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Testphase in ausgewählten Filialen

Aldi-Revolution: Erstmals Bier in Mehrwegflaschen? Regierung machte Druck

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Neuerung bei Aldi - Nun erhalten Kunden in ausgewählten Filialen Bier in Mehrwegflaschen. 

Erstmals gibt es bei Aldi Süd Bier in Mehrwegflaschen zu kaufen. Mehrere Filialen sind Teil des Experiments. 

  • Aldi Süd startet Testphase in ausgewählten Filialen. 
  • Der Discounter verkauft nun Bier in Mehrwegflaschen
  • Es soll durch die Neuerung weniger Müll entstehen und die Umwelt geschont werden. 

München - Aldi Süd überrascht Kunden ab Februar mit einer grundlegenden Veränderung. In ausgewählten Filialen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bietet der Discounter nun Bier in Mehrwegflaschen an. In einer Testphase soll geklärt werden, wie die Kunden die Umstellung annehmen. 

Weniger Müll, besserer Umweltschutz - das erhofft sichAldi Süd von der Einführung der Mehrwegflaschen. Bisher konnten Verbraucher in Aldi Filialen lediglich Einwegflaschen kaufen. Dabei wird auf PET-Flaschen und Dosen 25 Cent Pfand berechnet. Nun bietet die Supermarkt-Kette ebenfalls Pils und Kölsch in Mehrwegflaschen. 

Aldi Süd: Bierflaschen-Testphase in ausgewählten Filialen

Erstmals testet der Discounters in einzelnen Filialen* den Verkauf von Bier in Mehrwegflaschen. Mehrere Supermärkte in Aachen und Stuttgart verkaufen nun 20er Bierkästen mit 0,5-Liter-Glasflaschen. Auf den Preis von 13,79 Euro wird zusätzlich das Pfandgeld berechnet. 

Aldi Süd* bietet den Verkauf der Mehrwegflaschen zunächst für ausgewählte Biere an. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet handelt es sich um Biere der Marken Krombacher, Bitburger und Früh Kölsch. „Wir können bestätigen, dass aktuell ein Test mit Mehrwegware von uns läuft“ erklärte Krombacher gegenüber der Welt. Auch Bitburger bestätigte die Testphase. „Wir waren schon immer pro Mehrweg und freuen uns über jeden Händler, der zumindest eine Auswahl anbietet“, sagte Bitburger-Geschäftsführer Axel Dahm der Welt.

Aldi Süd: Mehrweg statt Pfand?

Auch andere Getränkesorten könnten in Zukunft beim Discounter Aldi Süd* als Mehrweg verkauft werden. Im nächsten Schritt könnte Aldi ebenfalls Mineralwasser und Softdrinks in Mehrwegflaschen anbieten. 

Die Einführung von Mehrwegflaschen bedeutet für die Supermärkte mehr Aufwand in Logistik im Arbeitsalltag in den Filialen. Die Testphase in den Aldi Filialen* soll nun dazu genutzt werden die Arbeitsabläufe zu optimieren. So sollen Mitarbeiter in den Testfilialen das Pfand-Leergut an der Kasse zunächst aufbewahren und dann ins Lager tragen. 

Mehrweg-Bierflaschen schon bei Penny, Netto & Co.

Andere Discounter wie Netto und Penny sind schon deutlich weiter. So gibt es bei Penny bereits seit einiger Zeit Bier in Mehrwegflaschen zu kaufen. Konkurrent Netto hat nach ersten Tests ebenfalls verschiedene Produkte auf Mehrwegflaschen umgestellt. 

Aldi Süd: Die Politik machte Druck - Verpackungsmüll vermeiden

Druck erhält der Discounter dabei auch von Seiten der Politik. Die von der Bundesregierung formulierten Maßnahmen zur Vermeidung von Verpackungsmüll sehen vor, dass mehr Getränkeverpackungen recycelt werden sollen, statt im Restmüll zu landen. 

Ebenfalls schreibt das Verpackungsgesetz eine Mehrweg-Quote von 70 Prozent vor. Laut Umweltbundesamt (UBA) liegt der durchschnittliche Wert jedoch derzeit lediglich bei 42,2 Prozent. Dieser Wert wird vor allem von den Brauereien bestimmt, die ihr Bier in etwa 82 Prozent in Mehrwegflaschen abfüllen. Bei Minerwalwasser liegt er bei 38 Prozent, für Softdrinks sogar nur bei 23 Prozent. 

Mehrweg-Bierflaschen bei Aldi - das ist der Vorteil

Der Vorteil der Mehrwegflaschen liegt ganz klar in der Rate der Wiederbefüllung. So werden Mehrwegflaschen aus Glas oder Plastik etwa 50 Mal wiederverwendet und gelten daher als umweltfreundlichere Alternative. Im Vergleich: Einwegflaschen werden nur einmal befüllt und nach der Rückgabe im Supermarkt eingeschmolzen. 

Während für PET-Flaschen und Dosen 25 Cent Pfand erhoben werden, liegt der Pfandpreis für Mehrwegflaschen bei 15 Cent. Für Bier-Mehrwegflaschen zahlen Verbraucher sogar nur acht Cent Pfand.

Aldi erlaubt sich auf Facebook einen Spaß über seine Kunden und deren Bezahlverhalten. Dort reagieren die Aldi-Abonnenten und zeigen eine eindeutige Reaktion.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

lkn

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