Restaurant-Kunde gibt „Minus-Trinkgeld“ und begründet das mit neun Wörtern auf der Rechnung
Wie viel Trinkgeld sollen Restaurant-Besucher geben? Da gibt es unterschiedliche Meinungen, aber garantiert sollte man nicht klauen.
München – Zehn Prozent? 15 Prozent? 20 Prozent? Trinkgeld-Anteile handhaben viele Menschen unterschiedlich. Für schlechten Service wird auch mal kein Trinkgeld gegeben. Und in anderen Ländern mal mehr, mal weniger. Je nach Situation, Preis und Restaurant. Gar nichts zu geben, ist verpönt – sein Trinkgeld aber auch noch vom Endpreis abzuziehen und „Minus-Trinkgeld“ zu geben, allerdings äußerst kurios.
Trinkgeld-Irrsinn: „Minus-Trinkgeld“ eine Seltenheit – Schichtende sorgt für Eklat
Wie ein Kellner nämlich auf der Plattform reddit teilt, ist ihm ein sehr ungewöhnliches Trinkgeld „gegeben“ worden. Der Angestellte aus den USA, in denen Kellner und Kellnerinnen äußerst mies bezahlt werden und noch mehr auf das Trinkgeld, dort Tip, angewiesen sind, konnte es selbst nicht fassen. Er schrieb unter seiner abfotografierten Rechnung: „Die Schicht von meiner Kollegin war vorbei, ich musste ihren Tisch übernehmen. Die Kunden fanden das gar nicht gut und gaben ‚Minus-Trinkgeld‘.“
Auf der Rechnung strich der Kunde den Endpreis von 69,54 Dollar einfach durch, zog 3,50 Dollar ab und blieb bei einem Endpreis von 66,04 Dollar. Eine völlig obskure Herangehensweise, die so nicht einmal haltbar ist. Kein Trinkgeld zu geben ist das eine, Minus-Trinkgeld zu geben, das andere. Der Kunde schrieb in neun englischen Worten: „Serivce wasn‘t good. Waitress changed without notifying us.“ Übersetzt:. „Service war nicht gut. Kellnerin wechselte, ohne, dass wir informiert wurden.“ Unten auf der Rechnung ist auch noch das vorgeschlagene Trinkgeld zu erkennen: Für 18 Prozent, das niedrigste, wären 11,70 Dollar angebracht gewesen. Die Echtheit der Aktion ist nicht bewiesen.
„Restaurantbesitzer hassen diesen Trick“: Community lacht über „Minus-Trinkgeld“
In der Kommentarspalte lachten sich viele über diese plumpe Unverschämtheit schlapp. „Restaurantbesitzer hassen diesen Trick“, schreibt eine Frau. Andere lachen über die Rechtschreibung der dümmlichen Aussagen: „Waitriss“ bemängeln einige. Viele kapieren auch nicht, was es geändert hätte, das Schichtende zu kommunizieren. Ein wieder anderer scherzte: „Technisch gesehen schuldet ihm jetzt das Establishment Geld. Er hätte einfach eine Quadtrillion hinschreiben müssen und er müsste nie wieder arbeiten.“
Ein User meint noch: „Guter Gott, wenn du die Art der Schreibschrift liest, weißt du ganz genau, dass der Genpool seit Generationen den Bach runterläuft.“ So ein Zettel erinnert an ein „Trinkgeld-Geheimtipp“, den eine Kellnerin entdeckte. (ank)