Sat.1 zeigt ersten Trailer

Udo Honig: So sieht es in seiner Zelle aus

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So sieht seine Zelle aus – zumindest die im Film! Udo Honig (l.) mit seinem Genossen und größtem Fan Stefan (Max von Thun).

München - Der Sat.1-Satirestreifen „Udo Honig – Kein schlechter Mensch“ wurde am Dienstag mit einem Trailer vorgestellt. Danach gewährte die Produktionsfirma UFA Fiction erstmals Einblick in die Fußball-Welt von Regisseur Uwe Janson.

Update vom 8. September: Am Dienstagabend lief die TV-Satire über Uli Hoeneß auf Sat.1. Eine Aneinanderreihung von Gags, aber recht lustig. Wir haben "Die Udo Honig Story" gesehen. Und verraten, was die besten Szenen waren. 

"Udo, vielleicht ist das auch eine neue Chance für dich“, sagt Honigs Ehefrau Marion, als ihr wegen Steuerhinterziehung verurteilter Gatte in seine Gefängniszelle in der JVA einpassiert. So beginnt der dreiminütige Trailer zum Sat.1-Satirestreifen „Udo Honig – Kein schlechter Mensch“ auf den Fall des Uli Hoeneß, der im Herbst 2015 über die Bildschirme flimmern soll. Der Sender zeigt dabei erstmals die Zelle, in der der Fußballmanager den Gefängnisalltag erlebt!

Am Dienstag wurden die Dreharbeiten auf dem Gelände der Bavaria Filmstudios beendet. Danach gewährte die Produktionsfirma UFA Fiction erstmals Einblick in die Fußball-Welt von Regisseur Uwe Janson. Doch um was geht es in dem Film, der das Leben des ehemaligen Bayern-Präsidenten bissig karikieren soll?

Bewegende Szene: Udo Honig und seine Mitstreiter vom FC Rot-Weiß Oberbayern auf dem Rathausbalkon.

Die JVA Bergland bekommt prominenten Zuwachs: Mit Fußballmanager Udo Honig, gespielt von Uwe Ochsenknecht, zieht ein ganz besonderer Insasse in das Gefängnis von Direktor Ludwig Moser (Heiner Lauterbach) ein. Die Parallelen zur Realität lassen sich kaum abstreiten. Honig, der sich aus eigener Kraft vom Metzgerjungen zu einem der mächtigsten Fußballpräsidenten der Welt hochgearbeitet hat, wurde wegen eines Steuerdeliktes verurteilt und lernt nun eine für ihn völlig fremde Welt und Hierarchie kennen. „Draußen bist du vielleicht ein Großer, aber hier drin bist du niemand“, raunt ihn ein gefürchteter Insasse in der Gefängniskantine an.

Doch Honig wäre nicht Honig, wenn er sich nicht schnellstens auf seine bekannten Stärken besinnen würde. Er bringt die finanziell marode JVA wieder auf Vordermann – auch die hausinterne Metzgerei.

Die Fußballmannschaft, gespickt von jeder Menge schwerer Jungs, baut er auf und verbessert sie, in dem er beispielsweise dafür sorgt, dass die talentiertesten Häftlinge aus anderen Gefängnissen in die JVA Bergland „verpflichtet – ähhhh – verlegt“ werden, wie sich Boss Udo Honig im Film eindeutig zweideutig verhaspelt.

Doch der Erfolg verschafft Honig nicht den ersehnten Freigang. Denn die ambitionierte Gefängnispsychologin lässt sich von Honig nicht täuschen. Sie will vielmehr die Ursache für seine Zockerei an der Börse herausfinden.

Was die Schauspieler über den Film denken und was ihre größten Herausforderungen waren, lesen Sie im Folgenden…

Uwe Ochsenknecht

„Wie machst’n das jetzt?“, fragte sich Uwe Ochsenknecht, als er von seiner Titelrolle als Udo Honig erfuhr. Die besondere Schwierigkeit in der Umsetzung sieht der Schauspieler darin, „den perfekten Mittelweg zu finden.“ Einerseits könne man die Person Uli Hoeneß nicht realitätsgetreu darstellen, andererseits will man sich auch nicht über ihn lustig machen. „Es soll keine Comedy sein im Stil von Switch Reloaded“, meint Ochsenknecht. Ob der Film gut ankommen wird? „Keine Ahnung. Ich hab’ die Hosen voll!“

Heiner Lauterbach

Als Gefängisdirektor ist er dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. Heiner Lauterbach fühlt sich wohl in seiner Rolle als Ludwig Moser. Kein Wunder, hat er sich als Berater keinen geringeren als den übermächtigen Fußballmanager Udo Honig an seine Seite geholt. Doch wie hält es Lauterbach ganz privat mit dem Fußball? „Ich bin eigentlich Köln-Fan und fasziniert vom Fußball allgemein. Ich gehöre aber nicht zu der Sorte, die deshalb den FC Bayern automatisch hasst. Im Gegenteil: Die Münchner gehören zu den absoluten Top-Klubs in der Welt. Da darf man ruhig auch als Kölner mal begeistert sein.

Regisseur Uwe Janson

Und er ist der Macher des Satire-Streifens: Regisseur Uwe Janson sagt, es habe ihn sehr gereizt, die Geschichte dieses Mannes zu erzählen. Denn: „Das ist etwas, über das man streiten kann, ein menschliches Drama. Auf der einen Seite ist da dieser riesige Betrug. Auf der anderen Seite liegen die positiven Dinge, die Herr Hoeneß getan hat, auf der Hand. Vor allem der Punkt, an dem man keine Kontrolle mehr über sein Handeln hat, ist interessant: Es geht um die Fallhöhe.“ Ob Uli Hoeneß über Jansons neuestes Werk wird lachen können? „Ich würde es mir wünschen. Er kann sich auch ein bisschen geehrt fühlen.“

Johannes Heininger

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