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Sherlock: „The Lying Detective“ heute in der BBC - so schauen Sie zu

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Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch, l.) und John Watson (Martin Freeman): Das Spiel geht weiter.

London - Das Spiel geht weiter: Nach „The Six Thatchers“ läuft heute die zweite Episode der vierten „Sherlock“-Staffel in der BBC. Was ist über „The Lying Detective“ bislang bekannt?

„Did you miss me?“ - „Hast du mich vermisst?“: Das fragt Sherlocks Erzfeind Moriarty am Ende der dritten Staffel von „Sherlock“. Ein „Sherlock“-Fan kann darauf nur antworten: „Ja, natürlich hab‘ ich dich vermisst! Wann geht es endlich weiter?“ Die Antwort ist: jetzt. An Neujahr lief die erste Folge, am 8. und 15. Januar werden die zweite und dritte Episode um den berühmtesten Meisterdetektiv Großbritanniens endlich in der BBC zu sehen sein.

Auch wenn man sich allein mit dieser Information eigentlich gemütlich zurücklehnen und der Dinge harren könnte, die da kommen, fragt man sich natürlich schon: Was ist eigentlich über die drei neuen Folgen bekannt?

Sherlock Staffel 4 heute: Ist Moriarty im Trailer zu sehen?

Die Folgen heißen „The Six Thatchers“ („Die sechs Thatchers“), „The Lying Detective“ („Der lügende Detektiv“) und „The Final Problem“ („Das letzte Problem“). Wie immer lässt sich allein aus den Episoden-Namen nicht allzu viel ableiten - etwa die Frage, ob Moriarty noch einmal auftaucht. Denn darum drehte sich nicht nur die letzte Folge der dritten Staffel, sondern auch die Zwischenepisode „Die Braut des Grauens“

Im Vorfeld war spekuliert worden, ob „The Six Thatchers“ mit Moriarty losgeht. Hat dieser vielleicht auch seinen eigenen Tod vorgetäuscht, so wie Sherlock das bereits getan hat? Die Serienmacher jedenfalls spielen genau mit diesem Gedanken im offiziellen Trailer zur vierten Staffel: Etwa bei Minute 1:07 ist ein Mann von hinten zu sehen, der tatsächlich Moriarty (Andrew Scott) sein könnte (Trailer siehe weiter unten).

Sollte Sherlocks Nemesis nicht mehr dabei sein, gibt es aber auf jeden Fall einen neuen Bösewicht, der Culverton Smith heißt und in „The Lying Detective“ zu sehen sein wird. Kurzer Rückblick: Charles Augustus Magnussen (Lars Mikkelsen), seines Zeichens Bösewicht in „Sein letzter Schwur“, wurde am Ende von Sherlock erschossen. Danach sollte Sherlock eigentlich ins Exil gehen, um einer Verurteilung wegen Mordes zu entkommen. Doch er saß keine Minute im Flugzeug, als ihn sein Bruder Mycroft (Mark Gatiss) wieder zurück holte mit dem Satz: „England braucht dich.“ 

Culverton Smith (Toby Jones) scheint also Schlimmes vorzuhaben mit dem Vereinigten Königreich. Steven Moffatt, der zusammen mit Mark Gatiss die Serie „Sherlock“ erfunden hat, sagte über ihn: „Er ist komplett anders. Es ist einfach ein komplett anderer Charakter. Jones' Figur ist der düsterste Bösewicht, den wir je hatten.“

Neben den immer tiefgründigen und ausgeklügelten Fällen geht es in der Serie auch um die Menschen rund um den Meisterdetektiv. Er kann nicht ohne sie, aber oft auch nicht mit ihnen. Sein Kompagnon John Watson hat in der vergangenen Staffel Mary geheiratet und diesmal werden die beiden zum ersten Mal Eltern. Die BBC ließ bereits durchklingen, dass sie sich danach voneinander entfernen. Seltsamer Zufall: Die Schauspieler, die die Watsons spielen, Martin Freeman und Amanda Abbington, sind auch im wahren Leben verheiratet. Kurz vor den Dreharbeiten aber haben sie sich getrennt, wie kürzlich bekannt wurde.

Sherlock Staffel 4 heute: „Das Ende einer Ära“ sagt Cumberbatch

Eigentlich wollen „Sherlock“-Fans dieses Bild in Zukunft noch häufiger sehen...

Die allerwichtigste Frage ist allerdings auch diesmal: Ist die vierte Staffel die letzte von „Sherlock“? Tatsächlich spricht vieles dafür. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind mit anderen Filmprojekten mittlerweile so beschäftigt, dass sie für die Serie immer weniger Zeit haben. Cumberbatch sagte der britischen GQ: „Es könnte das Ende einer Ära sein. Es fühlt sich so an. In Staffel vier gehen wir so weit, dass es schwer sein wird, daran anzuknüpfen. Aber wir sagen niemals nie.“ Sollte tatsächlich diesmal Schluss sein, dürfen Fans wohl auch keinen überragenden Cliffhanger erwarten. Denn auch davon lebt die britische Serie - allein das Ende von „Der Reichenbachfall“ hat „Sherlock“-Fans weltweit zwei Jahre lang spekulieren lassen, wie der Detektiv es schaffte, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Keine der Theorien reichte tatsächlich an das heran, was sich die Serienmacher Moffat und Gatiss ausgedacht haben.

Moffat klingt optimistischer als Cumberbatch: "Eigentlich wäre ich schon etwas überrascht, wenn das jetzt die letzte Staffel wäre. Es könnte allerdings durchaus sein. Wir haben eben zwei Filmstars mit an Bord. Die Jungs brauchen die Rollen in Sherlock schon lange nicht mehr. Sie drehen die Serie nur, weil sie es wollen."

Sherlock Staffel 4 heute: Wer ist Sherrinford Holmes?

Taucht in Staffel 4 ein weiterer Holmes-Bruder neben Sherlock und Mycroft auf? Mycroft erwähnt ihn kurz in „Sein letzter Schwur“ und ein Bild, das auf Twitter kursiert, lässt erahnen, dass „Sherlock“-Fans diesen nun kennenlernen werden:

Der Charakter Sherrinford Holmes wurde zwar nicht von Arthur Conan Doyle erfunden, er taucht aber in einer fiktiven Biographie über den Meisterdetektiv von Wlliam S. Baring-Gould auf. Als ältester Holmes-Bruder soll er das Familienerbe verwalten.

So oder so werden Moffat und Gatiss als wahre Meister des Geschichtenerzählens auch diesmal wieder eine überragende Staffel abliefern. Nach der ersten Folge wurden allerdings einige kritische Stimmen laut. Für viele war „The Six Thatchers“ nicht mehr der klassische „Sherlock“, sondern erinnerte eher an James-Bond-Filme mit dem Fokus auf Action und weniger auf den grandiosen Fällen. Wir wollen an dieser Stelle aber gar nicht zu viel verraten, denn zwei Fälle hat die vierte Staffel noch auf Lager. Und in denen werden vor allem wieder die grandiosen Schauspieler brillieren: Keiner kann Arroganz so gut verkörpern wie Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes. Das funktioniert sensationell im Zusammenspiel mit Martin Freeman als Doctor Watson, der von dieser Arroganz ebenso angezogen wie abgestoßen ist - und dem es damit genauso geht wie den „Sherlock“-Fans.

So viel haben die Serienmacher immerhin vor der Ausstrahlung bereits verraten: „Geister der Vergangenheit schleichen sich in die Leben von Sherlock Holmes und John Watson und haben Abenteuer, Romantik und Terror im Gepäck. Die Geschichte geht weiter und erreicht bald ihren Höhepunkt." Was auch immer mit diesem Höhepunkt gemeint ist...

Hier sehen Sie den offiziellen Trailer zur vierten Staffel:

Sherlock Staffel 4 heute in der BBC, bei iTunes und im Live-Stream

„The Lying Detective“ läuft am Sonntag, 8. Januar, um 22 Uhr unserer Zeit. Wie auch schon „The Six Thatchers“ ist die Folge derzeit nur in der BBC zu sehen. „The Final Problem“ wird am 15. Januar ausgestrahlt (Sende-Uhrzeiten werden noch bekanntgegeben).

Wenn Sie sich nun fragen, ob Sie die BBC überhaupt in Deutschland empfangen können, lautet die Antwort: ja. So geht‘s: Alle Sendungen, die der britische Sender ausstrahlt, sind kurze Zeit später bereits bei iTunes verfügbar, der Staffelpass kostet 13,99 Euro. Falls Sie unterwegs sind, ist auch das kein Problem: Mit der App BBC iPlayer haben Sie „Sherlock“ überall dabei. Einen BBC-Stream empfangen Sie außerdem über die Seite Filmon.com - dort können Sie kostenlos und legal das Programm aus Groß-Britannien anschauen.

Sherlock Staffel 4 heute im deutschen Fernsehen

Wer es noch ein bisschen aushalten und lieber bis zur deutschen Übersetzung der drei neuen Fälle warten möchte, muss sich bis ins zweite Quartal 2017 gedulden: Dann will die ARD die Folgen der britischen Serie ausstrahlen.

pak

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