1. tz
  2. Verbraucher

Edeka: Historie des Supermarkts, Filialen und Angebot

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Edeka betreibt Supermärkte unter verschiedenen Namen in ganz Deutschland. Zur Unternehmensgruppe gehören auch zahlreiche Discounter.

Hamburg – Edeka ist eine Marktmacht in Deutschland: rund 12.000 Verkaufsstellen gehören zur Edeka-Gruppe. Die Supermärkte werden unter verschiedenen Namen betrieben und unterscheiden sich hinsichtlich ihres Sortiments und ihrer Verkaufsfläche. Auch drei Discounter-Ketten zählen zu der Edeka-Gruppe. Ein Überblick.

UnternehmenEdeka
HauptsitzHamburg
Gründung1898, Berlin
CEOMarkus Mosa
Umsatz62,7 Milliarden Euro (2021)
Mitarbeiterzahl404.900 (2021)

Edeka: Die Geschichte der ersten Jahrzehnte

Zu Beginn der Geschichte der Edeka-Gruppe stand 1898 der Zusammenschluss von 21 deutschen Kaufleuten zur Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk in Berlin. Aus den Anfangsbuchstaben der ersten drei Wörter dieses Namens ergab sich „EdK“ und damit der Ursprung der heutigen Firmenbezeichnung. Im Gebiet des Deutschen Kaiserreichs erfolgten weitere ähnliche Genossenschaftsgründungen durch Einzel- beziehungsweise Kolonialwarenhändler.

„Herzlich Willkommen“ steht am Eingang zu der Edeka Filiale in der Rindermarkthalle, Hamburg
Edeka betreibt Supermärkte unter verschiedenen Namen in ganz Deutschland © picture alliance / Christian Charisius/dpa | Christian Charisius

Genossenschaftlicher Zusammenschluss als Ursprung der Edeka Zentrale

23 dieser Organisationen gründeten am 21. Oktober 1907 in Leipzig den Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften, die einen Monat später zur Zentraleinkaufsgenossenschaft des Verbandes kaufmännischer Genossenschaften wurde. Diese Gesellschaft wurde später in die Edeka Zentrale AG Co KG umgewandelt.

Ziel dieses genossenschaftlichen Zusammenschlusses war es vor allem, den Mitgliedern günstigere Einkaufskonditionen durch mehr Marktmacht zu sichern. Die genossenschaftlichen Geschäfte führten in den Anfangsjahren das für Krbuolonialwarenhändler typische Sortiment, zu dem unter anderem Kaffee, Tee, Reis, Kakao sowie Zigarren gehörten. Zum schnell wachsenden Konzern zählten auch die Edeka-Bank sowie der Edeka-Verlag.

Edeka bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Der Generalsekretär der deutschen Wirtschaftspartei und Mitbegründer der Edeka-Genossenschaft, Fritz Borrmann, übernahm im Jahre 1921 das Amt des Generaldirektors der Edeka. Er war für die Leitung der Einkaufsgenossenschaft sowie der Edeka-Bank und des Edeka-Verlags zuständig. Er führte zwei Jahre später das System der Zentralverrechnung in der Genossenschaft ein. Dies basiert auf der Regulierung von Lieferantenforderungen durch die Einkaufszentrale. Im Jahr 1923 gehörten der Edeka 430 Genossen an. Vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten erzielte der genossenschaftliche Verbund einen Gesamtumsatz von mehr als 400 Millionen Reichsmark.

Während der Nazi-Herrschaft erklärte die Edeka-Gruppe ihre Gleichschaltung und wurde danach permanent von NSDAP-Funktionären überwacht und gesteuert. Fritz Borrmann trat im Jahre 1933 der NSDAP bei. Nachdem das Gebiet des Deutschen Reichs um das Saarland und Österreich erweitert wurde, dehnte die Edeka ihre Aktivitäten auf diese Länder aus. Paul König übernahm das Amt des Generaldirektors von Fritz Borrmann und hatte diesen Chef-Posten bis 1966 inne. Unmittelbar vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren in der Edeka 525 Genossenschaften mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 347 Millionen Reichsmark zusammengeschlossen.

Edeka: Die Geschichte der Genossenschaft in der Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verlegte die Edeka ihre Zentrale nach Hamburg. Die Geschichte der Genossenschaft war in den ersten Jahren nach dem Krieg durch die folgenden Ereignisse gekennzeichnet:

Zu Beginn der 60er-Jahre zählte die Edeka-Gruppe rund 45.000 Filialen. Deren Anzahl nahm in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich ab, während die Verkaufsfläche der Geschäfte anstieg. 1972 führte die Edeka eine groß angelegte Strukturreform durch. In deren Rahmen kam es zu einer grundlegenden Änderung der Warenversorgung, die fortan von den zwölf neu gegründeten Regionalgesellschaften übernommen wurde. Später wurde die Zahl der Regionalgesellschaften auf sieben reduziert. Edeka weitete das Umsatzvolumen kontinuierlich aus, im Jahre 1977 erzielte die Genossenschaft einen Gesamtumsatz von knapp 7 Milliarden DM.

Edeka seit der deutschen Wiedervereinigung

Nach der Wende kam es zur Übernahme von zahlreichen Konsum- und HO-Geschäften. Darüber hinaus dehnte Edeka die Geschäftstätigkeit beispielsweise nach Dänemark und Tschechien aus. Im Jahr 2005 übernahm der genossenschaftliche Edeka-Verbund endgültig die AVA (Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher) AG. Im gleichen Jahr übernahm Edeka rund 2.100 Supermärkte einschließlich der Netto-Marken-Discount-Geschäfte der Spar AG. 2007 kam es zur Übernahme der Mehrheit der Anteile an der Plus-Kette vom Tengelmann-Konzern.

In der Folgezeit erreichte die Edeka die folgenden Meilensteine:

Die Unternehmensstruktur und -organisation von Edeka

Der Edeka-Konzern wird von der Hamburger Zentrale aus gesteuert. Diese unterstützt die Regionalgesellschaften, die sich an den folgenden Standorten befinden:

Von dort aus beliefern die Regionalgesellschaften sämtliche Edeka-Supermärkte in der weiteren Umgebung.

Die Tengelmann-Übernahme

Am 1. Juli 2008 erteilte das Bundeskartellamt Edeka die Genehmigung, die Mehrheit der Discounter-Kette Plus vom bisherigen Eigentümer, der Tengelmann-Gruppe, zu übernehmen. Darüber hinaus stimmte die deutsche Kartellbehörde dem Plan von Edeka zu, die Plus-Geschäfte in konzerneigene Netto-Marken-Discounter umzuwandeln.

Allerdings erlaubte das Bundeskartellamt eine Beteiligung von Tengelmann als Minderheitsgesellschafter lediglich in Höhe von 20 Prozent statt der ursprünglich angedachten 30 Prozent. Außerdem untersagten die Wettbewerbshüter eine von Tengelmann und Edeka angestrebte Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Wareneinkaufs.

Edeka: Umsatz, Mitarbeiter und Co.

Im Geschäftsjahr 2021 wies die Konzernbilanz von Edeka einen Umsatz von 62,7 Milliarden Euro aus. Der Edeka-Verbund beschäftigte im selben Jahr rund 404.900 Mitarbeiter.

Heute gehören rund 12.000 Verkaufsstellen zur Edeka-Gruppe. Die Supermärkte werden unter verschiedenen Namen betrieben und unterscheiden sich hinsichtlich ihres Sortiments und ihrer Verkaufsfläche. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

Einige dieser Supermärkte sind auf bestimmte Regionen begrenzt.

Die Discounter-Ketten von Edeka

Darüber hinaus unterhält Edeka drei Discounter-Ketten:

Die Discounter der Edeka-Gruppe verkaufen ein weniger umfangreiches Angebot und führen besonders viele Produkte aus der preiswerten Eigenmarke-Linie Gut & Günstig.

Das größte Sortiment finden Verbraucher in den SB-Warenhäusern der Edeka-Gruppe. Dazu gehören:

Gehen Sie bei Edeka einkaufen?

Edeka: Angebot und Sortiment

Die Supermärkte und SB-Warenhäuser von Edeka bieten ein breit gefächertes Sortiment an Markenartikeln und Produkten aus der Edeka-Eigenmarke-Linie. Dazu gehören auch Drogerie-Artikel und Haushaltswaren. Die Waren des täglichen Bedarfs sind in die folgenden Rubriken gegliedert:

Die größeren Verbrauchermärkte führen darüber hinaus Waren unter anderem aus den folgenden Kategorien:

Auch interessant

Kommentare