Preisvergleich

Aldi gegen Lidl: Test zeigt, wo sich die Preise der Discounter wirklich unterscheiden

Man sieht eine Litfaßsäule mit Lidl-Werbung vor einer Aldi Süd Filiale im Hintergrund.
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Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen Wettkampf in Sachen Werbung. Ein Test zeigt nun, wo sich die Preise der beiden Discounter unterscheiden. (Archivbild)

Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen Wettkampf in Sachen Werbung. Worin sich die Preise unterscheiden, testete ein unabhängiger Journalist im Feldversuch.

  • Aldi* und Lidl liefern sich seit der Mehrwertsteuer-Senkung einen Wettkampf in Sachen Werbung.
  • Der unabhängige Journalist Maximilian Nowroth fand in einem Test heraus, wo sich die Preise der beiden Discounter wirklich unterscheiden.
  • Bei einer bestimmten Art von Produkten unterscheiden sich die Preise deutlich.

München/Düsseldorf - Mit dem 1. Juli wurde in Deutschland die Mehrwertsteuer gesenkt. Gleichzeitig entfachte ein Wettkampf in Sachen Werbung zwischen den zwei bekannten Discountern Aldi und Lidl. Mit verschiedenen Marketingmaßnahmen versuchen die Konkurrenten, die Verbraucher für sich zu gewinnen. Um herauszufinden, wo sich die Preise wirklich unterscheiden, startete der unabhängige Journalist Maximilian Nowroth einen Warenkorbvergleich und veröffentlichte diesen anschließend auf seinem Youtube-Kanal.

Aldi gegen Lidl: Preisvergleich eines unabhängigen Journalisten in Düsseldorf

Für seinen Preisvergleich ging Nowroth in Düsseldorf auf der Königsallee einkaufen. Zunächst besuchte er die Lidl-Filiale, danach den Aldi-Süd-Laden*. Der Journalist nahm sich vor, in beiden Discountern die gleiche Auswahl an Produkten zu erwerben. Auf dem Einkaufszettel befanden sich 15 Basic-Produkte, wie beispielsweise Brot, Butter, Nudeln, H-Milch und Äpfel. Aus dieser Kategorie kaufte der Tester lediglich Produkte der Eigenmarken des jeweiligen Discounters.

Des Weiteren kaufte Nowroth sieben Marken-Produkte ein, die es sowohl bei Aldi, als auch bei Lidl im Sortiment gab. Dazu zählten unter anderem Iglo-Fischstäbchen, Nutella und Coca-Cola. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die Produkte nicht im Sonderangebot waren, um den Preiswettbewerb nicht zu verzerren. Zudem wurde der Preis von fünf Bio-Artikeln, wie zum Beispiel Eier, Karotten und Tomaten verglichen. Um den Vergleich abzurunden, ergänzte der Journalist den Einkaufszettel um die drei Trend-Produkte Hafermilch, vegane Burgerpatties und High-Protein-Pudding.

Preisvergleich: Ausgewählte Produkte bei Aldi Süd billger als bei Lidl

Nowroth bekam bei beiden Discountern alle Produkte, die er erwerben wollte. Bei Aldi Süd bezahlte er für seinen Einkauf 42,07 Euro, beim Konkurrenten aus Neckarsulm betrug der Preis 44,02 Euro. Damit waren die ausgewählten Produkte beim Discounter mit dem Hauptsitz in Essen um 4,43 Prozent günstiger, als bei Lidl. Bleibt die Frage: Wo unterscheiden sich die Preise?

Bei vielen der 15 Basic-Produkte unterschieden sich die Preise gar nicht, beziehungsweise Lidl war um einen bis sieben Cent günstiger. Einen deutlichen Unterschied gab es hingegen bei den Preisen für Obst und Gemüse aus dieser Kategorie. Für vergleichbare Äpfel - selbe Sorte und Herkunft - bezahlte Nowroth bei Aldi 1,83 Euro, bei Lidl hingegen 2,55 Euro. In der Summe waren somit die Basic-Produkte bei Aldi um 87 Cent billiger als beim Konkurrenten.

Im Video: Außen billig, innen teuer: Diese Marken-Produkte stecken hinter Discounter-Ware

Aldi gegen Lidl: Obst und Gemüse machen den größten Preisunterschied aus

Bei den Marken-Produkten konnte der Journalist keinen Preisunterschied feststellen. In der Kategorie der Bio-Produkte machte erneut das Gemüse die größte Differenz aus. Die Bio-Tomaten waren bei Lidl beispielsweise um 49 Cent teurer. Bei den Trend-Produkten hingegen waren die Preise fast identisch. Alles in allem stellte Nowroth in seinem Test fest, dass die ausgewählten Obst- und Gemüse-Produkte bei Lidl etwa um ein Viertel teurer waren als bei Aldi.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass man sich als Verbraucher nicht zu sehr auf Werbemaßnahmen oder Ähnliches verlassen sollte. Wer einen besseren Überblick über die Preise bekommen möchte, sollte diese im jeweiligen Markt vergleichen. Dort werden sie tagesaktuell und transparent auf dem Kassenbon, sowie auf den Preisschildern der jeweiligen Produkte ausgeschrieben, versicherte die Pressestelle von Lidl auf eine Nachricht von Nowroth.

Eine Sache haben Aldi und Lidl gemeinsam: Mit einem einfachen Trick nutzen sie das Einkaufsverhalten der Verbraucher während der Coronakrise aus.

Pizza mit Weißwurst - diese verrückte Kombination brachte Lidl zur Oktoberfest-Saison in seine Regale. So schmeckt die Oktoberfest-Pizza. Im Zuge der Mehrwertsteuer-Senkung setzten neben Aldi auch weitere Discounter ein Zeichen und senkten die Preise bereits vor dem 1. Juli. Ein Lidl-Produkt wurde zuletzt zu horrenden Summen bei Ebay angeboten. Wenn man an den Sommer denkt, gehört die Eiscreme für viele Leute dazu. In der WDR-Sendung „Der Vorkoster“ wurden verschiedene Varianten einer Eis-Sorte miteinander verglichen. Auch in Sachen Nachhaltigkeit versuchen sich die beiden Discounter-Riesen zu übertrumpfen: Aldi legt jetzt an der Brottheke vor*. (ph) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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