Rundumschlag bei RTL

TVNOW am Ende? RTL hat andere Pläne mit Streaming-Plattform 

TVNOW-Logo im neuen Design
+
TVNOW präsentierte noch ein neues Design

Der Streamingdienst TVNOW wird so nicht mehr lange existieren. Die Mediengruppe RTL arbeitet an einer Neupositionierung und will Kernmarke stärken.

Köln – Der Streamingdienst TVNOW der Mediengruppe RTL wurde 2018 eingeführt und soll nun 2021 ein Ende finden. Allerdings nicht der Streamingdienst an sich, sondern der Name wird Platz für einen neuen machen müssen. Aus TVNOW soll zukünftig RTL + werden und das soll nicht das Einzige auf der Agenda sein, was sich RTL ausgedacht hat. Zielsetzung sei, sich mehr auf die Kernmarke zu konzentrieren und sich auf dem europäischen Markt stärker zu positionieren. Das Rebranding soll für das zweite Halbjahr 2021 geplant sein. Ein guter Zeitpunkt, denn zu der Zeit ist der Start zahlreicher Eigenproduktionen des Streamingdienstes vorgesehen, die dann direkt unter dem neuen Namen starten und so eine Implementierung des Namens erleichtern können. Unter anderem ist die Ausstrahlung von „Der große Fake – Die Wirecard-Story“ mit „Stromberg“-Darsteller Christoph Maria Herbst (55) geplant, der auch mit einer neuen Staffel der ZDF-Serie „Merz gegen Merz“ an den Start geht.

Der Geschäftsführer Inhalte & Marken, Stephan Schäfer, der Mediengruppe RTL bestätigte nun gegenüber DWDL.de, dass es aktuell ein Projekt innerhalb der Gruppe gebe, dass sich „RTL United“ nennt. Dieses Projekt beschreibe die Umsetzung einer umfassenden Neugestaltung und Repositionierung der Marke RTL, so Schäfer. Die Marken sollen innerhalb der RTL Group harmonieren.

Der Markt rund um Streamingdienste ist hart umkämpft und gut aufgestellt mit Namen, wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+, die allesamt eine ausgeklügelte Markensprache sprechen. Dort will RTL nun scheinbar anknüpfen und ändert nach weniger als drei Jahren den Namen der Streaming-Marke. Aber damit geht noch mehr einher, denn durch die Einführung von RTL +, muss der Retro-Sender RTLplus Platz machen und wird neu getauft. 

Unabhängig aller Namensfindungen wird im Hause RTL allerdings noch mehr gemunkelt, denn die Marke soll in Gesprächen mit dem Verlag „Gruner + Jahr“ stehen. Die beiden Medienhäuser arbeiten bereits zusammen und ergänzen sich beispielsweise mit „Gala“ und „RTL Exclusive“ oder mit „Stern“ und RTL-Nachrichtenmagazinen. Nun soll allerdings laut einer Intranet-Mitteilung in beiden Unternehmen eine engere Zusammenarbeit mit möglicher Fusion im Gespräch sein. 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare