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TV-Kritik zum Münster-Tatort: "Super Team, mieser Fall"

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Von: Stefanie Thyssen

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Die Münsteraner Mordkommission im Einsatz. © WDR/Martin Valentin Menke

München - Die von Axel Prahl und Jan Josef Liebers gespielten Ermittler Thiel und Boerne im "Tatort" aus Münster waren am Sonntagabend wieder im Einsatz. Lesen Sie hier die TV-Kritik zu ihrem neuesten Fall:

Die beiden sind großartig. Wenn Axel Prahl und Jan Josef Liefers im Münsteraner Tatort aufeinandertreffen, merkt man, dass sie Spaß an der Arbeit haben, dass sie sich auch abseits der Kamera blendend verstehen und, ja, privat gute Freunde sind. Man schaut ihnen gerne zu. Und in ihrem neuen Krimi Erkläre Chimäre haben ihnen die Autoren Stefan Cantz und Jan Hinter, die das Ermittler-Duo einst erfanden, auch wieder viele hübsche Dialoge auf den Leib geschrieben. Liefers und Prahl alias Boerne und Thiel haben sogar das Wir-tun-so-als-wären-wir ein-schwules-Paar-Spiel gut und ohne größere Peinlichkeiten gemeistert. Respekt, das hätte auch schiefgehen können.

Aber: Der Fall an sich – der Mord an einem jungen Brasilianer – war unter aller Kanone. Es ist nie ein gutes Zeichen für einen Krimi, wenn sich die Kommissare alle paar Minuten den Stand ihrer Ermittlungen selbst laut erklären müssen, um die Übersicht nicht zu verlieren.

Der Münster-Tatort ist, vor allem bei den Zuschauern, eine Bank. Quoten von zehn, zwölf Millionen sind keine Seltenheit. Ausruhen sollten sich die Macher darauf aber nicht. Bis die Fans ihren Spaß verlieren, mag es eine Weile dauern. Aber diese Schauspieler haben bessere ­Bücher verdient!

Rangliste: Die beliebtesten "Tatort"-Kommissare

Stefanie Thyssen

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