"Ich fühle mich wie vor einem Banküberfall"

So tickt der neue Pathologe im Franken-Tatort

Psychologiestudent, Pizzabäcker und TV-Pathologe: Benjamin Griebel verstärkt das „Tatort“-Team.

Nürnberg - Die ersten Szenen sind im ­Kasten. Und so langsam, ganz langsam, legt sich das Lampenfieber bei Benjamin Griebel. Der 33-Jährige verstärkt als Pathologe Lutz Kranich das Ermittlerteam im zweiten Franken-Tatort.

 Es die erste größere Rolle in einem Fernsehfilm, und ­Griebel, der schon beim ersten Tatort-Casting war und den Verantwortlichen offensichtlich in Erinnerung geblieben ist, kann sein Glück kaum fassen. „Ich fühle mich ein bisschen wie vor einem Banküberfall“, sagt er im tz-Gespräch. „Nicht, dass ich damit Erfahrung hätte, aber es herrscht einfach eine positive Anspannung.“ Daran, dass den ersten Fall über 12 Millionen Zuschauer gesehen haben, mag er gar nicht denken. „Das verdränge ich“, sagt er. „Die Fallhöhe ist natürlich sehr hoch.“

Komplett von der Schauspielerei leben kann der zurückhaltende Unterfranke, der seit einem knappen Jahr in Bamberg lebt, noch nicht. Er hat sich ein zweites Standbein gesucht und studiert im zweiten Semester Psychologie. „Mich nur auf die Schauspielerei zu verlassen, war mir zu unsicher“, sagt er.

Das „Tatort“-Team mit ­Andreas ­Leopold Schadt, Dagmar Manzel, Fabian Hinrichs, Eli Wasserscheid und Matthias Egersdörfer (v. li.).

Dreimal die Woche arbeitet er außerdem als ­Pizzabäcker in einer Bamberger Studentenkneipe. Während er den Teig rollt und knetet, geht er im Geiste seinen Text für den Tatort durch, der seit zwei Wochen in der Nähe von Nürnberg gedreht wird. Erste Einblicke in die Episode mit dem Titel Das Recht sich zu sorgen gab’s gestern in Röthenbach an der Pegnitz. Ein Gasthaus ist im Film Schauplatz eines Mordes. Die Tochter der Wirtsleute findet ihre Mutter erwürgt in der Gaststube auf. Nur einer von drei Fällen für die Ermittler Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs): In der Knochensammlung des Instituts für Anatomie der Universität Würzburg stößt ein Doktorand auf einen fremden Schädel, und vor dem Nürnberger Polizeipräsidium protestiert eine Frau gegen die Weigerung der Ermittler, ihren vermissten erwachsenen Sohn zu suchen.

Die Erwartungen an den nächsten Fall des fränkischen Ermittlerteams sind nach dem fulminanten Einstand im April dieses Jahres hoch. Im Frühjahr 2016 soll der Tatort ausgestrahlt werden, der noch bis zum 13. August gedreht wird.

thy/aki

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