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TV-Thriller „Blutholz“ mit Joachim Król im ZDF

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"Blutholz"
Hans Schüssler (Joachim Król) gerät bei seinen Ermittlungen in den rumänischen Karpaten in die Fänge von Gangstern. © Hannes Hubach/ZDF/dpa

Nicht nur in Brasilien werden ganze Wälder abgeholzt - auch mitten in Europa geschieht es. Von diesen dubiosen Geschäften handelt der Film „Blutholz“ im ZDF.

Berlin - Im rumänischen Siebenbürgen gibt es viele wunderschöne Wälder. Noch. Denn sie sind von illegalen Abholzungen bedroht. Ein deutscher Schnüffler gerät inmitten dieser Machenschaften und wird zudem mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert: der Thriller „Blutholz“ läuft am Montag um 20.15 Uhr im ZDF.

Hierher zurück kommen wollte er nie wieder, doch nun ist er doch in seiner Geburtsstadt Brașov (deutsch: Kronstadt) angelangt. Der Sicherheitsmann Hans Schüssler (Joachim Król) geht einem lukrativen Auftrag nach: Er soll den vermissten deutschen Manager eines internationalen Holzkonzerns aufspüren. Die junge Firmenanwältin, Katja Schöne (Alina Levshin), wird von ihrem Chef Gerd Sasse (Alexander Beyer) angewiesen, Schüssler bei seiner Suche zu unterstützen.

Schüssler hat es aber nicht leicht. Schöne erweist sich aber als ebenso schlitzohrig wie Sasse, ein rumänischer Kommissar und ein windiger Bauunternehmer. Schüssler trifft auch auf seine alte Jugendliebe Silvia (erblondet: Désirée Nosbusch), die als Bürgermeisterin kandidiert und sich durchaus verdächtig verhält. Überhaupt die Vergangenheit: Der Privat-Ermittler kommt nach und nach einem Geheimnis aus seiner Kindheit auf die Spur.

Der Wald der Eltern ist verschwunden

Regisseur Torsten C. Fischer (60, „Tatort“, „Polizeiruf 110“) hat auch am Drehbuch mitgeschrieben und erzählt einen ziemlich komplexen Fall. Dieser ist - auch wegen vieler verschiedener Figuren - nicht so leicht zu durchschauen. Was aber klar als Frevel benannt wird, sind die Abholzungen in den rumänischen Urwäldern der Karpaten, die natürlich auch große klimatische und ökonomische Auswirkungen haben.

Joachim Król (65, „Endlich Witwer“, „Wunderschön“) spielt einen Mann ohne Illusionen. Die scheint er schon in seiner von Unterdrückung geprägten Jugend in Rumänien verloren zu habent. Schüsslers Liaison mit Silvia war ebenfalls kein Glück beschieden, auch wenn beide nun in vielen Erinnerungen schwelgen. Die große Abrechnung bleibt zwar aus, aber die menschlichen Enttäuschungen sind sehr greifbar. Es ist anrührend zu sehen, wie Schüssler in einem alten lindgrünen Dacia 1300 über das Land fährt, um schließlich feststellen zu müssen, dass auch der Wald seiner Eltern verschwunden ist. dpa

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