Jubiläum des stillen Quotenhelden

"Wilsberg" im Zweiten feiert 20. Geburtstag

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Leonard Lansink feiert als „Wilsberg“ sein 20-jähriges Krimi-Jubiläum

München - Seit 20 Jahren gibt es den Privatermittler "Wilsberg" nun beim ZDF. Am Samstag läuft die 50. Folge der Erfolgsserie.

Er ist kein Freund der ­großen Worte. „Tag, Pils?“ – mehr müsse nicht sein, meint der gebürtige Westfale Leonard Lansink. Insofern verschmilzt der Schauspieler perfekt mit der Rolle des muffeligen Privatdetektivs Wilsberg, den er seit 20 Jahren spielt. Am Samstag zeigt das ZDF die 50. Episode der beliebten Krimireihe, die sich ohne viel Tamtam, aber mit viel Charme und Humor regelmäßig auf Platz eins der Quoten-Hitliste schiebt.

Obwohl Titelheld Wilsberg ziemlich griesgrämig sein kann, liebt die Fangemeinde den schrulligen Antiquar und Chaosdetektiv. Vielleicht, weil der Gefühlsminimalist mit dem zerknautschten Gesicht so wunderbar ungekünstelt daherkommt. Lansink selbst „stört es überhaupt nicht, dass die Leute Wilsberg rufen“, wenn sie ihn auf der Straße ­sehen. Die Serie sei ein Segen und kein Fluch, sagt der Wahlberliner, der am 7. Januar gleich noch einen Grund zu feiern hat: Er wird 60.

Doch bevor bei Lansink die Sektkorken knallen, muss erst noch ein neuer Fall gelöst werden: Ekki (herrlich verplant: Oliver Korritke) gerät nach einem gerichtlichen Disput mit der örtlichen Supermarktfiliale unter Verdacht, den Geschäftsführer umgebracht zu haben. Und da es für den Kumpel alles andere als rosig aussieht, streift Privat­schnüffer Georg Wilsberg den Kittel über und mischt sich als Regal­auffüller unter die Belegschaft. Der Beginn abenteuerlicher Ermittlungen, bei denen Wilsberg einen Biobrathähnchen-Skandal, Abschreibungsbetrug und Steuerdelikte von beachtlichem Ausmaß aufdeckt. Schon bald muss Kommissarin Springer (Rita Russek) anrücken, um die wirklichen Bösewichter hinter Schloss und ­Riegel zu bringen.

Aus der Feder des erprobten Wilsberg-Autoren Eckehard Ziedrich ist ein launiger Schmunzelkrimi geflossen, der sich zum runden Jubiläum sehen lassen kann. Lansink träumt derweil schon vom 75. Fall, den er gern noch fürs ZDF lösen würde, und von einem Sender­übergreifenden Projekt: einem Doppel mit den Münsteraner Kollegen vom ARD-Tatort. Axel Prahl, Jan Josef Liefers und Leonard Lansink würden zweifellos ein illustres Trio abgeben.

„Wilsberg“

Samstag, 20.15 Uhr, ZDF

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