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„Traumschiff“: Collien Ulmen-Fernandes erzählt bittere Wahrheit über die Dreharbeiten

Der Einstand für Collien Ulmen-Fernandes beim ZDF-„Traumschiff“ hätte durchaus besser verlaufen können. Aber Corona spielte bei den Dreharbeiten eine entscheidende Rolle.

München - Auf dem ZDF wird wieder in See gestochen. Am Ostersonntag läuft im Zweiten die 90. Folge des Quotenwunders „Traumschiff“. In dieser Folge geht es für die Besatzung um Kapitän Max Parger, gespielt von Florian Silbereisen, auf die Malediven. Zum ersten Mal mit an Bord ist die Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes. Sie spielt die Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado. Der Bild am Sonntag (BamS) verriet sie, dass bei ihren ersten Drehs nicht alles so lief, wie sie sich das vorgestellt hatte.

ZDF-Traumschiff: Strenge Corona-Sicherheitsmaßnahmen beim Dreh

Das ZDF-„Traumschiff“ ist ja dafür bekannt, die exotischsten Ziele anzusteuern. Darauf hatte sich bestimmt auch die neue Schiffsärztin Collien Ulmen-Fernandes gefreut. Jedoch waren die ersten Drehtage für die 39-Jährige eher ernüchternd. „Beim Oster-Traumschiff wurden die Schiffsszenen in Emden gedreht. Jetzt haben wir gerade zwei Folgen in Bremerhaven abgedreht. Wenn ich aus dem Fenster meiner Kabine guckte, sah ich kein Wasser, sondern den Mitarbeiterparkplatz der Lloyd Werft“, sagt sie zur BamS.

Dann ging es für die Neue an Bord doch noch nach Übersee - besser gesagt auf die Malediven. Aber selbst auf der Tropen-Insel im Indischen Ozean kann man Corona nicht entfliehen. Ulmen-Fernandes berichtet von strengen Sicherheitsmaßnahmen bei den Drehs. „Alle Hotelangestellten mussten zwei Wochen auf eine Quarantäne-Insel und wurden regelmäßig getestet.“

ZDF-Traumschiff: Wegen Corona - TV-Produktion muss komplett umplanen

So weit, so gut. Dann schlug bei den Dreharbeiten zur 91. Folge Corona richtig zu. Ursprünglich war geplant, dass im Januar in Finnland gedreht werden sollte. Doch „Corona hat die Planungen etwas durcheinander gewirbelt“, sagt die 39-Jährige. „Vier Tage vor Drehbeginn wurde ein Einreisestopp an unserem eigentlichen Reiseziel verhängt.“ Damit nicht genug. „Die Drehbücher wurden ausgetauscht und wir fuhren nicht mehr in die Kälte, sondern in die Wärme“, so Collien Ulmen-Fernandes. Es ging statt nach Finnland wieder auf die Malediven. Die Episode soll aber laut BamS in Namibia spielen.

Was macht man beim Film also, wenn sich das gesamte Setting geändert hat? Richtig! Man muss ein neues Drehbuch schreiben. „Die Episodendarsteller bekamen fix neue Rollen verpasst, und wir alle mussten neuen Text lernen“, erzählt die Schiffsärztin. Dann zurück in Deutschland ging es auf die MS Amadea. Dort verbrachten die Schauspieler wegen Corona fast einen Monat in annähernder Quarantäne - das Team durfte das Schiff kaum verlassen, so Ulmen-Fernandes.

Um sich die Zeit zu vertreiben, nutzte die Schauspielerin die Gunst der Stunde und machte ein Praktikum im Schiffshospital. „Wir waren fast alle über einen Monat auf dem Schiff.“ Außerdem verbrachten die Team-Mitglieder einige gesellige Gemeinschaftsabende. „Wir haben eine Traumschiff-WhatsApp-Gruppe. Da verabredet man sich abends dann mal zum Bingo oder Spieleabend. Wir sind ja alle getestet und vor­sichtig“, sagt Ulmen-Fernandes. (tel)

Rubriklistenbild: © Dirk Bartling/ZDF/dpa

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