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Cornelia Poletto bei "The Taste": "Habe Kampfgeist in der Küche"

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Von: Lena Meyer

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Cornelia Poletto
Cornelia Poletto steigt bei "The Taste" ein. © dpa

Köln - Sie ist die neue Frau bei The Taste: Cornelia Poletto (42) ersetzt in der dritten Staffel der erfolgreichen Koch-Casting-Show auf Sat.1 Lea Linster (60). Spitzenköchin Poletto, die in Hamburg ihr eigenes Restaurant führt, legt an der Seite ihrer Kollegen Alexander Herrmann (44), Tim Mälzer (44) und Frank Rosin (48) los.

Die gebürtige Hamburgerin kämpft dann mit ihrem Kandidatenteam, bestehend aus Hobby- und professionellen Köchen, um die Zubereitung des besten Löffels und letztendlich den Sieg der Show ("The Taste"-Schock: Jury-Mitglied mit Auto verunglückt - Not-Op, wie extratipp.com* berichtet). Die Besonderheit von The Taste ist nämlich, dass es nicht um die Zubereitung eines Gerichts geht, sondern um das Konzipieren eines einzigen Bissens – der auf einem Löffel serviert werden muss.

Die vier Starköche leiten ihre Teams hierbei an, werden somit selbst zu Kontrahenten. Für sie geht es zwar nicht um die Siegesprämie von 50.000 Euro – die erhält der beste Koch, der teamübergreifend ermittelt wird –, dafür aber um Ruhm und Ehre.

Wie es für die Spitzenköchin ist, so allein unter Männern? Und wie sich die 42-Jährige behaupten will? In der tz spricht Poletto über die The-Taste-Herausforderung.

Frau Poletto, Sie sind die neue Frau im Coaches-Team von „The Taste“. Was fasziniert Sie an dem Format am meisten?

Das sind verschiedene Dinge! Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es selten schaffe, Fernsehen zu schauen, weil mir die Zeit dazu fehlt. Aber ich hatte von meinen Köchen nur Gutes über die Sendung gehört. Als dann die Anfrage kam und ich mir auch einige Shows angeschaut habe, war ich gleich begeistert! Es handelt sich um einen wunderbaren Mix: Zum einen hat man die Möglichkeit, sein Team zum Sieg zu coachen. Zum anderen steht man vor der Herausforderung, ein Team zu bilden, es bei Laune zu halten – und dann natürlich den perfekten Löffel zu kreieren.

Cornelia Poletto bei "The Taste": "Koch sollte bis zum Schluss probieren"

Und ein Löffel ist eben nicht ein Teller. Worauf kommt es bei dieser speziellen Form der Präsentation eines Gerichts an?

Den perfekten Löffel zu kochen, ist etwas ganz anderes, als das perfekte Gericht zuzubereiten. Ich habe mich wirklich dabei ertappt, dass ich begonnen habe, in Löffeln zu denken. Worauf es hierbei besonders ankommt, sind die Dimensionen. Ich sage immer: Jede Kreation braucht einen Star. Das kann der Fisch, das Gemüse oder das Fleisch sein. Worauf es dann ankommt, sind die richtigen Ergänzungen, das Drumherum. Und das muss man überlegt kombinieren. Gerade bei so kleinen Portionen wie Löffeln, besteht die Gefahr, dass die Verhältnisse nicht stimmen.

Wie kann man diese Gefahr am besten umgehen?

Ich sage meinem Team immer das, was ich auch schon in der Ausbildung gelernt habe: Als Koch sollte man bis zum Schluss probieren und die Feinheiten immer weiter verbessern. Das können Kleinigkeiten sein wie ein zu großes Salbeiblatt oder eine Messerspitze zu viel Würze. Man darf bei Löffeln ja auch nicht vergessen, dass man alle Komponenten auf einmal schmeckt. Da muss man dann ganz genau wissen, welche Zutat wie wirkt.

Cornelia Poletto bei "The Taste": "Der besser Löffel soll gewinnen"

Sie kämpfen als einzige Frau gegen drei männliche Coaches an. Worauf können sich die Herren einstellen?

(lacht) Zunächst einmal – so viel kann ich vorab schon verraten – habe ich wirklich ein ganz tolles Team, mit dem ich um den Sieg kämpfe. Und dann kommt ja auch hinzu, dass ich meine Coach-Kollegen alle schon vor der Show gut kannte. Trotzdem glaube ich, dass es mir gelingen wird, sie zu überraschen. Ich habe dann doch mehr Kampfgeist und Siegeswillen, als die Kollegen vorher vielleicht vermutet haben.

Würde es Sie freuen, wenn dann auch eine Frau als Siegerin aus der aktuellen „The Taste“-Staffel hervorginge?

Darüber habe ich mich mit meinen Kollegen gerade erst unterhalten. Natürlich ist es in der Show so, dass bei weiblichen Teilnehmern nach Niederlagen vielleicht leichter mal Tränen fließen. Und das tut mir dann leid. Aber generell mache ich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Der bessere Löffel soll gewinnen.

Sie sind selbst eine gefragte Spitzenköchin. Dennoch handelt es sich in Ihrer Branche eher um eine Männerdomäne. Muss man sich als Frau mehr beweisen?

Sicherlich! Es gibt in diesem Berufsfeld ja nicht ohne Grund so viele Männer. Dieser Job verlangt eine Menge Kraft. Da muss man sich als Frau dann schon beweisen und zeigen, dass man Nervenstärke hat und es genauso gut machen will wie ein männlicher Kollege. Und dann braucht man als Frau auch ein wenig ein dickes Fell und eine gewisse Portion Humor, um vielleicht mal mit einem blöden Spruch klarzukommen.

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