Rätselhafte Messerattacken in Nürnberg: Drei Frauen schwer verletzt - Täter auf der Flucht

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„Böse Rollen sind interessant“ 

Sonntags-„Tatort“: In der tz sprechen Killer und Ermittlerin

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Am Boden: Vladimir Korneev alias Pjotr Sorokin im Griff von Stefan Gubser (Kommissar Flückiger).

München - Vladimir Korneev und Delia Mayer sind am Sonntag im „Tatort“ aus Luzern zu sehen. Die tz sprach mit beiden Schauspielern.

Der Mann wäre prädestiniert dafür, uns das Lied vom Tod zu singen. Schließlich ist Vladimir Korneev (29) gleichzeitig Sänger und Schauspieler – und an diesem Sonntag (20.15 Uhr, ARD) können wir uns im Schweizer Tatort vor ihm als Killer Pjotr Sorokin fürchten. Wenn’s dann ein bissl liebevoller sein darf: Am 6. April tritt Korneev im Silbersaal des Deutschen ­Theaters auf und lässt uns mit Chansons ­dahinschmelzen (Karten für 30 Euro erhalten Sie unter Telefon 089/55 23 44 44).

Herr Korneev, worauf dürfen wir uns einstellen beim Tatort an diesem Sonntag?

Vladimir Korneev: Er ist ­politisch wegen des Bezugs zum Tschetschenien-Konflikt, er ist sehr intelligent geschrieben und gleichzeitig unterhaltsam. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich den Film selber noch nicht im Ganzen gesehen habe. Aber das Drehbuch und die ­Dreharbeiten waren wirklich toll.

Woran denken Sie da besonders?

Korneev: Zum Beispiel daran, dass es schön ist, einen Killer zu spielen – böse tut gut, böse Rollen sind interessant.

Können Sie dieses Interessante näher erklären?

Korneev: Ich frage mich immer, was die Bösen böse gemacht hat. Was in diesem besonderen Fall noch dazukommt: Das ist eine sehr stille Rolle, in der ich viel mit Blicken erzählen konnte. Ich finde es schön, wenn man weiß, dass man mit einem einzigen Mundwinkelzucken eine ganze Geschichte erzählen kann.

Sie sind nicht nur Schauspieler, sondern singen auch Chansons. Was macht mehr Spaß?

Korneev: Das kann man so nicht sagen. Ich brauche beides – die Kombination aus dem Gesang und der Schauspielerei ist für mich etwas ganz Wunderbares.

Was fasziniert Sie so am Chanson?

Korneev: Ein Chanson ist im Prinzip eine Oper oder ein Hollywood-Film in drei ­Strophen – der trifft wie ein Laserstrahl ins Herz. Und ­jedes einzelne Wort, jeder einzelne Melodiebogen ist da wichtig.

Und das Schwermütige, das manchen Chansons innewohnt…? Ist das nicht deprimierend?

Korneev: Ich würde das nicht „schwermütig“ nennen. Ich empfinde es anders. Der Kern eines jeden Chansons ist einfach die Sehnsucht.

Was Kommissarin Delia Mayer sagt

Delia Mayer spielt Liz Ritschard, Stefan Gubser ist Kommissar Reto Flückiger.

Seit fünf Jahren spielt Delia Mayer (geb. 1967) beim Luzerner Tatort die Kommissarin Ritschard. Mayer über:

Die Lieblings-Kollegen: „Ich mag die Wiener Kollegen sehr (Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser, d. Red.). Die beiden haben Macken und so etwas Gebrochenes.“

Sexualität im „Tatort“: „Ich habe in Kriegssplitter ­eine Liebesnacht mit einer Frau. Generell finde ich, die Sexualität eines Menschen ist Privatsache. Was ich mir wünschen würde, sind stärkere Frauenfiguren, die aus sich selbst heraus und eigenständig handeln. Auf Ermittler- und auch auf Täterseite.“

Angst am Anfang: „Bammel hatte ich nicht. Natürlich gab es Fragen wie: Mag man unseren Tatort oder: Interessieren sich Deutschland und Österreich für Schweizer Themen? Und: Was sind eigentlich Schweizer Themen? Ich wurde stark damit konfrontiert, zu fragen, was es bedeutet, Schweizerin zu sein.“

Die aktuelle Folge: „Wir behandeln die Folgen des Tschetschenien-Konflikts. Ich habe zwar keine persönlichen Berührungspunkte, aber auch meine Familiengeschichte ist seit 150 Jahren die des Fremdseins, der Konflikte. Von Tirol über Deutschland, Chile, wieder nach Berlin und zuletzt in die Schweiz.“

Interview: Uli Heichele

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