch seine geheime Leidenschaft gestehen.

„Ich hab ihm gesagt, ich war in der Schule. Da fragt er, was machst denn für ne Schule. Ich sag: ‚Schauspielschule‘ - schweigen“, erzählt der 50-Jährige über die erste Reaktion seines Vaters. Schließlich kam aber doch alles anders: „Dann hab ich mich eigentlich geschämt und bin rauf auf mein Zimmer. Dann bin ich runtergegangen und höre, wie er mit seiner Schwester telefoniert und ganz stolz erzählt, dass einer seiner Söhne nun auf der Schauspielschule ist.“ „Ende gut, alles gut“, fasst da auch Moderatorin Russwurm treffend zusammen.

Dass sich die Schauspiel-Ausbildung gelohnt hat, zeigt Fischer mittlerweile ja seit Jahren bei den „Rosenheim-Cops“. Mittlerweile wird er deshalb natürlich auch auf der Straße erkannt. Eine irre Situation ist ihm dabei aber besonders im Gedächtnis geblieben. (han)

Auch interessant

Kommentare