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Supermarkt-Regale bald wieder leergefegt? Papierbranche schlägt Alarm

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Von: Vivian Werg

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Zuletzt kam es oft zu Engpässen bestimmter Lebensmittel und Produkte bei Aldi, Lidl & Co. Die Energie-Krise scheint die Versorgungssicherheit erneut zu gefährden.

Kassel – Corona, der anhaltende Krieg, die steigenden Energiepreise, Hamsterkäufe: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher stehen erneut vor leeren Regalen. Diese scheinen mittlerweile zum Interieur der Supermärkte zu gehören.

Die Papierindustrie warnt nun eindringlich und fordert umgehend Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiterhin gewährleisten zu können, wie hna.de schreibt.

Leere Regale bei Aldi, Lidl & Co.: Produktknappheit droht sich zu wiederholen

Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie vor zwei Jahren sorgten die Knappheit an Produkten und leere Regale in den Supermärkten für Aufregung und Frustration in Deutschland. Aufgrund der verbreiteten Hamsterkäufe wurden die Lieferketten überlastet und leergeräumte Regale waren die Folge. Mit den weiterhin steigenden Preisen für Lebensmittel, stehen in vielen Supermärkten von Aldi, Lidl und Rewe Kundinnen und Kunden nun erneut vor leeren Regalen, manche Produkte wie Hygienepapier suchen sie vergeblich.

Laut Martin Krengel, Vorstandsvorsitzender des Hygienepapierproduzenten Wepa und Vizepräsident des Verbandes „Die Papierindustrie“, stellt vor allem die Gas- und Energie-Krise die Papierindustrie vor eine neue Herausforderung. Im Hygienepapier-Produktionsprozess seien sie besonders auf Gas angewiesen. Bei einem Wegfall könne die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleistet werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Leere Supermarkt-Regale: Wird Toilettenpapier wieder zur Mangelware?
Leere Supermarkt-Regale: Wird Toilettenpapier wieder zur Mangelware? © Steffen Unger/Imago

Aldi, Lidl, Rewe: Welche Maßnahmen sind für die Versorgungssicherheit erforderlich?

„Die Papierindustrie“ begrüßt grundsätzlich die Empfehlungen der Gaskommission. Trotz der vorgeschlagenen Entlastungsmaßnahmen dürfe aber nicht vergessen werden, dass sich die Erdgas- und Strompreise in den letzten Monaten zeitweise mehr als verzehnfacht haben, so Verbandschef Winfried Schaur bei einem Treffen mit den wirtschafts- und energiepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen.

„Die Papierindustrie“ hat daher ein Positionspapier für eine neue Energiepolitik vorgestellt und in Berlin demonstriert. Laut Verbandschef Winfried Schaur sind unter anderem nachfolgende Maßnahmen notwendig, damit die Versorgungssicherheit nicht unterbrochen wird:

Lebensmittelverbände bitten bereits um Besonnenheit beim Einkauf. Hamsterkäufe würden die Preise letztendlich noch mehr in die Höhe treiben und für andauernde leere Regale sorgen. (Vivian Werg)

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