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Tatort-Kritik: Viel zu viel für 90 Filmminuten

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Von: Lena Meyer

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Jörg Hartmann (l.) und Mats Hugo. © WDR/Thomas Kost

München - Den Zuschauer des Dortmunder Tatorts "Schwerelos" erwartete am Sonntagabend ein doch eher überraschendes Ende.

Kein erwachsener und damit strafmündiger Täter hatte sich für den Mord an einem Hobby-Fallschirmspringer zu verantworten. Nein, es war ein Kind – genauer der neunjährige Sohn des Opfers, der mit einer Bastelschere nach dem Streit seiner Eltern die Gurte des Fallschirms durchtrennt hatte. Nicht, um den Vater zu töten, sondern vielmehr, um ihn vom Springen abzuhalten, damit er mehr Zeit mit der Familie verbringt.

Hinzu kamen die persönlichen Schicksale, die die Ermittler Bönisch (Anna Schudt), Faber (Jörg Hartmann), Dalay (Aylin Tezel) und Kossik (Stefan Konarske) beschäftigten. Gewürzt mit übermäßigen Längen und kunstvollen Nahaufnahmen der handelnden Personen. Es schien, als wollte Regisseur Züli Aladag alles, was geht, in die 90 Minuten packen. Und das war – logisch – zu viel. Aber zumindest war der Zuschauer so am Ende wohl schon zu genervt oder gelangweilt, um sich darüber Gedanken machen zu können, ob ein Neunjähriger im Alleingang einen Fallschirmgurt durchtrennen kann – mit einer Bastelschere …

von Lena Meyer

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