Verspätungen bis zu 17 Minuten

Mehrere Live-Pannen an einem Tag: ARD-Gruppe versinkt kurzzeitig in TV-Chaos

Die „hessenschau“ im HR hatte technische Probleme. Moderatorin Kristin Gesang machte die TV-Zuschauer darauf aufmerksam
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Die „hessenschau“ im HR hatte technische Probleme. Moderatorin Kristin Gesang machte die TV-Zuschauer darauf aufmerksam

TV-Zuschauer, die die „hessenschau“ am Abend des 25. März anschauen wollten, starteten mit einigen Minuten an Verzögerung. Der Grund: akute Serverprobleme.

Frankfurt a. Main - Pünktlich um 19:30 Uhr sollte die „hessenschau“ im Hessischen Rundfunk (hr) starten, eigentlich. Stattdessen bekamen die TV-Zuschauer weiterhin die Sendung „Alle Wetter“ zu sehen und wunderten sich höchstwahrscheinlich über die Überziehung der Show. Schon am Mittag hatte der RBB große technische Probleme gehabt - und am Abend überkam die TV-Panne dann den hr. Die „hessenschau“ startete also um 19:35 Uhr.

TV-Panne: Der wahre Grund hinter dem Live-Chaos

Wie das Online-Portal DWDL.de berichtet, wurde dem TV-Team etwas an Zeit gegeben, um die „hessenschau“ doch noch wieder zum Laufen zu bringen. Doch es hakte auch noch etwas um 19:35 Uhr. Moderatorin Kristin Gesang erklärte den Zuschauern vor laufender Kamera: „Wir haben enorme technische Probleme. Aber wir sind froh, dass wir für Sie da sind. Sie werden keine bunten Bilder neben mir sehen, das geht nicht. Unsere Filme sind auch nicht so, wie wir sie gerne hätten. Wir müssen die Kurzfassungen senden vom Nachmittag. Aber wir geben Gas und machen gutes Programm für Sie!“. Doch nach dem ersten Einspieler hatte die Technik wieder soweit alles im Griff. Doch wieso kam es zu dieser technischen Panne?

hr-Sprecher Christian Bender erklärt auf Anfrage von DWDL.de die TV-Panne so: „Es gab heute technische Probleme mit unserem Schnittserver, auf dem alle Beiträge zentral abgelegt werden. Die Filme konnten aber im Laufe der um viereinhalb Minuten verspäteten ‚hessenschau‘ wieder abgerufen werden, so dass lediglich ein Beitrag in der Kurzform vom Nachmittag gesendet werden musste“. Dennoch fehlten wohl an manchen Stellen Hintergründe und Bauchbinden. Die Probleme beim hr sorgten selbstverständlich für Aufregung innerhalb der ARD. Ob es ein Hacker-Angriff war? Wie DWDL.de berichtet, liegt der letzte große Hacker-Angriff auf ein Medienhaus nur wenige Monate zurück, als die Zeitungen der Funke Mediengruppe Ende 2020 Opfer wurden.

TV-Panne: „ARD-Mittagsmagazin“ nach 17 Minuten Verspätung erst auf Sendung

Eine fehlerhafte Hardware-Komponente sei auch der Grund dafür gewesen, dass das „ARD-Mittagsmagazin“ erst 17 Minuten später auf Sendung ging. Der IT-Abteilung gelang es erst eine Stunde später das Netzwerk des Senders wieder herzustellen. Für solche TV-Pannen sind Sender aber auch oft vorbereitet. Das Online-Portal berichtet weiterhin darüber, wie Produktions- und Betriebsdirektor Christoph Augenstein auf die Panne reagierte: „Wir haben Dank der Flexibilität der Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen und des schnellen Einsatzes unserer Fachleute in IT und Medienproduktion einen größeren und länger anhaltenden Ausfall verhindern können. Wir kennen inzwischen die technische Ursache des Fehlers, jetzt gilt es, die Wiederholung einer solchen Havarie auszuschließen“.

Für die Unannehmlichkeiten entschuldigte er sich ebenfalls bei den TV-Zuschauern: „Der Vorfall zeigt, wie stark wir auf funktionierende Technik und IT angewiesen sind, er zeigt aber auch, dass wir bei massiven Störungen schnell erfolgreich reagieren können. Alle, die durch die Störung Angebote des rbb nicht oder nur verspätet wahrnehmen konnten, bitten wir für die Einschränkungen um Entschuldigung.“ Derzeit wurden keine weiteren Störungen des Senders gemeldet.

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