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Black-Friday-Deals im Blick behalten: Lohnen sich Alternativen zur Heizung?

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Von: Stella Henrich

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Wer richtig heizt, spart wertvolle Energie und Geld. Dabei macht es Sinn, auch Alternativen zur Heizung durchzurechnen. Ob sich ein Kauf von Heizdecken und Lüftern am Black Friday lohnt, zeigen wir Ihnen hier.

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München ‒ Überhaupt nicht heizen, ist für die meisten Menschen keine Lösung. Selbst beim Blick auf die derzeitigen Gas- und Strompreise von Versorgern – im Winter im Kalten sitzen, will niemand. Erst recht nicht in den eigenen vier Wänden. Doch wie bekommen Verbraucher ihre Wohnung mollig warm in diesen harten Zeiten, in denen die Energiekrise, eine hohe Inflation und die explodierenden Lebensmittelpreise sehr viele Verbraucher zunehmend belasten und vor finanzielle Herausforderungen stellen.

Es geht auch elektrisch, meint die Stiftung Warentest und hat jetzt erstmals die Kosten für fünf Typen von elektrischen Heizgeräten ausgerechnet. In Betracht kommen Heizlüfter, Klimaanlagen, Radiatoren und Konvektoren sowie Heizdecken. Die Kosten für die Geräte wurden für eine Lauf­zeit von vier Stunden bei – je nach Heizgerät – maximal 2000 Watt Heiz­leistung berechnet. Das entspricht etwa der Dauer eines gemütlichen Fernseh­abends.

Black-Friday-Woche: Elektrische Heizgeräte im Vergleich:

Black-Friday-Deals: Elektrische Heizgeräte im Kostenvergleich

Als am günstigsten erweist sich bei der Rechnung der Verbraucherschützer die elektrische Heizdecke mit einem Verbrauch von drei Cent pro Stunde. Das sind ungefähr 50 Euro in sechs Monaten. Eine Heizdecke kostet um die 50 Euro. Auf dem zweiten Platz landet die Klimaanlage mit 20 Cent pro Stunde, das entspricht laut Stiftung Warentest Kosten von etwa 150 Euro für die laufende Heizsaison. Allerdings ist eine Investition nicht ganz günstig und schlägt mit 1000 bis 2000 Euro Anschaffungskosten zu Buche. Für den Einbau und die Wartung benötigen Verbraucher außerdem Profis.

Mann hat es sich mit fünf elektrischen Heizgeräten gemütlich gemacht, liest ein Buch.
Lohnt sich die Investition in ein elektrisches Heizgerät? (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/imago

Die Infrarotheizung verbraucht 34 Cent pro Stunde, wärmt aber auch nur eine Person. Die Anschaffungskosten für ein schickes Modell gehen ab 100 Euro los. Vorteil einer solchen Heizung, die Wärme wirkt direkt dort, wo die Strahlung auf den Körper trifft. Wer nur an einem bestimmten Ort Wärme haben will, kann den Wärmestrahler entsprechend positionieren, was „den Stromverbrauch mindert“, so die Tester in ihrem Verbraucherurteil.

Black-Friday-Angebote: Heizlüfter, Radiatoren und Konvektoren sind die teuersten Alternativen zur Heizung

Mit 70 Cent pro Stunde für Strom sind Konvektoren, Ölradiatoren und Heizlüfter die teuersten Geräte im Bunde. Das macht laut Tester einen Saisonverbrauch von 490 Euro. Einen Konvektor oder ein Ölradiator erhalten Sie ab 80 Euro; sie arbeiten leise und erzeugen eine angenehme Wärme. Einen passablen Heizlüfter gibt es bereits ab 50 Euro. Letzteren sollten Verbraucher aber nicht vier Stunden durchlaufen lassen, sonst kann er sich schnell überhitzen, warnen die Tester. Klarer Vorteil von Heizlüftern: Die heizen sofort nach dem Einschalten und sind vor allem gut für kleine Räume wie das Badezimmer.

Hier ein Überblick über drei Klimageräte (Blöcke mit Abluftschlauch aus dem Fenster) mit dem Gesamturteil „ausreichend“:

ProduktQualitätsurteilPreisStromverbrauch für 10 Jahre
Suntec Easy 2.7 ecoausreichend350 Euro1032 Euro
Koenic KAC 3232ausreichend370 Euro1411 Euro
AEG ChillFlexPro AXP26U338CWausreichend415 Euro744 Euro

AEG Klimagerät jetzt bestellen

Quelle. Stiftung Warentest

Vier Klimageräte sogenannte Splitgeräte, das sind Klimagerät ohne Ablauf­schlauch – mit dem Qualitätsurteil „gut“:

ProdukteQualitätsurteilPreisStrom­ver­brauch in 10 Jahren
Daikin FTXM25R + RXM25Rgut1590 Euro390 Euro
LG DC09RH.NSJ + DC09RH.UL2gut990 Euro460 Euro
Samsung AR09TXCAAWKN + AR09TXCAAWKXgut1250 Euro410 Euro
Toshiba RAS-B10J2KVSG-E + RAS-10J2AVSG-E1gut1950 Euro425 Euro

Quelle: Stiftung Warentest

Black-Friday-Woche: Auch so lässt sich sparen – Heizungsanlage richtig einstellen

Wen diese Alternativen zum Heizen mit Gas nicht überzeugen, oder wem die Kosten dafür nicht attraktiv genug erscheinen, sollte ein paar wesentliche Tipps beim Heizen beachten. Denn jedes Grad weniger senkt die Heizkosten um rund sechs Prozent. Dabei müsse nicht alle Räume gleich beheizt sein. Aktuelle Richtwerte sind im Wohn­raum 20 bis 22 Grad, in der Küche 18 bis 20, im Bad 23 Grad, im Schlaf­zimmer 16 bis 18. 

Die größten Chancen, um die Heiz­kosten drastischer zu senken, „bieten meist die Wärmedämmung von Dach und Fassade sowie die Wahl eines modernen Heizsystems“, empfehlen die Verbraucherschützer den Mietern und Vermietern. Besonders viel Gas sparen können Haus­besitzer, wenn sie in Wärmedämmung und eine große Solarthermieanlage investieren. Doch vor allem helfe die richtige Einstellung der Heizungsanlage, um den Energieverbrauch zu senken. Auch in Miet­wohnungen, in denen die Heiz- und Warm­wasser­technik vom Vermieter vorgegeben sind, lässt sich mit der richtigen Einstellung der Heizung viel sparen.

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