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Instagram: Alles, was man über die Bilder-Plattform wissen sollte

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Von: Peter Strigl

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Instagram wächst und wächst - und ist insbesondere bei jungen Menschen beliebt. Die Bilder-Plattform hat neue Funktionen in die Welt der sozialen Netzwerke gebracht.

Menlo Park – Im Oktober 2010 ließ sich die Instagram-App erstmals im App Store von Apple herunterladen. Seitdem hat sie mehr als 1,2 Milliarden aktive Nutzer gewonnen.

Soziales NetzwerkInstagram
Erscheinungsjahr2010
EntwicklerKevin Systrom, Mike Krieger
MaintainerMeta Platforms

Instagram und Facebook: Wie „Insta“ groß wurde und von Marc Zuckerberg gekauft wurde

Instagram war 2010 von den beiden Programmierern Kevin Systrom und Mike Krieger als Plattform zum Teilen von Bildern gegründet worden. Zwei Jahre später kaufte Facebook-Gründer Marc Zuckerberg Instagram für eine Milliarde US-Dollar. Deswegen kann man sich auch bei Instagram mit Facebook anmelden. Der Sitz beider Firmen befindet sich in Menlo Park in Kalifornien.

Name und Symbol des sozialen Netzwerks

Die Bilder waren zu Beginn in Anlehnung an die berühmte Kodak Instamatic und Polaroid-Kameras noch quadratisch. Das alte Logo war auch noch recht deutlich als Kamera zu erkennen. Und auch der Name „Instagram“ leitet sich von den Sofortbildkameras ab (“instant“ ist englisch für „sofort“).

Seit 2016 beschreitet Instagram aber mit einem stark stilisierten Icon neue Wege. Und auch die Funktionen gehen inzwischen deutlich über die einer bloßen Foto-Plattform hinaus. Bekannt ist „Insta“ vor allem für die Storys: kurze, Fototagebuch-artige Geschichten, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.

Instagram Storys und andere Funktionen

Diese Funktion ermöglicht den Nutzern ohne großen Aufwand Eindrücke aus ihrem Alltag zu vermitteln. Wie der Name schon sagt, ist eine Instagram Story eine Art Mini-Geschichte, die anhand von Fotos, Videos oder Boomerangs (kurze Videosequenzen, die vor und zurück laufen) erstellt wird. Weil die Storys wieder gelöscht werden, ist der Perfektionsanspruch hier nicht ganz so hoch. Zudem werden sie in einem eigenen Bereich angezeigt, um die Feeds der anderen nicht zu überschwemmen.

Auf mittlerweile etwa einer Milliarde Handys weltweit installiert: die App von Instagram.
Instagram hat mehr als 1,2 Milliarden aktive Nutzer. © picture alliance/Andrea Warnecke/dpa-tmn

Daneben hat sich Instagram unter der Ägide von Marc Zuckerberg aber auch Funktionen bei anderen Plattformen abgeschaut. Der Feed ist von Facebook inspiriert, der Messenger ebenfalls. Und mit den Hashtags findet man passende Themen à la Twitter. Hinzugekommen sind außerdem Instagram TV (IGTV) für längere Videos und der Musik-Stream @music.

Bilder auf Instagram: Fotos, Likes und Hashtags

Das Format der Bilder ist nicht mehr quadratisch, sondern hochkant - ein neues Alleinstellungsmerkmal. Das ist kein Zufall. Damit passt Instagram sich dem Nutzungsverhalten seiner Mitglieder an. Obwohl es Instagram theoretisch auch auf dem MacBook oder für den PC gibt, nutzen es die meisten Menschen auf dem Smartphone per App für iOS oder Android.

Bekannt ist Instagram außerdem für seine Filter, mit denen User ihre Bilder gleich bearbeiten können. Diese Fotos können dann entweder als Profilbild, im Feed oder als Story angezeigt werden. Follower können diese dann mit Likes oder Kommentaren versehen. Und auch andere können Profile über deren Namen oder Hashtags finden und ansehen, falls diese öffentlich sind.

Die Kulturwissenschaftlerin Katja Gunkel schreibt in ihrem Buch „Der Instagram Effekt“, wie sich durch Instagram die Bildsprache verändert hat. Das Besondere an dieser Sprache sind laut Gunkel die Filter, die aus jedem noch so banalen Schnappschuss - sie nimmt Essen als Beispiel (“foodstagram“) - ein „Kunstwerk“ machen. Gunkel spricht deswegen von einer „Ästhetik des Imperfekten“.

Influencer bei Instagram: Die Welt der schönen Bilder

Manche Instagramer erreichen eine enorme Reichweite. Millionen von anderen Menschen folgen ihnen, sehen sich ihre Beiträge an, liken und kommentieren. Worum es auf dem jeweiligen Kanal geht, ist dabei ganz gleich. Manche Channels legen sich auf ein Thema fest, andere posten alles Mögliche aus ihrem Alltag.

Insbesondere durch Instagram hat sich so ein ganz neues Berufsbild entwickelt: das des Influencers. Diese Personengruppe kann oftmals gut von ihrem Einfluss auf Social Media leben. Geld verdienen sie meist durch Werbeverträge oder eigene Produkte. Influencer sind allerdings nicht immer beliebt, denn nicht jeder hat Verständnis für dieses Berufsbild.

Meiste Follower und meiste Likes - diese Accounts sind besonders erfolgreich

Das sind die Instagram-Accounts mit den meisten Followern (Stand: November 2022)

Nutzen Sie Instagram?

Follower und Likes kaufen: Das Geschäft mit dem Wunsch nach Anerkennung

Der Wunsch nach Likes und Follower kann auch so weit gehen, dass diese gekauft werden. Manche wollen selbst Influencer werden und damit Geld verdienen, andere wollen einfach ein bisschen mehr Anerkennung. Verschiedene Webseiten haben sich auf das Geschäft mit Followern und Likes spezialisiert. Es gibt sogar eigens programmierte Bots, die den User populärer machen sollen. Für manche wird Instagram sogar zur Sucht.

Ein Problem hat Instagram selbst in Angriff genommen. Mit „Instagram gegen Mobbing“ adressiert das Netzwerk die schwärzeste Seite des Konkurrenzkampfes auf Social Media. (pks)

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