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„Verbale Leichenfledderei“: ARD-Zuschauer erheben schwere Vorwürfe wegen Queen-Beerdigung

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Von: Lisa Siegle

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Die ARD-Talk-Sendung „Hart aber Fair“ steht derzeit wegen einer Sondersendung in der Kritik. Am Tag der Beerdigung der Queen diskutierte man über das Ende der Monarchie.

Berlin – „Hart aber Fair“: Der Titel der Sendung ist eigentlich Programm. Besonders „fair“ sei es nach Meinung von vielen Zuschauern in der Ausgabe von Montag (19. September) aber nicht zugegangen. Stattdessen werfen viele Fans der ARD in den sozialen Netzwerken jetzt „verbale Leichenfledderei“ vor und beschuldigen die Diskussionsteilnehmer der Sendung, sich völlig „daneben“, „pietätlos“ und „unter aller Sau“ verhalten zu haben, berichtet RUHR24.

TV-SendungHart aber Fair
Erstausstrahlung31. Januar 2001
BesetzungFrank Plasberg

„Verbale Leichenfledderei“: TV-Zuschauer machen ARD-Sendung harte Vorwürfe

Doch von vorne: Passend zum Thema des Tages lud Talkmaster Frank Plasberg (65) seine Gäste ein, über die britische Monarchie zu diskutieren. Die Sendung trug anlässlich der Beerdigung von Queen Elizabeth II. den Titel: „Der Queen-Abschied: Warum immer noch der Kult um Königshäuser?“

Am Tag der Beerdigung von Queen Elizabeth stellte Plasberg dann Fragen in den Raum wie „Was fasziniert heute noch so am Tamtam um Adel und Königshäuser? Zeigte die Queen, warum auch die Demokratie von einer Monarchie profitieren kann? Und täten auch uns solche Vorbilder gut?“

TV-Zuschauer machen ihrem Ärger über „Hart aber Fair“-Sendung in den sozialen Medien Luft

Nach Meinung der Zuschauer sei eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der britischen Monarchie am Tag der Beerdigung der britischen Königin jedoch völlig unangemessen (mehr Promi-News auf RUHR24 lesen).

Größter Kritikpunkt: Blogger Sascha Lobo (47) wetterte nur wenige Stunden nach dem Begräbnis der Monarchin über die „Vorfahren von Elizabeth, die furchtbare Verbrechen begangen haben. So zu tun, als sei die Beerdigung der Queen ein großer Tag, ein Symbol, das so gar nichts zu tun hat mit Kolonialismus, mit Rassismus, mit Sklaverei - das finde ich falsch.“

Die ARD-Talk-Sendung „Hart aber Fair“ steht derzeit wegen einer Sondersendung in der Kritik.
Die ARD-Talk-Sendung „Hart aber Fair“ steht derzeit wegen einer Sondersendung in der Kritik. © ARD / dpa Frank Augstein

Offene Türen rennt der Blogger mit seiner Meinung bei den ARD-Zuschauern allerdings nicht ein. Ganz im Gegenteil: Viele finden die Diskussion pietätlos und unangebracht und machen ihrem Ärger auf Twitter, Instagram und Facebook Luft.

ARD und ZDF ernten harte Kritik nach Queen-Beerdigung: Lindner will GEZ abschaffen

Für die ARD lag die Wahl des Themas aber offenbar auf der Hand: „Wenn (...) eine europäische Monarchin stirbt, die während 70 Jahren europäischer Geschichte auf dem britischen Thron saß und die Zeremonien rund um ihren Tod das Interesse von Millionen von Menschen erregen, dann ist es (....) möglich, dazu eine Sendung zu machen“, rechtfertigte sich der öffentlich-rechtliche Sender später.

Die Diskussion um die Sendung „Hart aber fair“ ist allerdings nicht die einzige Kritik, die sich das Erste rund um die Beerdigung von Queen Elizabeth anhören musste: Weil ARD und ZDF stundenlang parallel das gleiche Programm sendeten, fordert Finanzminister Christian Lindner nach der Queen-Beerdigung jetzt sogar eine Deckelung der GEZ-Gebühren.

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