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„Frontal21“ wird umbenannt – So heißt das ZDF-Politmagazin nach der Sommerpause

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Kritisch, investigativ und unerschrocken - das ZDF-Politmagazin „frontal“

ZDF plant für das investigative Politmagazin „Frontal21“ einen Relaunch nach der Sommerpause – die kritischen Themen werden aber weiter „frontal“ angegangen.

Mainz – Das ZDF plant während der Sommerpause von „Frontal21“ einen Relaunch für das Politmagazin. Gestern (08. Juni) verabschiedete sich die Sendung mit Ilka Brecht in die Sommerpause bis zum 20. Juli. Bis dahin wird es am Dienstagabend um 21 Uhr nicht mehr um kritische, investigative Politikthemen gehen. Im ZDF ist „Frontal21“ das einzige politisch geprägte Magazin, das erstmals im April 2001 auf Sendung ging. Zum 20. Jubiläum soll es nun eine Änderung geben und eine recht prägende, denn das Magazin soll nach der Sommerpause unter einem neuen Namen an den Start gehen. Prägend, aber nicht sonderlich innovativ vielleicht, denn eigentlich lässt das ZDF lediglich die „21“ in der Sommerpause zurück und fortan präsentiert Ilka Brecht dienstags um 21 Uhr „frontal“.

Die Themen werden „frontal“ angegangen – das gab es schon einmal

Der Sender bestätigte die Änderung ebenfalls und deutete erneut an, dass der Name des ZDF-Magazins keinesfalls bedeutungslos sei. Auch im 20. Jahr werden die Themen weiter „frontal“ angegangen, so der Sendersprecher zu DWDL.de. Auch die „21“ ist nicht aus der Luft gegriffen gewesen, nur ab dem Jahr 2021 eventuell etwas missinterpretiert. Die „21“ stand für Themen des 21. Jahrhunderts und gab ebenfalls einen Verweis auf die Sendezeit um 21 Uhr, die sich die treuen Zuschauer nach 20 Jahren Ausstrahlung allerdings eingeprägt haben sollten. Ab dem kommenden Jahr 2022 könnte „Frontal21“ aber bei einigen auf Unverständnis stoßen, bei denen der Groschen bisher nicht gefallen ist. Daher ist eine Namensänderung im Jahr 2021 vermutlich ein geschickter Zug. Und tatsächlich ist der Name nur aus dem Archiv hervorgeholt, denn von 1993 bis 2000 gab es bereits das Politmagazin „Frontal“. Als der Moderator der Sendung, Ulrich Kienzle, dann in Rente ging, benannte der Sender das Magazin in „Frontal21“ um.

Der Abschied in die Sommerpause war schwach. Gestern (08. Juni) ging „Frontal21“ somit zum letzten Mal unter dem Namen auf Sendung und verabschiedete sich in die Sendepause. Während das Format eine Monopol-Stellung im ZDF genießt, gestalten sich die Einschaltquoten eher spärlich. Vor allem in der gestrigen Folge. Das Format liegt durchschnittlich mit 7,9 Prozent Marktanteil unter dem Senderschnitt – die Abschiedsfolge (08. Juni) lag allerdings bei nur 6,9 Prozent Marktanteil. Vielleicht nutzt der Sender auch die Pause, um an dem Programm zu feilen und so wieder mehr Zuschauer dienstags um 21 Uhr vor den Fernseher zu locken.

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