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tz-Interview: Andy Borg startet mit neuem TV-Format

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Von: Astrid Kistner

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„Ich war nach dem Stadl-Aus ja nicht weg vom Fenster“, sagt der gut gelaunte Andy Borg (55) im tz-Gespräch.
„Ich war nach dem Stadl-Aus ja nicht weg vom Fenster“, sagt der gut gelaunte Andy Borg (55) im tz-Gespräch. © fkn

München - Am Sonntag meldet sich der Ex-Musikantenstadl-Moderator mit einem neuen Fernsehformat zurück: Andy Borg bei Freunden (Melodie TV). Borg führt durch Kärnten. Unser tz-Interview.

Mit seinem größten Hit Adios Amor nahm Andy Borg (55) im Juni 2015 wehmütig Abschied von der Bühne des Musikantenstadl (ARD). Doch am Sonntag meldet er sich mit einem neuen Fernsehformat zurück: Andy Borg bei Freunden (Melodie TV). Borg führt durch Kärnten. Unser tz-Interview:

Herr Borg, welche Freunde haben Sie auf Ihrer musikalischen Reise denn besucht?

Andy Borg: Der Titel klingt, wie wir Wiener sagen, a bisserl aufgeblasen. Die Dreharbeiten haben viel Spaß gemacht, wir hatten eine richtig gute Zeit. Ich freu mich auf die Ausstrahlung, auf eine Sendung mit vielen tollen Impressionen und vor allem mit Musik. Ich reise durchs wunderschöne Kärnten und treffe musikalische Wegbegleiter. Liebe Kollegen wie das Nockalm Quintett, Olaf der Flipper, die Paldauer und einige mehr …

Alles Freunde?

Borg: Nein, das ist wie überall. Das kennen Sie doch auch, wenn Sie in die Redaktion kommen. Manche Menschen begrüßt man überschwänglich, mit denen ist man eng verbunden, und bei anderen gibt’s nur ein Kopfnicken. Das ist in der Volksmusikbranche nicht anders. Andy Borg bei Freunden bezieht sich außerdem nicht nur auf die Kollegen, sondern auch auf Land und Leute.

Die Sendung wurde in einigen Medien als Ihr TV-Comeback angekündigt …

Borg: Autsch, das tut weh.

Wieso?

Borg: Weil das Quatsch ist. Ich hatte ja keine TV-Pause, ich war nicht weg vom Fenster. Diese Aufmerksamkeit um jede Show, die ich moderiere rührt von dem Medienrummel, den es im letzten Jahr um den Musikantenstadl gab. Ich sehe das nicht so spektakulär.

Im Gegensatz zu Ihren Fans, die nach Ihrem Abschied Sturm gelaufen sind. Hat Sie das Thema nicht auch permanent im Alltag verfolgt?

Borg: Ja, doch, aber ich bin Anteilnahme gewohnt, weil ich mich noch nie vor dem Publikum versteckt hab – auch in der Fußgängerzone nicht. Und ich hab ja auch andere Fans als etwa Tokio Hotel. Meine Leute sind erwachsene Menschen, die wissen, dass das Leben nicht immer gerade verläuft. Als die gesehen haben, dass der klaane dicke Wiener, der den Stadl moderiert, raus ist, haben sie sich solidarisiert. Ich hatte rund 400 000 Facebook-Einträge auf meiner Seite.

Wie hat sich Ihr Leben seit dem Stadl-Aus verändert?

Borg: Gar nicht, weil ich während meiner Stadlzeit weiter als Sänger auf der Bühne gestanden bin und auch in anderen Sendungen zu Gast war oder Moderator von Musik-Beiträgen bei Melodie TV war. Ich war zu Gast bei Florian Silber­eisen, Carmen Nebel, Stefan Mross, Andrea Kiewel … Mein Alltag ist weitgehend gleich geblieben. Da gibt’s nur eine Kleinigkeit.

… und die wäre?

Borg: Bei meinen Auftritten merke ich, dass die Leute auf meinen Hit Adios Amor, den ich auch bei meinem letzten Stadl gesungen habe, abfahren, als wäre er gerade erschienen.

Wie sieht’s sonst aus?

Borg: Ich bin nach wie vor als „Schlagerfuzzi“ unterwegs und trete auf. Als Musikant liebe ich es, auf der Bühne zu stehen. Es gibt viele Ideen und Projekte für die Zukunft, aber ich hab’s in den letzten 33 Jahren so gehalten: Wenn was nicht in trockenen Tüchern ist, reiße ich den Mund nicht auf.

Hatte das „Stadl“-Aus auch etwas Gutes?

Borg: Sagen wir so: Ich hab schon gewusst, dass ich beliebt bin, aber dass mein Ausstieg die Leute so auf die Palme bringt, das tut einem 55-Jährigen schon gut.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Borg: Es wäre vermessen, sich etwas anderes zu wünschen, als ich schon habe. Ich bin in Bayern zu Hause und glücklich verheiratet – und Musik machen darf ich auch. Wenn ich unterwegs bin, einen tollen Auftritt habe und es nach dem Konzert schaffe, um 0.05 Uhr wieder im Sendegebiet von Bayern 1 zu sein, dann fühl ich mich einfach nur rundum dahoam.

„Andy Borg bei Freunden“, Sonntag, 20.15 Uhr, Melodie TV

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