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Frank Elstner nach „Wetten, dass..?“ aus dem Häuschen – selbst Sport-Kommentator bekommt sich nicht mehr ein

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Von: Philipp Kuserau

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Frank Elstner moderierte einst selbst „Wetten, dass..?“.
Frank Elstner moderierte einst selbst „Wetten, dass..?“. © Daniel Karmann/picture alliance/dpa

Frank Elstner sorgt mit seinem Gast-Auftritt bei „Wetten, dass..?“ für einen speziellen TV-Moment. Viele Zuschauer sparten jedoch nicht mit Kritik am Format.

München – Eine gute und unterhaltsame Show lebt von ihren besonderen Momenten. In Rückblick auf die Jubiläumsausgabe von „Wetten, dass..?“ am Samstagabend gab es viele Highlights, an die sich die Zuschauer gerne zurückerinnern werden. Ein ganz spezieller Moment war zweifelsohne jedoch, als mit Frank Elstner einer der größten Showmaster der deutschen Fernsehlandschaft die Bühne betrat. Was vor allem die jüngeren Generationen wohl nicht mehr wussten: Elstner war es, der „Wetten, dass..?“ vor rund 40 Jahren im Februar 1981 überhaupt zum Leben erweckte.

Thomas Gottschalk, der ab 1987 die Sendung moderierte, bereitete seinem Vorgänger einen dem Anlass entsprechend warmen Empfang. „Er hat die erste Wette präsentiert und er soll auch die letzte präsentieren“, kündigte Gottschalk vor der traditionellen „Bagger-Wette“ an. Ein rührender Moment. Das Publikum beschlich das Gefühl, die Zeit sei zurückgedreht worden. Elstner und Gottschalk harmonierten als Moderatoren-Duo während – die große Achtung voreinander war für Zuschauer deutlich zu spüren.

„Wetten, dass..?“: Elstner mit Rat an Gottschalk: „Rede mit dem Programmdirektor“

Elstner hatte sichtlich Spaß auf der „Wetten, dass..?“-Bühne – noch auf dem Sofa riet er Gottschalk, mit dem ZDF-Programmdirektor über eine Fortsetzung der Sendung zu sprechen: „Ich fordere dich heraus, rede mit dem Programmdirektor. Die Show muss man einmal im Jahr machen.“ Doch was vielleicht nicht gleich aufgefallen sein mag: Elster, 79 Jahre alt und Gottschalk trennen gerade mal acht Jahre Altersunterschied.

Tatsächlich war bei dieser Jubiläumsshow das Alter immer wieder Thema, natürlich immer in einen kleinen Witz gepackt. „Ich bin neidisch auf deine Haare. Mit 72 Jahren hast du mehr Haare als ich“, sagte etwa Gottschalk im Spaß zu Elstner. Der antwortete verdutzt: „72? Ich werde bald 80!“ Und es verwundert daher auch nicht, dass Elstner am Sonntag nach der Sendung mit Blick auf die Einschaltquote der 14-49-Jährigen ganz aus dem Häuschen ist. „4,34 Millionen Zuschauer in der Zielgruppe 14-49. 50,2% Marktanteil. Fühle mich gerade 30 Jahre jünger ;-) Danke!“, ist da in einem Post auf seinem Twitter-Account zu lesen.

„Wetten, dass..?“: Elstner freut sich auf Twitter - Buschmann schwärmt von Jubiläumssendung

Das ZDF konnte sich am Samstagabend ganz generell über eine sensationelle Einschaltquote mit einem Marktanteil von 45,7 freuen. Das Comeback von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass..?“ erlebten Millionen von Menschen in Deutschland mit, darunter auch Frank Buschmann. Der Moderator reagierte begeistert auf die Jubiläumssendung und schrieb unter den Tweet von Elstner: „Ganz großes Kino! Eine tolle Idee und ein unglaublich schöner Auftritt. Ich mag das! Kompliment auf allen Ebenen!“

Und auch sonst gab es zahlreiche positive Reaktionen auf das Comeback von Gottschalk bei „Wetten, dass..?“. Spiegel-Autor Markus Feldkirchen schrieb auf Twitter: „Das ZDF wäre verrückt, wenn es dieses Format nicht fortsetzen würde“. „Okay Leute, aber jetzt mal ernsthaft: Genau DAS ist Wetten, dass..?. Das ZDF wäre dumm, diese Show nicht als regelmäßiges Event zurück zu bringen“, hieß es in einem anderen Tweet. Ein anderer User erfreute sich ebenfalls am Auftritt von Frank Elstner: „Frank Elstner ist die menschgewordene Sehnsucht der Deutschen nach Anstand, Ruhe, leichtem Humor und Abkehr von der bösen Welt da draußen. Bonner Republik, Pils und Salzletten. Und es ist menschlich und es ist gut.“

„Wetten, dass..?“: Zuschauer echauffieren sich über Nicht-Einhaltung der Corona-Regeln

Teils gab es jedoch Stimmen, die das Format „Wetten, dass..?“ mit hunderten Zuschauern im Saal aufgrund der angespannten Corona-Lage in Deutschland kritisierten: „Man stelle sich Folgendes vor. Wir haben eine Pandemie und eine epidemische Lage, die Krankenhausampel in Bayern steht auf „Gelb“, die Maßnahmen verschärfen sich - und am Abend wird „Wetten dass“ in Nürnberg gespielt. Vor Publikum, gut besetzt, ohne Abstand und ohne Masken.“

Kein Abstand, keine Masken - auch andere Nutzer echauffierten sich darüber. „Ich würde ja gerne wissen, wie Eltern, die gestern Abend mit ihren Kindern „Wetten, dass..?“ geschaut haben, ihren Kindern erklären, dass diese am Montag in der Schule wieder Masken tragen müssen!“ Ein anderer User schrieb: „Bei „Wetten, dass..?“ waren alle „Geimpft, genesen oder PCR getestet.“ (wohlgemerkt ODER, nicht UND). Kann man ausrechnen, wie viele Ansteckungen es dabei gegeben haben könnte? Welches Risiko sind die Anwesenden eingegangen?“(kus)

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