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ZDF zeigt Doku über Monacos unglückliche Fürstinnen: Fluch der Riviera!

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Von: Katja Kraft

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Freude schaut anders aus: Charlène von Monaco. ZDF
Freude schaut anders aus: Charlène von Monaco. ZDF © ERIC GAILLARD

Liegt ein Fluch über dem Fürstentum Monaco? Die ZDFzeit-Dokumentation „Monacos unglückliche Fürstin“ widmet sich Charlène von Monaco und ihren Vorgängerinnen Grace Kelly und Caroline von Hannover. Keine war wirklich glücklich. Unser TV-Tipp.

Es ist schon von einer besonderen Hässlichkeit, dieses Fürstentum Monaco. Aber, herrje, reizen tut’s halt doch. Zwei Quadratkilometer klein ist der Stadtstaat an der Côte d’Azur. Grauenhaft verbaut, zugeparkt mit dicken Karren; und wenn man sich ein coupe de champagne in der Bar Américain im Hotel de Paris gönnt, weiß man bei den Damen, die einen da umschwirren, nie so recht, ob sie wegen der Drinks gekommen sind – oder doch eher wegen der Herren mit den gut gefüllten Portemonnaies.

Grace Kellys Erben Albert und Charlène von Monaco, Caroline von Hannover und Pierre und Charlotte Casiraghi
73107-0-3.jpg © ZDF und afp / hache, valery

Viele dieser Ladys könnten meinen: Hier Fürstin zu sein, das ist das größte Glück. Wer am 16. August um 20.15 Uhr die ZDF-Dokumentation „Monacos unglückliche Fürstin“ anschaut (schon jetzt in der ZDF-Mediathek), bekommt einen etwas anderen Eindruck. Untertitel: „Der Fluch der Grimaldi-Frauen“. Aufhänger für Anne Kauths 44-minütigen Film ist die derzeitige erste Frau in Monaco, Charlène. Leider lässt die Dokumentation völlig aus, wie die Südafrikanerin und Fürst Albert einander kennengelernt haben. Stattdessen geht Kauth gleich auf das derzeitige Desaster ein: Wie berichtet, war Charlène monatelang in ihrer afrikanischen Heimat, hat sogar die Einschulung ihrer Zwillinge Gabriella und Jacques verpasst. Angeblich wegen gesundheitlicher Probleme, doch die Trennungsgerüchte halten sich wacker.

Lastet auf dem Namen Grimaldi tatsächlich ein Fluch?

Ist die immer in besonders trauriges Licht gesetzte Charlène den Erwartungen an sie nicht gewachsen? Steht sie zu sehr im Schatten von Grace, der „Jahrhundert-Fürstin“ und deren Tochter Caroline, der „Ersatz-Fürstin“? Und schließlich ist da noch Carolines Tochter Charlotte Casiraghi, die „Unabhängige“, die nicht den unheilvollen Namen Grimaldi trägt. Ist sie deshalb eine so starke Frau, die nicht bloß repräsentieren möchte, sondern ein selbstbestimmtes Leben führt? Nach der Sichtung von Kauths Film ist man geneigt, tatsächlich an den „Fluch der Grimaldis“ zu glauben. Ein Vorfahre von Albert und Co. soll ein Bauernmädchen geschändet haben. So kam es zu der Verwünschung, nach der kein Grimaldi je wieder Glück in der Ehe finden solle.

Insgesamt bietet Anne Kauths Dokumentation einen hübschen Abriss über die monegassischen Jahre seit Grace Kelly, der aber für Monaco-Kenner wenig Neues bereithält.

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