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„Borowski und das Haus am Meer“

TV-Kritik zum ARD-„Tatort“ aus Kiel: Luft nach oben

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Was ist passiert? Die Kinderpsychologin Karen Matthiesen (Ute Hannig) arbeitet mit Borowski (Axel Milberg, re.) zusammen und befragt Simon (Anton Peltier). 

„Der Opa ist tot. Ein Hund hat sich auf ihn gestürzt“, sagt der achtjährige Simon (Anton Peltier) – und seine Zeugenaussage ist bei Weitem nicht das Wirrste im jüngsten Kieler „Tatort: „Borowski und das Haus am Meer“, der gestern im Ersten lief.

  • Im ARD-“Tatort“ „Borowski und das Haus am Meer“ ermitteln Axel Milberg und Almila Bagriacik in einem mysteriösem Mordfall
  • Der Krimi aus Kiel konfrontiert die Zuschauer zunächst mit einem anstrengenden Durcheinander
  • Ein eigenwilliges Erzählmuster macht der Film unnötig kompliziert

Der Film springt von einem Handlungsstrang zum nächsten, zeigt mal die Kommissare, dann die Pfarrersfamilie mit dem an Alzheimer erkrankten Opa Heinrich, dann die geheimnisvolle Inga (Jannie Faurschou) auf einem Segelschiff. Ein anstrengendes Durcheinander, das den Film unnötig kompliziert macht. Der Zuschauer verbringt die ersten Szenen damit, zu rätseln, wie denn die zahlreichen Situationen und Personen nun zusammenpassen.

ARD-“Tatort“ aus Kiel: Erzählmuster führt zu seltsamen Situationen

Warum zum Beispiel schon der erste Zeitsprung drei Tage zurück erfolgt, nachdem Kommissar Borowski (Axel Milberg) in der Anfangsszene nur auf ein heruntergekommenes Haus starrt, erschließt sich nicht. Die Szene macht den „Tatort“ weder spannender noch ist sie prägend. Später führt das eigenwillige Erzählmuster zu der seltsamen Situation, dass Inga von den Ermittlern nach dem Mord an Heinrich befragt wird – der Zuschauer weiß da noch gar nicht, dass seine Leiche gefunden wurde. Die eigentliche Täterin darf in diesem Durcheinander abtauchen. Obwohl sie Borowski in der Nähe des Tatorts über den Weg läuft, konzentrieren sich die Ermittlungen auf andere Verdächtige.

Hat man die Anfangsphase überstanden, nimmt der Krimi langsam Fahrt auf (Regie: Niki Stein). In ruhigen, mystisch angehauchten Bildern erzählt er von Traumata und einer Abrechnung. Zum Glück konzentriert sich der Film nicht darauf, dem Buben zu entlocken, was er tatsächlich gesehen hat. Stattdessen taucht er in die Vergangenheit des Opfers ein und liefert, schließlich packend erzählt, mehrere Mordmotive. Zahlreiche Themen (Pflege von Angehörigen, gestörte Vater-Sohn-Beziehungen, anti-autoritäre Erziehung) werden aufgegriffen, aber leider nur oberflächlich behandelt. Genauso verhält es sich mit den Figuren im Film. Sie bleiben farblos und seltsam distanziert. Borowski agiert gewohnt kühl und mit sympathischer Kauzigkeit. Die taffe Kommissarin Mila Sahin (Almila Bagriacik), nun zum dritten Mal an seiner Seite, ergänzt das Kieler Ermittlungsteam gut. Auch wenn sich die gemeinsamen Szenen in dieser Folge in Grenzen halten. Da ist Luft nach oben.

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