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Walking-Dead-Star Lincoln alias Rick Grimes hört auf: „Das Ende wird großartig“

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Von: Dierk Sindermann

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Hört der Familie zuliebe auf: Andrew Lincoln.
Hört der Familie zuliebe auf: Andrew Lincoln. © AFP PHOTO / CHRIS DELMAS

Andrew Lincoln hat die Fans von „The Walking Dead“ (RTL 2) mit der Ankündigung geschockt, dass die kommende Staffel der beliebten Zombie-Serie gleichzeitig seine letzte sein wird.

Los Angeles - Serienheld Rick Grimes kämpft nur noch in sechs Episoden gegen die wandelnden Untoten. Wir haben Lincoln zum Interview getroffen.

-Sind Ihnen die Tränen gekommen, als bei den Dreharbeiten die letzte Klappe für Sie fiel?

Da nicht. Ich war nur erleichtert, so etwas Großartiges abgeschlossen zu haben. Da habe ich gar nicht ans Trauern gedacht.

-Später aber schon?

Natürlich! Ich war fast ein Jahrzehnt bei „The Walking Dead“ und habe eine unglaubliche Reise hinter mir. Nachdem ich den Abschied dann vor ein paar Tagen veröffentlicht habe, war ich sehr emotional. Ich bin aber nicht jemand, der in der Öffentlichkeit heult. Das hebe ich mir auf, wenn ich vor der Kamera stehe.

-Sie sind nicht mehr in allen Folgen der neunten Staffel zu sehen…

…dafür aber auf jeden Fall in den letzten beiden Folgen. Und ich verspreche Ihnen, es sind meine Lieblingsfolgen. Die besten, die ich je gedreht habe. Wie meine Geschichte endet, ist einfach großartig.

-Warum haben Sie denn die Entscheidung getroffen, aus der Serie auszusteigen?

Allein meiner Familie zuliebe. Meine beiden Kinder sind jetzt in einem Alter (Tochter Matilda ist elf, Sohn Arthur acht; Anm. d. Red.), in dem wir sie nicht mehr ständig mit ans Set schleppen können. Ich kann es nicht ertragen, dass sie es sich zu Herzen nehmen, wenn sie mich nur so selten sehen. Ich kann ihren Schmerz nicht ignorieren. Und meine Frau Gael hat lange genug alleinerziehende Mutter gespielt. Sie hat das großartig gemacht, aber fast zehn Jahre sind genug.

-Was werden Sie am meisten vermissen?

Die Sonnenaufgänge in Georgia auf dem Weg zur Arbeit, meine Cowboystiefel, meinen Stetson-Hut und meine Knarren. Und die Streiche, die wir uns alle gegenseitig gespielt haben. Ich werde natürlich vor allem die Kollegen und Crew vermissen, die Lebendigen und die Untoten.

-Gibt es auch Dinge, die Sie gar nicht vermissen werden?

Aber ja. Die Sonnenaufgänge auf dem Weg nach Hause von der Arbeit. (Lacht.) Das Klingeln des Weckers um 4.30 Uhr morgens, die Zecken und Schlangen. Und wie ich ständig mein hart verdientes Geld gegen meinen Kollegen Norman Reedus beim Backgammon verloren habe. Er ist der größte Glückspilz aller Zeiten.

-Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Ich habe meiner Frau vor neun Jahren versprochen, dass wir nach dem Ende der Serie zurück nach England ziehen. Es hat etwas länger gedauert. Wir wollten auf dem Land in der Nähe der Großeltern unserer Kids leben. Und das werden wir jetzt tun. Ich bin und bleibe ein stolzer Bürger Großbritanniens, habe aber Amerika lieben gelernt.

-Apropos Großeltern. Wie finden Ihre Kids, dass ihr Opa, Ian Anderson, eine Rocklegende ist?

Meine Kids sind ganz vernarrt in meinen Schwiegervater. Er ist einfach eine unglaubliche Nummer. Seine Band Jethro Tull spielt nach 50 Jahren immer noch in ausverkauften Häusern. Die Kids waren neulich zum ersten Mal bei einem Konzert und haben wie ihre Mutter früher vor der Halle Programme verkauft. Sie waren megastolz. Allerdings dürfen sie ihn nicht Opa nennen. Das mag er nicht. Er will nur Ian genannt werden. (lacht).

Das Interview führte Dierk Sindermann

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