Heftige Vergangenheit

„Sing meinen Song“-Star vergießt bittere Tränen der Reue: „Habe meiner Mama sehr viel angetan“

„Sing meinen Song“ (VOX/TVNOW): DJ BoBo, Ian Hooper, Joris, Nura, Gentleman, Johannes Oerding
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Die Erinnerungen an ihre Vergangenheit rührten Rapperin Nura zu Tränen - und beeindruckten auch die anderen Künstler.

Rapperin Nura nimmt das Publikum bei „Sing meinen Song“ mit in ihre bewegte Vergangenheit - als sie von ihrer Mutter spricht, kommen ihr die Tränen.

Wangels - Bewegende Schicksale und intime Geschichten sind bei der VOX-Show „Sing meinen Song“ keine Seltenheit - hier wird es für die Künstler:innen ganz persönlich. Auch Rapperin Nura vergießt in der letzten Folge einige Tränen, als sie bei Gastgeber Johannes Oerding von ihrer Teenagerzeit und den harten Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter berichtet. Noch mehr Infos rund um die aktuellen TV-Highlights gibt es jetzt übrigens mit unserem brandneuen, kostenlosen TV-Newsletter.

„Sing meinen Song“: Nuras Mutter floh mit vier Kindern aus Kuwait

Als Nura zwei Jahre alt war, floh ihre Mutter nach dem Ausbruch des Golfkrieges mit der Familie aus Kuwait. „Sie hat einen Zettel gehabt, wo eine Adresse von meiner Oma stand, hat alles verkauft was wir hatten, hat alle vier Kinder eingepackt...“ beschreibt Nura die Reise der damals 25-Jährigen. Die gebürtige Eritreerin gelangte mit ihren Kindern in die Türkei, von dort aus ging es nach Deutschland - denn die Großmutter lebte in Wuppertal.

Wenn die Rapperin jetzt über ihre Mutter spricht, ist sie voller Bewunderung für deren Reise: „Ich hätte das mit 25 safe nicht geschafft“ überlegt sie, „ich hätte es nicht einmal alleine über irgendeine Grenze geschafft.“ In ihrer Pubertät hatte Nura allerdings weniger Bewunderung für ihre Mutter übrig, sondern trieb diese regelmäßig in den Wahnsinn. Weil sie anders als ihre Geschwister Rock und Metal hörte, gab es häufig Streit, auch für den Look ihrer Tochter mit dunkler Kleidung, Halsband und schwarzem Kajal hatte die Mutter kein Verständnis, - „sie war einfach geschockt“.

„Sing meinen Song“-Kandidatin Nura: Mit 13 ging sie freiwillig ins Heim

Immer wieder provozierte Nura, stach sich beispielsweise selbst ein Lippenpiercing, das sie dann mit einer Tiefkühlpizza kühlte. Ihre Mutter sei „extrem ausgerastet, und ich glaube ich hatte eine Blutvergiftung“, rund um die gepiercte Stelle löste sich die Haut komplett ab. Über diese Anekdote kann die Rapperin in der Show noch schmunzeln, dann aber wird sie ernst: „Meine Mama ist mit 25 hergekommen, ganz alleine, kannte die Sprache nicht, hat alles hier alleine aufgebaut mit vier kleinen Kindern - ich hab ihr sehr viel angetan“, gesteht sie unter Tränen.

Mit 13 Jahren sei sie schließlich freiwillig ins Heim gezogen „weil ich einfach Abstand gebraucht habe“. Dort habe sie aber im Vergleich mit den anderen Jugendlichen auch gemerkt, wie sehr sich ihre Mutter für sie aufgeopfert hatte. Sie „hat zuhause den ganzen Haushalt geschmissen, dann ist sie noch raus gegangen, hatte drei Jobs als Reinigungskraft - die ist so krass gewesen, und ich hab das alles als Kind gar nicht gesehen“.

„Sing meinen Song“: Rapperin Nura im Rückblick - „Ich war so ein kleines Ego-Kind“

„Ich habe so viel Liebe bekommen“ - die wusste sie als Jugendliche jedoch nicht zu schätzen: „Ich habe von meiner Mutter das verlangt, was all meine deutschen Freunde hatten, aber wie soll ich das von einer Frau verlangen, die nicht die selben Möglichkeiten hat?“ Nura gibt sich schuldbewusst: „Ich war so ein kleines Ego-Kind, und wollte einfach nur das, was alle anderen Kinder haben, ohne darüber nachzudenken, was mit meiner Mum ist.“ Ihre Musiker-Kolleg:innen sind sichtlich gerührt von der Geschichte der 32-Jährigen und zeigen Verständnis für die damaligen Wünsche. Mittlerweile hat sich das Verhältnis der Rapperin zu ihrer Mutter wieder verbessert, sie weiß deren Aufopferung jetzt zu schätzen: „Deswegen bin ich so froh, dass ich meine Mama jetzt glücklich machen kann“. (eu)

Auch DJ Bobo gab in der Show schon pikante Details preis - dabei ging es um ein Plagiat.

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