Erstmals Verluste in Deutschland

Aldi Nord droht Fiasko - jetzt macht noch eine Sache Hoffnung

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Aldi Nord.

Der Discounter Aldi ist dabei, sein Filialnetz mit Milliardenaufwand zu modernisieren. Doch dabei läuft nicht alles so glatt wie erhofft. Nun muss der neue Konzernchef gegensteuern.

Frust bei Aldi: Mann will einkaufen – und entdeckt Ärgerliches auf Parkplatz

Update vom 15. Mai 2019: Zwei Behindertenparkplätze gibt es vor dem Aldi-Markt am Bremer Weg in Celle. Doch womit Mitarbeiter diese dekoriert haben, sorgt für Ärger.

Update vom 28. April 2019: Aldi Nord droht weiteres Ungemach: Nach Experten-Einschätzungen verlieren die Discounter Marktanteile beim Lebensmittelhandel - Grund ist offenbar ein verändertes Kundenverhalten.

„Bodenlose Frechheit“: Warum zwei Aldi-Produkte einen Kunden auf die Palme brachten

Update vom 7. Februar 2019: Nachdem ein Aldi-Kunde bei dem Discounter Tiefkühl-Baguettes kaufte, erlebte er zuhause eine böse Überraschung. Den Ärger des Kunden können einige Facebook-User jedoch nicht nachvollziehen.

Kuriose Situation: Aldi platzt aus allen Nähten - und greift zu überraschender Maßnahme

Update vom 6. Februar 2019: Eigentlich geht es Aldi Nord gerade nicht so gut - immerhin hat sich der Gewinn 2017 halbiert. Trotzdem platzt Aldi aus allen Nähten und greift daher zu ungewöhnlichen Maßnahmen. 

Update vom 14. Januar 2019: Das gehört da wohl nicht hin: Ein Kunde hat sich bei Aldi Süd beschwert, weil er nach eigener Aussage beinahe an einem Draht in einem Produkt erstickt wäre. Auch nach der Reaktion des Discounters bleibt er wütend. Und auch bei Lidl gibt es Ärger wegen eines Kinder-Produktes.

Aldi Nord droht Fiasko - jetzt macht noch eine Sache Hoffnung

Essen - Der Discounter Aldi Nord: Das ist eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Egal ob in Deutschland, Frankreich oder Polen - in immer mehr Ecken der Welt finden sich die Filialen des Billiganbieters. Doch ausgerechnet auf dem Heimatmarkt gerät die Verkaufsmaschine jetzt ins Stottern. Erstmals in seiner mehr als 50-jährigen Firmengeschichte wird der Discounter 2018 in der Bundesrepublik rote Zahlen schreiben, wie ein Aldi-Sprecher am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatten die Lebensmittel Zeitung und das Manager Magazin darüber berichtet.

Aldi und Netto kündigen an: Diese Produkte werden abgeschafft - und zwar sofort

Eigentlich sollte 2018 ein Erfolgsjahr für Aldi Nord werden. Der Handelsriese hatte im vergangenen Jahr damit begonnen, seine lange vernachlässigten Filialen im großen Stil zu modernisieren. Mit dem Investitionsprogramm „Aniko“ (Aldi Nord Instore Konzept) sollten sie heller, freundlicher und großzügiger werden. Weg vom kargen Neonlicht und den Holzpaletten der Vergangenheit - hin zu einer gemütlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr frischem Obst und Gemüse sowie einer großen Auswahl an Backwaren, hieß die Devise. Eine Milliarde Euro wollte sich der Billiganbieter das europaweit kosten lassen.

Hersteller warnt vor dem Verzehr: Aldi Süd ruft ein Produkt wegen Keimen zurück

Aldi: Kenner glauben an Überforderung der Mitarbeiter

Der Discounter erhoffte sich davon aufgrund der Erfahrungen in Testfilialen kräftige Umsatzzuwächse. Doch die Wirklichkeit sah anders aus. Trotz der guten Konjunktur und der hohen Investitionen wird Aldi Nord nach eigenen Angaben in diesem Jahr im deutschen Geschäft lediglich ein bescheidenes Umsatzplus von rund einem Prozent erzielen. Damit dürften die Essener deutlich hinter den Konkurrenten herhinken.

Für die schwache Umsatzentwicklung machen Kenner der Vorgänge nicht nur die Tatsache verantwortlich, dass Woche für Woche gut 40 Filialen wegen der notwendigen Umbauarbeiten geschlossen waren und ihr Umsatz ausfiel. Wichtiger war vielleicht noch, dass der Umgang mit dem neuen Ladenkonzept viele im Unternehmen erst einmal überforderte. Es habe unter anderem Probleme bei der Warenverfügbarkeit und bei der Personaleinteilung gegeben, was das Geschäft spürbar beeinträchtigt habe, hieß es.

Aldi-Produkt um 8.02 Uhr schon vergriffen - hier taucht es danach wieder auf

Aldi: Hufnagel muss nun Probleme in den Griff bekommen

Die Schwierigkeiten waren wohl auch ein Grund für den überraschenden Abgang von Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger im Herbst dieses Jahres. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, wurde Heußinger innerhalb des Unternehmens und von den Eigentümerfamilien vorgeworfen, er setze das Modernisierungsprogramm nicht schnell genug um.

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Sein Nachfolger Torsten Hufnagel, der als Erfinder von „Aniko“ gilt, muss nun die Probleme in den Griff bekommen. Dabei geht es nicht nur darum, dafür zu sorgen, dass das teure Modernisierungsprogramm doch noch die hohen Erwartungen erfüllt. Auch andere Baustellen muss Hufnagel angehen. So will Aldi Nord bei der Auslandsexpansion Gas geben. Gleichzeitig sollen die Einkaufsorganisation und die Managementstruktur verbessert werden.

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Aldi: Eines macht Hoffnung - die Filialen im Ausland

„Es gibt kein Sparprogramm. Es gibt keinen Personalabbau, sondern ganz im Gegenteil eine radikale Modernisierung“, kündigte der Unternehmenssprecher an. Doch werde auch 2019 wohl noch einmal ein schwieriges Jahr für das Unternehmen.

An Geld soll es bei dem Umbau nicht mangeln. „Die Investitionen werden sowohl aus dem Cashflow und den Rücklagen getätigt, als auch durch Gesellschaftereinlagen sichergestellt“, betonte der Unternehmenssprecher.

Und natürlich hilft auch, dass in anderen Teilen des internationalen Aldi-Nord-Reichs die Geschäfte derzeit deutlich besser laufen als in Deutschland. In diesem Jahr werden die Gewinne der Auslandstöchter nach Unternehmensangaben dafür sorgen, dass Aldi Nord als Ganzes trotz der Verluste in zweistelliger Millionenhöhe in Deutschland nicht in die roten Zahlen rutscht.

Aldi Süd will unterdessen mit einer Neuerung seiner Backwaren attraktiver präsentieren. Eine Frau leidet unter starken Schmerzen: Bei einem Einkauf bei Aldi in Bayern ist sie gestürzt und hat sich die Schulter gebrochen. Doch der Discounter streitet alles ab - die Frau fühlt sich hintergangen.

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dpa

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