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Mega-Skandal bei „The Voice of Holland“: Widerliche Übergriffe - Linda de Mol mit emotionalem Statement

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Von: Andreas Knobloch

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The Voice of Holland Linda de Mol
Linda de Mol, holländische TV-Moderatorin, und ihr Partner Jeroen Rietbergen, Musiker, kommen zu einer privaten Abschied von Kriminalreporter de Vries im Royal Theatre Carre. Nach Vorwürfen von sexuellen Übergriffen gegen ihren Partner hat ihre Beziehung beendet. © picture alliance/dpa/ANP | Remko De Waal

Bei „The Voice of Holland“ gibt es schlimme Anschuldigungen gegen Bandleader, Coach und einen Regisseur. Linda de Mol äußert sich emotional.

Update vom 21. Januar, 11:40 Uhr: Nachdem vor wenigen Tagen ihrem langjähriger Partner Jeroen Rietbergen vorgeworfen wurde, sexuelle Übergriffe bei der Casting-Show „The Voice of Holland“ vorgenommen zu haben, meldete sich Moderatorin Linda de Mol nun mit einem weiteren Statement auf der Internetseite linda.nl: „Mein Herz weint wegen all der Frauen, die verletzt wurden. Es ist unerträglich. Ich wünsche Ihnen viel, viel Kraft. Ich stehe immer noch unter Schock, bin fassungslos, wütend und tief traurig. Mein Kopf ist ein einziges Durcheinander an Gedanken und Gefühlen“. Täglich erreichen sie mehrere Nachrichten von ihren Fans und anderen Menschen, die die Moderatorin in dieser dunklen Zeit unterstützen wollen.

Linda de Mol: Die Moderatorin „geschockt, fassungslos, wütend und tieftraurig“

Update vom 20. Januar, 21.51 Uhr: Vor der Veröffentlichung in der Show „Boos“, bei dem es um die Übergriffe und die widerlichen Taten geht, hat sich Linda de Mol schon auf Instagram geäußert. Die Moderatorin sei immer noch „geschockt, fassungslos, wütend und tieftraurig“, wie sie auf Instagram in ihrer Landessprache verfasst. Sie bedankt sich im gleichen Atemzug, bei all den „lieben Menschen“, die sich in dieser Zeit voller „Gefühlschaos“ um sie kümmern. Hintergrund: Ihr Ex-Freund Jeroen Rietbergen wird beschuldigt, Kandidatinnen bei „The Voice of Holland“ sexuell belästigt zu haben. Sie trennte sich von ihm.

Auch sie werde beschuldigt, als Mitwissende eine Teilschuld zu tragen. Das weist sie von sich. Sie schreibt von einer „schrecklichen Art und Weise“, wie die Medien mit ihr umgingen. Für sie geht die „Menschlichkeit“ verloren. Wenn es so weit ist, so kündigt es de Mol an, wird sie alles auspacken, was sie weiß. Und zwar auf ihrer eigenen Plattform.

Linda de Mol gibt in den Niederlanden das Magazin „LINDA“ heraus.

Erstmeldung vom 20. Januar, 20.29 Uhr: München - Hierzulande erfreuen sich die beiden Shows „The Voice of Germany“ und „The Voice Kids“ großer Beliebtheit. Mit Jury-Mitgliedern wie Mark Forster, Sarah Connor oder auch Lena Meyer-Landrut und Wincent Weiss sind die berühmtesten deutschen Popmusiker auf den Sesseln versammelt. Bei der niederländischen Version der Show gibt es nun einen Skandal, der durch die Presse zieht. Und dafür sorgt, dass laut dpa die Show abgesetzt wird.

„The Voice“-Skandal: Widerliche Übergriffe, sogar Vergewaltigung?

Im Skandal um sexuelle Übergriffe bei der Casting-Show „The Voice of Holland“ ist gegen einen Coach mindestens eine Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet worden. Eine junge Kandidatin der Show beschuldigte den prominenten niederländischen Rapper Ali B., er habe sie zum Sex gedrängt und seine Machtposition ausgenutzt.

Über den Vorfall berichtete sie im Online-Programm „Boos“ des öffentlich-rechtlichen Senders BNNVARA am Donnerstag. Der Skandal um die Castingshow ist die bisher größte #MeToo-Affäre in den niederländischen Medien. Der Rapper weist die Vorwürfe zurück.

Dutzende von meist jungen Frauen berichteten bei „Boos“ von sexuellen Übergriffen in der Show und beschuldigen den Bandleader, den Coach und einen Regisseur.

„The Voice Kids“ auch betroffen: Übergriffe auch auf Kinder?

Auch ein bekannter Sänger und Coach bei der Casting-Show „The Voice Kids“ wird der Übergriffe auf sehr junge Mädchen bezichtigt. Der Medien-Unternehmer und langjährige Produzent, John de Mol, äußerte sich schockiert. Er wusste seit 2019 aber von einem Fall, wie de Mol in der Sendung berichtete. Im Frühjahr 2019 habe eine Kandidatin über sexuelle Anspielungen und Avancen des Bandleaders Jeroen Rietbergen (50) geklagt. „Ich bin furchtbar wütend geworden“, sagte de Mol.

Er habe Rietbergen mit dem Rauswurf gedroht. De Mol hatte das Format entwickelt und bis Ende 2019 produziert. Der Musiker Rietbergen war Lebenspartner von de Mols Schwester Linda. Die prominente TV-Moderatorin brach inzwischen die Beziehung ab. Sie und auch ihr Bruder John beteuern, dass sie von allen weiteren Vorwürfen nichts wussten. Rietbergen hatte jetzt Machtmissbrauch zugegeben und war zurückgetreten. Der TV-Sender RTL Nederland setzte die Show vorerst ab und kündigte eine Untersuchung an. (ank mit dpa)

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