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„TV total“ punktet mit Mega-Quote - auch Politik-Sendung profitiert von neuem Sendeplatz

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Von: Julia Hanigk

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Sebastian Pufpaff bei „TV total“.
Sebastian Pufpaff bei „TV total“. © ProSieben/Willi Weber

Das „TV total“-Comeback mit Sebastian Pufpaff holte Traum-Quoten für ProSieben. Besonders die junge Zielgruppe wollte sehen, wie sich „der Neue“ macht.

München - Derzeit herrscht eine richtige Retro-Welle im deutschen Fernsehen. Das Comeback von „Wetten, dass.. ?“ mit Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker sorgte für Traumquoten beim ZDF, 14 Millionen Menschen schalteten ein. Eine Anknüpfung an gute alte Zeiten. Einen solchen Erfolg wollte nun auch ProSieben mit seinem Revival von „TV total“ landen.

„TV total“ (ProSieben) landet Mega-Erfolg bei den Zuschauern

Die Show läuft ab jetzt wöchentlich, jeden Mittwoch um 20.15 Uhr. Der altbekannte Moderator, Stefan Raab, das Aushängeschild der Show, wurde allerdings durch den Kabarettisten Sebastian Pufpaff ersetzt. Nichtsdestotrotz sorgte direkt die Startfolge für top Quoten beim Privatsender, ein gelungener Start.

Besonders das junge Publikum der Zielgruppe sorgte für überragende Einschaltquoten: 2,11 Millionen der 14- bis 49-Jährigen schalteten ein und sorgten für einen stolzen Marktanteil von 27,2 Prozent (Zahlen: dwdl.de). Das sorgte für den Tagessieg in dieser Altersgruppe. Insgesamt verfolgten 2,86 Millionen Menschen das „TV total“-Comeback mit Sebastian Pufpaff. Ein Marktanteil von 9,5 Prozent, was ein Vielfaches des normalen Niveaus ist. Auch im Netz feierten die Zuschauer das Comeback. Und das, obwohl sich viele vorab sehr kritisch äußerten.

„TV total“ (ProSieben) beschert auch Zervakis-Opdenhövel-Show eine Traum-Quote

Trotz eines gelungenen Übergangs der Comedy-Sendung zum News-Magazin von Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel, bei dem sich alle Moderatoren erst einmal gegenseitig mit den typischen „TV total“-Fernseh-Schnipseln aufs Korn nahmen, konnte „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ nicht an den gleichen Zuschauererfolg anknüpfen. Viele aus dem Publikum schalteten wieder weg, als ihre Lieblingssendung aus den 2000er-Jahren vorbei war.

Das Magazin startete mit einem Beitrag über Pufpaff, doch über die gesamten 100 Minuten der Sendung erreichte es nur noch 1,01 Millionen Leute. Diese Zahl muss allerdings in Relation gesehen werden, denn: Es handelt sich tatsächlich um doppelt so viele Menschen wie am vorherigen Sendeplatz am Montagabend. Auch die relevante Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren war angetaner durch den neuen Sendeplatz: Ganze 11,4 Prozent verfolgten das Magazin. Damit kann also auch das als Erfolg gewertet werden.

Anknüpfen an alte Erfolge - wegen der Streamingplattformen

Doch warum haben die Sendungen aus vergangenen Zeiten eigentlich gerade so viel Erfolg? „Die Sender knüpfen mit der Wiederholung erfolgsbewährter Showformate an etablierte Erlebnisdimensionen des Mediums an. Damit grenzen Sie sich unter anderem von der neuen Konkurrenz der Videostreamplattformen ab.“ Gleichzeitig seien Showformate aber auch „Visitenkarten“, die zur Profilbildung beitrügen. Die erklärte Medienforscherin Joan Bleicher vom Institut für Medien und Kommunikation der Uni Hamburg gegenüber der dpa.

Am 26. November geht auch Sat.1 mit einem Revival ins Rennen um die Quoten: Der Sender zeigt neue Folgen der 90er-Jahre-Spielshow „Geh aufs Ganze!“ mit Jörg Draeger. (jh)

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