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Raab-Firma von eigenen Mitarbeitern verklagt

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Beendet seine TV-­Karriere zum ­Ende des ­Jahres: Stefan Raab. © dpa

Köln - Einige seiner Noch-Mitarbeiter haben gegen die Firma von TV-König Stefan Raab geklagt. Doch sie haben eine deftige Abfuhr vor Gericht kassiert.

Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Stefan Raab (48) beendet zum neuen Jahr seine Fernsehkarriere – das Aus für Pro 7-Dauerbrenner wie TV Total und Schlag den Raab. Für 80 Mitarbeiter seiner Kölner Produktionsfirma Brainpool bedeutete das gleichzeitig die Kündigung. Viele klagten: Doch sie erhielten am Mittwoch vorm Arbeitsgericht eine deftige Abfuhr von ihrem Noch-Chef.

Vorm Gericht sind derzeit 49 Kündigungsschutzklagen von Brainpool-Mitarbeitern anhängig, sechs davon wurden nun verhandelt. Eine Aufnahmeleiterin, die seit 2011 viele Raab-Shows betreute, klagt gegen ihre Kündigung, auch Mitarbeiter aus Maske und Requisite.

Raab war selbst nicht bei den Verhandlungen anwesend, er ließ sich durch Anwalt Gerd Schwamborn vertreten. Und der stellte sofort klar: „Wir können niemanden weiterbeschäftigen, weil es ab dem 1. Januar 2016 nichts mehr zu tun gibt.“

Richterin Cornelia Baldus regte eine gütliche Einigung an. Auch hier blieb der Anwalt seiner harten Linie treu: „Es tut mir leid, aber ich kann hier und heute keine Abfindung anbieten.“ Die Verträge seien fristgerecht gekündigt worden. Dass Verträge bei Beendigung einer Produktion ausliefen, sei in der TV-Branche üblich, so der Raab-Anwalt.

Nach insgesamt 15 Minuten waren die Verhandlungen damit wieder beendet. Um sich ein umfassenderes Bild machen zu können, beraumte die Richterin Termine für den 2. Dezember an. Dann sollen alle Beteiligten ausführlich zu Wort kommen. Stefan Raabs Teilnahme ist aber auch hier sehr unwahrscheinlich. Für Brainpool soll der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Andreas Scheuermann kommen.

Hendrik Pusch

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