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tz-Check nach der Premiere im ZDF

"Ein Fall fürs All": Viel Luft nach oben

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Gelandet aus dem All: Alfons (li.) und Urban Priol.

München - Urban Priol (53) und ­Emmanuel Peterfalvi (47) alias Alfons sind für einen Abend aus dem All auf die Erde hinabgeflogen. Die tz war bei der Premiere von "Ein Fall fürs All" vor Ort.

Dienstagabend, 22.15 Uhr, in den Arri-Studios in Schwabing: Urban Priol (53) und ­Emmanuel Peterfalvi (47) alias Alfons sind für einen Abend aus dem All auf die Erde hinabgeflogen und haben einen Auftrag zu erfüllen: „Die da oben wollen wissen, was hier unten los ist.“ Eine Bestandsaufnahme von Deutschland und dem Rest Europas muss her – das ist die Grundidee der neuen Kabarettsendung im ZDF. Die tz war bei der Premiere von "Ein Fall fürs All" vor Ort.

Die Kulisse

Da haben sich Science-Fiction-Fans verausgabt: Das Studio von Ein Fall fürs All sieht tatsächlich aus wie eine kleine Raumstation für große Kinder. Obwohl es dieselbe Location ist, erinnert hier so gar nichts mehr an Neues aus der Anstalt, die Kabarettsendung, die Urban Priol zuvor mit Frank-Markus Barwasser präsentierte.

Die Protagonisten

Urban Priol ist der Chef im Ring. Alfons ist kein gleichwertiger Partner wie es einst Barwasser in Neues aus der Anstalt war, sondern eher ein Sidekick. Beim Publikum im Studio kam der Franzose aber mindestens genauso gut an wie Priol – was vielleicht auch daran lag, dass er die Zuschauer vor der Sendung mit einem sehr charmanten, kurzweiligen und lustigen Warm-Up begrüßt hatte. Als Premierengäste waren Andreas Rebers und Christine Prayon eingeladen, die beide allerdings nur kurze Auftritte hatten.

Die Inhalte

Gleich zu Beginn zeigte Priol, warum er auch nach dem Ende der Anstalt unbedingt weiter im ZDF Kabarett machen wollte: Er braucht die Bühne – hat aber auch etwas zu sagen. Höhepunkt der Sendung war seine „Aufarbeitung“ der Pannenserie bei der Bundeswehr. Ursula von der Leyen („die letzte Blendgranate im Munitionsdepot der Bundeswehr, die noch funktionstüchtig ist“) hat gute Chancen, Angela Merkel als Priols Lieblingsopfer abzulösen.

Die Soli von Alfons haben indes nur sehr entfernt etwas mit echter politischer Satire zu tun. Zunächst nahm er sich „seinen“ Präsidenten François Hollande und dessen Frauengeschichten vor, dann spulte er deutsch-französische Klischees ab: Pünktlichkeit und Ordnung auf der einen, laissez-faire und savoir vivre auf der anderen Seite. Das ist nicht sehr originell, aber Alfons und seinem hinreißenden Akzent vergibt man so einiges.

Die Quote

Die Einschaltquote der Premiere von Ein Fall fürs All war nicht zum Abheben. 2,15 Millionen Zuschauern waren ab 22.15 Uhr dabei. Zum Vergleich: Die erste Folge von Neues aus der Anstalt mit Priol und Barwasser hatte am 23. Januar 2007 mit 3,89 Millionen Zuschauern deutlich mehr. Im Jahr 2013 erreichte Neues aus der Anstalt im Schnitt immer noch gut drei Millionen Fans. Die Anstalt, die Nachfolgesendung von Neues aus der Anstalt mit Max Uthoff und Claus von Wagner, läuft allerdings auch etwas schlechter als das „Original“: Von Januar bis September 2014 schauten im Schnitt 2,69 Millionen die fünf Folgen an.

Fazit

Der Anfang war nicht schlecht, aber es ist inhaltlich wie quotenmäßig noch viel Luft nach oben. Die nächste Folge von Ein Fall fürs All wird am 11. November live ausgestrahlt. Tickets für die Sendung (übrigens auch für die öffentliche Generalprobe am 10. November) kann man über die Homepage vom Lustspielhaus bestellen (www.lustspielhaus.de). Die Karten kosten zwischen 18 und 24 Euro.

Stefanie Thyssen

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