Erfolgreichstes Politmagazin im deutschen TV

Der tz-Report über report

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Das erfolgreiche „report München“-Team (v. li.): Redakteurin Birgit Kappel (vorne), Redakteur Stefan Meining (hinten, seit 1994 dabei), Cutter Ludwig Roll (seit 20 Jahren dabei), Volontär Hendrik Loven, Redaktionsleiter Stephan Keicher und Redakteurin Marie von Mallinckrodt

München - "report München" ist das erfolgreichste Politmagazin im deutschen Fernsehen. Am Dienstag befasst sich die Sendung mit dem Thema Kinderhandel.

Claudia Schick moderiert seit Januar 2006 „report München“ in der ARD. Sie ist seit vielen Jahren als Reporterin für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ tätig. Darüberhinaus präsentiert sie auch das hr-Wirtschaftsmagazin „m€x“

Sie recherchieren hartnäckig und unerschrocken, sie sind rund um die Uhr im Einsatz –und sie sind Journalisten mit Leib und Seele: das Redaktions-Team von report München des Bayerischen Rundfunks. Dieses unermüdliche Engagement der insgesamt 15-köpfigen Mannschaft, darunter vier festangestellte Redakteure, ist von den Zuschauern belohnt worden: report München, das jeden dritten Dienstag im Ersten gesendet wird, ist das erfolgreichste Politmagazin im deutschen Fernsehen. Mit 3,74 Millionen Zuschauern (Marktanteil 13 Prozent) liegt das BR-Format an der Spitze.,

Stephan Keicher, 50 Jahre alt und Leiter der report München-Truppe, führt den Erfolg des BR-Formats auf den „guten Themenmix“ in der Sendung zurück. „Wir bieten exklusive Informationen und seriöse Reportagen zu Fragen, die Deutschland bewegen. Und: Investigativ – das ist unser Anspruch“, sagte Keicher der tz.

Wie vielfältig das Themenspektrum ist, zeigen die Beiträge, die im vergangenen Jahr ausgestrahlt wurden. report München beschäftigte sich unter anderem mit mehreren Beiträgen mit den Pannen im Zusammenhang mit der Fahndung nach dem Terrortrio NSU, mit den Folgen der Energiewende (Gefährliches Fracking bei der Erdgasförderung, Schmutziger Sprit aus Ölsand in Nordamerika), Pflegenotstände in Altersheimen sowie Analysen über die Banken- und Wirtschaftskrisen.

Seit fünf Jahrzehnten ist report München auf Sendung. Am 5. August 1962 sendete der BR seine erste Magazinsendung unter dem Namen report. Erfinder des Titels ist der mehrfach ausgezeichnete Journalist Dagobert Lindlau, heute 82 Jahre alt. Er bereiste viele Jahre als ARD-Chefreporter die ganze Welt. 749 Folgen sind bisher ausgestrahlt worden. Viele Filme des bayerischen Politmagazins sorgten für Schlagzeilen, deckten Skandale und Missstände auf. So zum Beispiel, als die Reporter aus München im Jahr 1984 einen Bericht über den geheimen Bundeswehrplan 1985-1997 gesendet hatten. Die Bundesanwaltschaft ließ daraufhin die Redaktionsräume durchsuchen. Auch die Recherchen zum CDU-Spendenskandal hatten weitreichende Folgen.

report München hat sich in den 50 Jahren nie gescheut, Stellung zu beziehen. „Natürlich beherrschen heute andere Themen die öffentliche Diskussionen. Klassische politische Themen wie Wiedervereinigung, Stasi-Debatte, Nachrüstung – all dies war damals interessant und hatte seine Berechtigung“, erklärt Keicher. Doch „die großen ideologischen Schlachten sind geschlagen“, so Keicher und fährt fort: „Heute fallen die klassischen politischen Themen weniger ins Gewicht. Energiewende, Gesundheitspolitik, Mieten, Bildung – das bewegt die Zuschauer heute.“

Tina Layes

Sigmund Gottlieb über das BR-Magazin

„Das Politmagazin report München des Bayerischen Rundfunks hat durch tiefgründige Recherche, intelligente Umsetzung und lebensnahe Themenauswahl die Herzen und Hirne unserer Zuschauer erreicht. Diese Sendung im Ersten ist ein großartiges Beispiel für seriöse Information. Seit fünf Jahrzehnten ist das Politmagazin am Puls der Zeit und ist ein wichtiger Faktor im Prozess der Meinungsbildung in Deutschland. Bis zu 4,2 Millionen Zuschauer haben 2012 in der ARD die report-Sendungen verfolgt und leidenschaftlich über die investigativen Recherchen diskutiert.“

BR greift das Thema Kinderhandel auf

Der schockierende ARD-Film Operation Zucker über das dreckige Geschäft Kinderhandel am vergangenen Mittwoch hat für großes Aufsehen in Deutschland gesorgt. Über sechs Millionen Zuschauer verfolgten den Thriller, der auf wahren Begebenheiten basiert. Hunderte E-Mails gingen nach der Ausstrahlung in der ARD-Zuschauerredaktion ein, mit der Bitte nach weiteren Informationen und aufschlussreichen Reportagen zu diesem Thema.

Das Team report München hat für den ARD-Film wichtige Informationen geliefert und recherchiert seit Dezember in den Abgründen des grausamen Kinderhandels.

Auch in dem BR-Politmagazin am Dienstag wird ein Beitrag über Zwangsprostitution und Kinderhandel gesendet. Der Film berichtet über die Lücken und Probleme beim Opferschutz und der Strafverfolgung. Dafür haben die Autoren in Rumänien recherchiert. Die Reporter werden in dem Bericht ein entlarvendes Interview mit einem Menschenhändler führen, der seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt. Von Rumänien aus werden unglaublich viele Kinder und junge Frauen nach Deutschland geschickt. Die Folgen für die Seele der Opfer sind schwer zu ermessen. Die Beratungsstelle Jadwiga beriet 2011 202 sexuell ausgebeutete Frauen wegen psychischer Probleme.

Laut Bundeskriminalamt wurden 2011 insgesamt 482 Verfahren im Bereich des „Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“ abgeschlossen.

„report München“, jeden dritten Dienstag, 21.45 Uhr, ARD

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