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„The Taste“-Kandidatin Lena aus München verrät: Das passiert hinter den Kulissen der Sat.1-Show

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Von: Veronika Arnold

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Lena Wunderlich aus München stand am Mittwoch im Halbfinale der Sat.1-Kochshow „The Taste“. Wir haben sie in Untergiesing getroffen. Im Interview erzählt sie, was hinter den Kulissen der Erfolgs-Castingshow passiert und wie es nach ihrem „The Taste“-Aus weitergeht.

Update vom 30. November 2017: Leider hat es die „The Taste“-Kandidatin Lena nicht ins große Finale geschafft. Wie es bei der Münchnerin jetzt weitergeht und was eigentlich hinter den Kulissen der Koch-Show passiert, können Sie im Video und im Interview erfahren. 

Halbfinalistin-Lena ganz privat und exklusiv bei uns im Interview: 

Lena Wunderlich (27) ist eine der verbliebenen acht Kandidaten in der Sat.1-Kochshow „The Taste“ ("The Taste"-Schock: Jury-Mitglied mit Auto verunglückt - Not-Op, wie extratipp.com* berichtet. )11.10.: . Ganz München drückt der 27-jährigen Hobbyköchin die Daumen, denn Lena wohnt im Münchner Stadtteil Untergiesing. Am Mittwochabend (20.15 Uhr, Sat. 1) kämpft die Fotografin und Grafikerin an der Seite ihres Coaches Roland Trettl um den Einzug ins Finale. Wir haben Lena getroffen. 

Für uns hat sie einen ihrer besten Löffel gekocht (hier gibt es zwei Rezepte von Lena - unter anderem auch für die Gyoza) und erzählt uns im Interview, was hinter den Kulissen der Erfolgs-Castingshow passiert und wie es nach „The Taste“ weitergeht.

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Lena beim Anrichten der Löffel - exklusiv für uns. © Veronika Arnold

Exklusiv: Lena kocht für uns einen „The Taste“-Löffel und verrät, was hinter den Kulissen der Kochshow passiert:

Lena, was kochst du uns heute?

Lena Wunderlich: Ich mache Gyoza, das sind japanische Teigtaschen, mit Wasabi-Mayo und Sesam-Crunch. Ein ähnliches Rezept habe ich bei „The Taste“ gekocht. Die kamen bei den Juroren ziemlich gut an. Roland Trettl meinte, das wäre Champions League.

Du bist ja keine Profiköchin sondern Fotografin und Grafikerin. Wie kommt man als Hobbyköchin auf solch ausgefallene Gerichte?

Lena: Ich koche nicht nach Rezept, sondern eher nach meinem Bauchgefühl. Wenn ich irgendwo etwas gegessen habe, das ich toll fand, versuche ich es nachzukochen. Klassische, japanische Gyoza habe ich zum Beispiel in der Nähe von Bregenz mit einer Freundin gegessen und anschließend zuhause gekocht.

In der Sendung haben die Kandidaten ja nur ein paar Minuten, sich ein Gericht zu überlegen. Wie entsteht in so kurzer Zeit ein stimmiger Löffel in deinem Kopf?

Lena: Im Teamkochen können wir uns untereinander beraten. Jeder sagt seine Vorschläge und Roland entwickelt mit uns den Löffel (Anm. d. Red. Roland Trettl, Lenas Teamcoach). Im Einzelkochen greift man auf seine Grundrezepte zurück. Die Teamkollegen sind vor allem für mich als Hobbyköchin eine große Hilfe.

Die Gerichte müssen auf einem einzigen Löffel angerichtet werden. Zum Teil kochen die Kandidaten Schäumchen und Soufleés. Fällt das nicht zusammen, bis die Löffel bei den Juroren sind?

Lena: Bis die Juroren probieren, kann es schon mal eine halbe Stunde dauern. Das muss man bei der Auswahl der Rezepte beachten. Die Löffel können solange im Warmhalte-Ofen geparkt werden. Für die Kameraaufnahmen werden sie außerdem noch von einem Foodstylisten aufgehübscht.

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Auch ohne Foodstylisten: Lenas Löffel sind ein richtiger Hingucker - und lecker war es natürlich auch. © Veronika Arnold

Was passiert eigentlich mit den ganzen Essensresten?

Lena: Über die Reste nach dem Kochen machen sich sofort die Kameraleute, Redakteure und das restliche Team her. Insgesamt arbeiten rund 300 Leute an der Sendung, die stürzen sich sofort auf die Pfannen und Töpfe. Die Zutaten, die noch nicht verarbeitet wurden, gehen an die Münchner Tafel.

Viele Zuschauer fragen sich, was hinter den Kulissen einer solch großen Fernsehshow passiert. Wie lief das Casting?

Lena: Der Weg zum ersten Casting-Kochen vor den Juroren in der Sendung ist lang. Da gibt es verschiedene Vorrunden. Nach einem klassischen Bewerbungsformular führt man ein Telefoninterview, schickt Fotos und Beispielrezepte ein und wird anschließend zum Probekochen eingeladen. Das hat eher Campingplatz-Charakter. Man hat zwei Herdplatten und einen kleinen Campingbackofen. Erst wenn man auch hier überzeugt, geht es wirklich los mit „The Taste“.

Und wie kann man sich die Drehtage vorstellen?

Lena: Für eine Folge wird mehr gedreht als man tatsächlich sieht. Bis das Kochen, die Verkostung und alle Interviews im Kasten sind – das dauert. Gedreht wird in den Bavaria Filmstudios in München. Ich hatte also einen kleinen Heimvorteil (lacht). Ich war aber trotzdem mit den anderen Kandidaten zusammen im Hotel. Es ist ein bisschen, wie im Ferienlager. Die Drehtage sind lang und abends sitzt man noch zusammen, spricht über den Tag und spekuliert über die kommenden Sendungen.

Das klingt nicht nach Konkurrenzkampf.

Lena: Überhaupt nicht. Die Stimmung in und zwischen den Teams war immer gut. Wir haben auch immer noch eine eigene WhatsApp-Gruppe in der wir regelmäßig schreiben, auch Roland Trettl. Zum Finale in einer Woche trifft sich unser Team und schaut es sogar gemeinsam an.

Wie geht es für dich nach „The Taste“ weiter?

Lena: Ich will mich als Fotografin und Grafikerin weiterentwickeln. Kochen wird weiter meine große Leidenschaft bleiben, aber als Hobby.

Interview: Veronika Arnold/ Video: Glomex

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