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„Sommerhaus der Stars“ 2020: RTL-Sprecher entsetzt von fünfter Staffel - „War noch viel schlimmer“

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Von: Sonja Plagmann

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Das „Sommerhaus der Stars“ 2020 kam bei vielen Zuschauern gar nicht gut an. RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm erklärt nun, warum sich RTL mit dieser Staffel keinen Gefallen getan hat.

Bocholt - Eine Spuck-Attacke, Drohungen und Ausdrücke unterhalb der Gürtellinie prägten die RTL-Reality-Show „Sommerhaus der Stars“ seit Anfang September. Für viele Zuschauer war es unverständlich, dass RTL ungefiltert heftiges Mobbing zur besten Sendezeit ausstrahlte und dieses zunächst weder einordnete noch verurteilte. In den Kommentar-Spalten in den sozialen Netzwerken regte sich vielfach Kritik an dem TV-Sender - zum Ende der Staffel hin wurde der Ruf nach einem Statement des Senders immer lauter.

Auch die „Sommerhaus der Stars“-Pärchen, die am meisten durch Mobbing aufgefallen sind, bekamen das Entsetzen der Fans zu spüren. Das Bachelor-Paar Andrej Mangold und Jennifer Lange verlor nach heftiger Fan-Kritik sogar Sponsoren und die YouTuber Lisha und Lou werden immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, Instagram-Follower und positive Kommentare zu kaufen, um ihr Image zu retten.

Ex-Bachelor Andrej Mangold im „Sommerhaus der Stars“.
Ex-Bachelor Andrej Mangold gehört zu den Prominenten, die am meisten für ihr Verhalten im „Sommerhaus der Stars“ kritisiert wurden. © TVNow

„Sommerhaus der Stars“ 2020: RTL äußert sich zu Mobbing in der fünften Staffel

Nach der negativen Resonanz auf die fünfte „Sommerhaus der Stars“-Staffel meldete sich nun RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm zu Wort. Im Interview mit Übermedien (Bezahlinhalt) erklärte er, dass auch er unglücklich über die fünfte „Sommerhaus“-Staffel ist. „Wir haben das Mobbing weder gepusht noch gewollt“, so Sturm. „Wir finden das auch nicht gut. Die Eskalation der Aggressivität und das unangenehme negative Gefühl, das in dieser Staffel steckt, hat uns persönlich auch betroffen gemacht.“

RTL-Unterhaltungschef: Aggressionen haben „Sommerhaus der Stars“-Quoten geschadet

Konflikte seien zwar treibend für die Unterhaltung, „aber die Art, wie die verschiedenen Konflikte sich in dieser Staffel hochgeschaukelt haben – Das ist meiner Meinung nach Quotengift für den Sonntagabend. Das hat uns in der Außenwahrnehmung eher geschadet“, erklärt Sturm. Die „Sommerhaus“-Quoten waren zuletzt deutlich schlechter geworden.

Was im „Sommerhaus der Stars“ nicht gezeigt wurde, „war noch viel schlimmer“

Die gezeigten Hass-Attacken - beispielsweise beschimpfte Lisha ihre Erzfeindin Eva Benatatou als „behinderte B*tch“, „F*tze“, sowie „Miststück“ und erklärte, dass man ihr die Nase brechen sollte - seien allerdings nicht mal der Gipfel der Geschmacklosigkeit im „Sommerhaus der Stars“ gewesen sein. „Das war noch viel schlimmer. Wir haben gar nicht alles gezeigt. Aber wer für sich entscheidet, sich öffentlich so darzustellen, muss sich auch selbst der Verantwortung bewusst sein. Ist das nicht der Fall, ist es uns lieber, dies auch klar zu zeigen“, so Sturm. 

Warum waren die „Sommerhaus der Stars“-Bewohner so aggressiv?

Doch wie konnte es zu so viel Aggressivität im „Sommerhaus der Stars“ kommen? Sturm denkt, dass die 14-tägige Corona-Quarantäne der Paare vor Drehstart die Stimmung zusätzlich aufgeheizt hat: „Das war, als ob man in einem Dampfdrucktopf etwas angerührt hat, und auf einmal ging das explosionsartig auf.“             

Am „Sommerhaus der Stars“ will RTL übrigens trotz der Eskalation - die sogar bei „Das große WIedersehen“ weiterging - in der diesjährigen Staffel festhalten. Man wolle sich „noch mehr Mühe geben werden mit dem Cast, noch intensiver vorbereiten und sprechen.“ (spl)

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