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„Zehntausende von Euros“: „Bares für Rares“-Händler verrät seinen größten Fehlkauf

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Von: Lukas Einkammerer

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Bei „Bares für Rares“ wandern regelmäßig große Schätze über den Tresen. Die Experten und Händler erkennen dabei meist sofort, was viel wert ist und was nicht. Aber auch sie greifen mal daneben.

Pulheim – Wer den ehrfürchtigen Hallen von „Bares für Rares“ einen Besuch abstattet, erhofft sich meist vor allem eines: Mit einem dicken Portemonnaie wieder nach Hause fahren zu können. Schließlich ist die beliebte ZDF-Trödelshow mit Horst Lichter (60) der richtige Anlaufpunkt, um verstaubte Schätze, die man auf dem Dachboden der Großeltern oder in den Tiefen der eigenen Garage entdeckt hat, zu Geld zu machen. Das klappt zwar nicht immer, aber hier und da taucht eine wahre Kostbarkeit auf, die allen Anwesenden Dollarnoten in die Augen zaubert.

Treffsicheres Urteil: „Bares für Rares“-Experten erkennen (fast immer), was viel wert ist

Das Konzept von „Bares für Rares“ ist einfach: Wer ein wertvoll aussehendes Besitzstück an den Mann bringen will, lässt dieses erst von der achtköpfigen Expertenrunde um Dr. Heide Rezepa-Zabel (57) und Sven Deutschmanek (46) preislich einschätzen. Anschließend wird das Objekt der Begierde den Händlern in der Verkaufshalle vorgeführt, die ihr eigenes Angebot machen – das im Idealfall so gut ist, dass es der Kunde eigentlich nicht mehr ausschlagen kann. Natürlich ist nicht jede Retro-Vase gleich eine antike Ming-Vase, für die es Millionen regnet, aber reichlich Schätze wandern in dem Quotenhit schon über den Verkaufstisch.

Bei aller Fachkenntnis und Know-how fällen aber auch die Experten mal eine falsche Entscheidung. David Suppes (34), der seit 2019 am Händlerpult sitzt, erinnert sich in einem „Bares für Rares“ Instagram-Video an seinen größten Fehlkauf: Einen Terrakotta-Krieger, den er einst bei einer Haushaltsauflösung erwarb. „Da gibt es wirklich Replika, die Zehntausende Euro kosten“, erklärt er vorweg, „Ich dachte mir so: Oh mein Gott – kenne mich ja eigentlich auch ganz gut damit aus.“ Um einen antiken Schatz von unvergleichlichem Wert handelte es sich dabei aber nicht, sondern einfach nur ein Stück Gartendeko.

Die größten „Bares für Rares“-Schätze

Seitdem am 3. August 2013 die allererste Folge von „Bares für Rares“ im ZDF Premiere feierte, haben die verhandlungsfreudigen Händler ein paar wahre Schätze erstanden – zu atemberaubenden Preisen. 2019 bekamen Cosima Birk und ihre Tochter Stephanie Huber 42.000 Euro für ein Schmuckstück, das Holzsplitter aus dem Kreuz von Jesus Christus enthielt. 2021 wurde Marlies Fischer für eine Lithographie des expressionistischen Malers Otto Mueller, von der es weltweit nur 20 Stück gibt, mit 30.500 Euro beschert. Im selben Jahr konnte sich Sabine Riemer über 29.000 Euro für ein vergoldetes Trinkgefäß vom Hof der russischen Kaiserin Katharina der Großen freuen. Man merkt also: Flohmarktbesuche und auf dem Dachboden herumstöbern zahlen sich aus.

(Quelle: berliner-kurier.de)

„Reingefallen“: „Bares für Rares“-Händler David verwechselte Gartendeko mit antikem Schatz

Da scheint ein Gartenartikel-Hersteller wohl ganze Arbeit geleistet zu haben, denn der sympathische Antiquitäten-Kenner hielt die Skulptur doch tatsächlich für authentisch. „Paar Wochen später war ich dann Blumen kaufen im Gartenmarkt und sehe da einfach genau diese Figur, 20 Mal hintereinanderstehen für 199 Euro“, blickt David Suppes zurück, „Das war einfach ein Garten-Deko-Objekt, auf das ich reingefallen bin.“ Seine Fans haben dafür zum Glück vollstes Verständnis: „Es ist beruhigend, dass die Händler auch nicht so perfekt sind“, liest sich ein Kommentar unter dem Video, „Schön, dass David damit so locker umgeht“, befindet ein weiterer.

Heute nimmt er den Statuen-Patzer mit Humor – schließlich kann auch der treffsicherste Fachmann mal daneben greifen. „Sie ist trotzdem sehr schön und sie steht auch immer noch bei mir“, erklärt der gebürtige Wiesbadener, „aber die Magie ist so ein bisschen weg.“ Auch „Bares für Rares“-Kollege David Meyer ärgerte sich zuletzt über einen Fehlkauf, denn ihm sind wegen eines Verkaufsfehlers 10.000 Euro flöten gegangen. Verwendete Quellen: Instagram/baresfuerrares, berliner-kurier.de

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