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Produzent und Regisseur klären auf

Warum spielt der Tel-Aviv-Krimi in Berlin?

Sara Stein (Katharina Lorenz) muss den Mord an einer Israelin aufklären.
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Sara Stein (Katharina Lorenz) muss den Mord an einer Israelin aufklären.

München - Am Donnerstagabend ermittelt Katharina Lorenz alias Sara Stein zum ersten Mal in der neuen ARD-Krimi-Reihe "Der Tel-Aviv-Krimi". Die tz erklärt, warum in Berlin gedreht wurde.

Als Kriminalkommissarin in Berlin muss sie den Mord an einer israelischen DJane aufklären, in den die palästinensische Familie des Freundes des Opfers verwickelt zu sein scheint. Ein Fall mit politischer Brisanz, in dessen Verlauf die jüdische Ermittlerin auch mit ihrer eigenen Religion konfrontiert wird.

Bleibt nur die Frage: Warum spielt der Fall in Berlin und nicht in Tel Aviv? Der Grund dafür ist wahrhaft dramatisch. Der Gaza-Krieg im Jahr 2014. Geplant war, Mitte November mit den Dreharbeiten zu beginnen, was dann aber Mitte August abgesagt werden musste. Aus mehreren Gründen, wie der Produzent Andreas Bareiss erklärt: „Der eine ist ein versicherungstechnischer Grund: du kannst Krieg nicht versichern. Und das zweite ist ein menschlich-moralischer Grund. Wir haben gesagt, wir können jetzt keinen Krimi drehen, wenn 80 Kilometer entfernt möglicherweise Menschen erschossen werden. Das ist emotional nicht leistbar und auch nicht vertretbar.“

Zweiter Film soll aufklären

Verdächtigt wird deren palästinensischer Freund. Seine Mutter bietet ihm ihre Hilfe an, die er aber rigoros ablehnt (Foto rechts)

Die Lösung: Ein zweiter Film, ein sogenanntes Prequel, musste her, in dem die Vorgeschichte der Kriminalkommissarin in Berlin erklärt wird und an deren Ende sie ihre Heimat verlässt und ihrer großen Liebe nach Tel Aviv folgt. Konkret bedeutete das, in drei Monaten das auf die Beine zu stellen, wofür normalerweise ein Zeitfenster von ein bis zwei Jahren vorgesehen ist. Ein Drehbuch schreiben, überarbeiten, Drehorte in Berlin besichtigen, Genehmigungen besorgen... Die markanteste Schwierigkeit war tatsächlich Schlaflosigkeit“, sagt der Regisseur Matthias Tiefenbacher, der auch am Drehbuch saß.

Ansonstens sei es ein ziemlich normaler, wenn auch sehr komprimierter Dreh gewesen. „Mitte November ging es los, am 18. Dezember waren wir fertig mit dem ersten Film, dann waren zwei Tage Weihnachten und dann sind wir nach Israel gefahren und dort in Vorbereitung gegangen.“ Der Krieg war da zum Glück vorbei und so konnten die Arbeiten zum zweiten Teil Shiv‘a beginnen.

Aber wie sinnvoll ist es überhaupt, eine Stadt in eine Krimi-Reihe aufzunehmen, die permanent von Gewalt bedroht ist? Matthias Tiefenbacher findet: „Krimi hat ja immer die Idee, ein bisschen was über die gesellschaftlichen Strukturen der heutigen Zeit zu erzählen. In diesem Zusammenhang finde ich es eigentlich einen sehr naheliegenden und schönen Gedanken, einen Krimi in Tel Aviv spielen zu lassen. Eine Stadt, mit der Deutschland auf eine bestimmte und vor allem relevante Art ja ganz viel zu tun hat.“ Der zweite, in Israel gedrehte Teil, wird am nächsten Donnerstag ausgestrahlt, die Dreharbeiten für den dritten sollen im Herbst beginnen. Hoffentlich friedlich.

Der Tel-Aviv-Krimi: Tod in Berlin heute, 20.15 Uhr, ARD

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