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Spritpreis in Deutschland laut ADAC wieder billiger: Strohfeuer oder Dauerwende?

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Von: Patrick Freiwah

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Tanken kostet in Deutschland Nerven - schließlich sind die Spritpreise hierzulande besonders hoch. Jedoch macht eine aktuelle Statistik des ADAC Hoffnung.

Berlin/München - Autofahrer haben es im Jahr 2022 nicht leicht: Bei jedem notwendigen Stopp an einer beliebigen Zapfsäule stellt sich die Frage nach der Höhe des Spritpreises. Jedoch sind auch Elektroauto-Fahrer von diesem Problem nicht ausgenommen, schließlich sind die Stromkosten für Ladevorgänge im Zuge der Energiekrise ebenfalls gestiegen.

Die aktuelle ADAC-Statistik verschafft deutschen Fahrzeughaltern jedoch ein Stück weit Durchatmen: Die Preise an den Tankstellen sind seit vergangener Woche nämlich wieder gesunken: Ein Liter Super E10 kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell 1,945 Euro pro Liter und damit 4,7 Cent weniger als in der Vorwoche, erklärt der Verkehrsclub in einer Mitteilung.

Auch beim Diesel, inzwischen der teuerste Treibstoff an den Zapfsäulen, ist der Preis pro Liter etwas nach unten gegangen: Laut ADAC verbilligte sich der Dieselpreis um 4,0 Cent und liegt derzeit bei 2,117 Euro.

Spritpreise in Deutschland sinken: Strohfeuer oder endgültige Kehrtwende?

Wie ist der nun folgende Rückgang der Spritpreise zu bewerten? Laut ADAC bedeutet das Absenken der Benzin- und Dieselpreise „nur einen ersten Schritt hin zur überfälligen Anpassung an die fundamentalen Rahmenbedingungen“. Denn rational müsste der Preis pro Liter sogar noch niedriger liegen:

Die Spritpreise in Deutschland sind auch nach Beendigung des Tankrabatts saftig - doch es gibt Anzeichen einer Entspannung
Die Spritpreise in Deutschland sind auch nach Beendigung des Tankrabatts saftig - doch es gibt Anzeichen einer Entspannung. © IMAGO/Piero Nigro

Weder der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent noch der Wechselkurs von Euro in US-Dollar spiegelten als wesentliche Faktoren das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen wider (wir berichteten). Die Spritpreise waren mit Ende des Tankrabatts am 1. September 2022 kräftig gestiegen. Laut Kartellamt lagen sie am ersten Tag des Monats im Schnitt bei 2,08 Euro für E5-Benzin und 2,18 pro Liter Diesel. Vor einiger Zeit unterhielten wir uns mit einer ADAC-Sprecherin über gierige Ölkonzerne und die Nöte von Pendlern. (PF)

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