"Dicker als Wasser"

Tatort Köln: Öder Fall und lustlose Kommissare

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Freddy Schenk (Dietmar Bär, re.) hat mit dem neuen ­Assistenten so seine Probleme. Er wird sich an ihn gewöhnen müssen: Tobias Reisser (Patrick Abozen) gehört fest zum Team.

München - Ein fulminanter Armin Rohde, aber zwei gelangweilte Kommissare und eine öde Story: So lässt sich der Kölner Tatort "Dicker als Wasser" vom Sonntagabend zusammenfassen.

Ein öder Fall. Zwei Kommissare, die so wirken, als hätten sie keine Lust mehr auf ihren Job. Immerhin: Ein furioser Armin Rohde, der einen trotz der vielen Film-Längen 90 Minuten lang bei der Stange hielt. Und ein neuer Assistent, der seine Sache auch mehr als ordentlich machte.

So lässt sich der Tatort: "Dicker als Wasser" zusammenfassen. Aber wer ist der Typ, der die Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Schenk) künftig unterstützen wird?

Patrick Abozen heißt der Schauspieler, der am Sonntag zum zweiten Mal als Tobias Reisser an der Seite der Kölner Ermittler zu sehen war. In der Folge "Der Fall Reinhardt" (ausgestrahlt im März 2014) hatte er seinen ersten Einsatz gehabt. Kurz zuvor war die langjährige Assistentin Franziska (Tessa Mittelstaedt) in einer spektakulären Folge ermordet worden.

Man war also auf der Suche nach einem neuen Assistenten und testete mehrere Varianten. Obwohl es damals auf Twitter und in Tatort-Foren viel Kritik und Häme für ihn bzw. seine Rolle gab, setzte sich Patrick Abozen durch und gehört nun zum festen Team.

Vor allem die Herzen der weiblichen Tatort-Zuschauer dürften ab nun höher schlagen, schließlich ist der 29-Jährige auch optisch ein Highlight. „Meine Rolle Tobias Reisser ist ein hochsensibler Charakter, für die anderen fast geheimnisvoll“, sagt der Wahlhamburger, der sich privat mit Boxen und Tanzen fit hält.

„Seine große Emotionalität und sein extremes Einfühlungsvermögen helfen ihm, die Fälle oft aus einer anderen Perspektive zu sehen.“ Seinen Platz im Team müsse er sich allerdings noch erkämpfen. Um den smarten Polizisten ranken sich außerdem einige Ungereimtheiten, die erst nach und nach aufgedeckt werden …

Was Sonntagabend schon anklang: Hauptkommissar Schenk hat so seine Probleme mit dem Neuen. Er kritisiert ihn auffällig oft, führt ihn vor und behandelt ihn von oben herab. „Das ist Mobbing“, herrscht Ballauf seinen Kollegen einmal an.

Mit der netten Franziska kam Schenk besser klar. Wäre Freddy eine Frau und Reisser eine Kollegin, würde man glatt an Zickenterror denken … Wie dem auch sei: ­Patrick Abozen, der bereits in Serien wie Notruf Hafenkante und Stubbe (beides ZDF) zu sehen war und auch schon ­Nebenrollen in verschiedenen Tatorten gespielt hat, bleibt dem Team und den Zuschauern des ­Kölner Tatorts erhalten. Die nächste Folge wird gerade gedreht.

lm /thy

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