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„Tatort“-Star muss vor Gericht: Schauspieler soll rund 58.000 Euro Mietzuschuss nicht gezahlt haben

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Joe Bausch im Kölner Tatort.
Joe Bautsch im Kölner Tatort. © Guido Kirchner/dpa/picture alliance

Der „Tatort“-Schauspieler muss sich vor Gericht wegen Betrug verantworten. Er habe „schlicht nicht gemerkt“, dass der Mietzuschuss nicht abgezogen wurde.

Köln - Im „Tatort“ (ARD) steht er als Rechtsmediziner regelmäßig dem Ermittler-Team in Köln bei ihren Fällen im TV bei. Und das schon seit 1997. Im echten Leben arbeitete der Schauspieler Joe Bausch lange als Gefängnisarzt, wurde Ende 2018 pensioniert. Mit Geschichten zu Verbrechen kennt sich der Pensionär also bestens aus.

Tatort-Schauspieler (ARD) soll Mietzuschuss nicht gezahlt haben

Nun muss sich Joe Bausch selbst vor dem Amtsgericht Düsseldorf verantworten. Dabei geht es um Betrug, genauer gesagt um einen nicht gezahlten Mietzuschuss in Höhe von 57.672,72 Euro, wie die Bild berichtet. Hintergrund: Bausch lebte während seiner Arbeit als Anstaltsarzt in einer Dienstwohnung auf dem Gefängnis-Gelände. Dafür soll er sechs Jahre lang keinen Mietzuschuss bezahlt haben statt den eigentlich fälligen monatlichen 801,01 Euro.

Wie die Bild wissen will, soll sich Bausch im November 2012 für die Dauer von vier Wochen beurlauben haben lassen, weswegen er in dieser Zeit weder Gehalt noch den dazugehörigen Mietabzug von diesem Geld bekam. Nach der Zeit setzte zwar die Lohnzahlung wieder ein, allerdings ohne den Mietabzug. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er hätte auf den Fehler hinweisen müssen und habe das pflichtwidrig und vorsätzlich nicht getan.

Tatort-Schauspieler (ARD): „Joe Bausch hat es schlicht nicht gemerkt, dass...“

Joe Bauschs Anwalt dazu, wie auf n-tv.de zu lesen ist: „Joe Bausch hat es schlicht nicht gemerkt, dass die Vergütung nicht mehr abgezogen wird.“ Das bekräftigt Bausch auch selbst gegenüber der Bild. „Weder mein Steuerberater noch ich haben den Fehler des Amtes bemerkt. Ich bin ein viel beschäftigter Mann. Gerade 2012 war ich häufig auf Lesereise mit einem neuen Buch und in Talkshows. Als ich 2018 in Ruhestand ging, habe ich die Behörde gebeten, die Miete von der Pension abzuziehen. Nur dadurch ist der Fehler überhaupt aufgefallen“, so Bausch.

Der bekannte Schauspieler hat laut eigenen Angaben den Großteil des Geldes schon wieder an das Besoldungsamt zurückgezahlt.

Der letzte „Tatort“-Fall aus Mainz bediente sich einer außergewöhnlichen Neuerung. Nora Tschirner verkündete dagegen, dass sie wohl nicht in den „Tatort“ zurückkehrt.

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