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Honiggläser niemals ungespült wegwerfen: Der Grund ist schockierend

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Von: Jessica Jung

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Honiggläser gehören in den Glascontainer. Ungespült können sie allerdings zu einem Problem werden.

Dortmund – Honig ist vielseitig nutzbar, weshalb man ihn als Brotaufstrich, zum Backen oder als Zuckerersatz im Tee verwenden kann. Kein Wunder also, dass das beliebte Produkt in vielen Haushalten schnell leer ist. Viele schmeißen das Glas im Anschluss in den Glascontainer, doch dort sollten die Gefäße niemals landen, ohne ausgespült zu werden. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, wie RUHR24 berichtet.

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KlasseInsekten

Honiggläser niemals ungespült wegwerfen: Der Grund ist schockierend

Denn die Honig-Knappheit in Deutschland ist längst nicht mehr das einzige Problem. Kommen Bienen hierzulande in Kontakt mit Import-Honig, kann dieser den Tieren schaden. Sie können sich mit der sogenannten amerikanischen Faulbrut infizieren, welche sowohl Larven tötet als auch das gesamte Bienenvolk gefährden kann, wie Quarks berichtet.

Imker appellieren deshalb regelmäßig, die Gläser vor der Entsorgung gründlich durchzuspülen. Eine Behandlung mit Antibiotikum ist in Deutschland im Gegensatz zu einigen Ländern außerhalb der EU nämlich nicht erlaubt, erklärt die die-kleine-schwarzwaldimkerei.de. Durch die Behandlung der ausländischen Bienen geht es diesen zwar besser, doch die ansteckenden Erreger bleiben dennoch im Honig (mehr Garten-News bei RUHR24).

Aus diesem Grund sollten Bienen nach Angaben von Quarks mit dem Honig auf keinen Fall in Kontakt kommen. Wie hoch das Risiko einer Ansteckung tatsächlich ist, ist bisher noch nicht bekannt. Es stünde allerdings fest, dass die Tiere nach neuen Nahrungsquellen suchen, sobald die Blumen verblüht sind. In dieser Zeit bedienen sich die Bienen nicht selten an den Honigresten.

Honiggläser niemals ungespült wegwerfen: So kann den Bienen geholfen werden

Auch wenn die Seuche für Menschen völlig ungefährlich ist, kann man den Tieren helfen. Denn während das Töten der Bienen nach Angaben von 24garten.de Bußgelder kostet, ist die Hilfe erlaubt. Damit diese sich nicht mit der Bienenseuche infizieren, können Verbraucher mit einem einfachen Tipp vorsorgen. Dies gelingt nicht nur durch das Auswaschen der Gläser, sondern bereits beim Kauf des Honigs. So kann darauf geachtet werden, einheimischen Honig zu wählen.

Honig neben einer Brille und einer Zeitung
Honiggläser sollten vor dem Wegwerfen ausgespült werden. © Niehoff/Imago

Diesen finden Honig-Liebhaber beispielsweise bei Imkern aus Deutschland. Der Honig enthält dann keine Erreger der Amerikanischen Faulbrut. Außerdem ist dies deutlich umweltfreundlicher, da CO2 durch kurze Transportwege gespart wird.

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