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Netto: Geschichte, Filialen und Sortiment des Discounters

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Netto gehört zu den führenden deutschen Discountern. Das Sortiment umfasst neben Produkten der Eigenmarke auch zahlreiche Artikel von bekannten Markenherstellern.

Maxhütte-Haidhof – Am 1. Januar 2009 wurde die Übernahme der Supermarkt-Kette Plus durch Netto rechtswirksam. Netto stellt ein Tochterunternehmen der Edeka-Gruppe dar. Aus diesem Grund war eine kartellrechtliche Genehmigung der Integration der zuvor von der Tengelmann-Group betriebenen Plus-Filialen in Deutschlands größten Lebensmitteleinzelhandelskonzern erforderlich. Diese war im Jahr zuvor erteilt worden. Die Eingliederung der Plus-Supermärkte in die Netto-Discounter-Kette wurde Mitte des Jahres 2010 abgeschlossen.

UnternehmenNetto
HauptsitzMaxhütte-Haidhof
Gründung1928, Regensburg
GründerMichael Schels
DachorganisationEdeka Zentrale

Netto: Die Geschichte des Discounters von den Anfängen bis zur Deutschen Wiedervereinigung

Die Geschichte der heutigen Netto-Gruppe begann im Jahre 1928. In diesem Jahr gründete der Kaufmann Michael Schels einen Großhandel für Lebensmittel in Regensburg. Nach dem Krieg expandierte das Unternehmen stark und beschäftigte im Jahr 1956 bereits 100 Mitarbeiter. 1971 wurde das erste Lebensmitteleinzelhandels-Geschäft in Beilngries eröffnet. Es trug den Namen SuDi (SuperDiscount). Weitere derartige Supermärkte wurden in den nächsten zwanzig Jahren eröffnet. Insgesamt entstanden auf diese Weise bis Mitte der 80er Jahre rund 50 SuDi-Supermärkte. Zu dieser Zeit entwickelte die Unternehmensgruppe ein Discounter-Konzept und gründete 1983 das erste Netto-Geschäft. Anschließend erfolgte die Umwandlung der SuDi-Märkte in Netto-Filialen. Diese Umstellung war im Jahre 1990 abgeschlossen.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung expandierte die Netto-Gruppe sofort in die neuen Bundesländer. Bereits im Jahr 1990 eröffnete der Lebensmittelhändler die erste Filiale in Ostdeutschland, der zahlreiche weitere folgen sollten. Um die Versorgung der Netto-Märkte in den neuen Bundesländern sicherzustellen, errichtete der Konzern eine Niederlassung in Guteborn bei Meerane.

Der Discounter in den 90er Jahren

In den 90er Jahren setzte Netto seinen Wachstumskurs fort, die Expansion in dieser Zeit wies die folgenden Wegmarken auf:

1992 verlegte der Netto-Konzern seinen Sitz und die Hauptverwaltung von Regensburg nach Maxhütte-Haidhof.

Der Verkauf an die Edeka-Gruppe

Im Laufe der weiteren Geschichte des Konzerns wechselte Netto 2004 den Eigentümer: Die Tiwi Vermögensverwaltungsgesellschaft, die zum Spar-Konzern gehörte, übernahm die Discounter-Gruppe. Bereits ein Jahr später, im April 2005, folgte der Verkauf an die Edeka-Gruppe, zu der Netto noch heute gehört. Der Edeka-Konzern basiert auf einer genossenschaftlichen Organisation und ist größter Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland.

Netto setzte seinen Wachstumskurs 2007 durch die Übernahme der Kondi-Supermärkte fort. Bis 2009 folgte die Integration der ehemaligen Plus-Märkte in die Netto-Gruppe beziehungsweise in den Edeka-Konzern. Durch die Übernahme dieser Supermarkt-Kette gelang Netto endgültig die Ausdehnung des Filial-Netzes nach Mittel- und Norddeutschland.

Netto setzt seit der Jahrtausendwende auf den Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Aus diesem Grund ging das Unternehmen 2015 eine Partnerschaft mit der Umweltorganisation WWF ein. Im Rahmen dieser Kooperation verfolgen die beiden Partner die folgenden gemeinsamen Ziele beziehungsweise Projekte:

2018 feierte die Netto-Gruppe ihr 90-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt betrieb der Konzern rund 4.200 Geschäfte und hatte 75.000 Mitarbeiter. Heute betreibt der Netto-Konzern bundesweit 4.280 Filialen und beschäftigt rund 81.800 Mitarbeiter (Stand November 2022).

Die Organisation und Filialen von Netto

Der Netto-Konzern organisiert wie andere Supermarkt- und Discounter-Gruppen Wareneinkauf und -belieferung der Filialen ebenso wie zentrale administrative Aufgaben über Niederlassungen. Diese sind für die Netto-Märkte in ihren Regionen zuständig.

Das Filialnetz aus 4.280 Verkaufsstellen besteht aus Discounter-Märkten mit einem Vollsortiment und den kleineren Marken-Discounts City. Diese Filialen befinden sich in zentraler urbaner Lage und bieten auf ihrer kleineren Verkaufsfläche keine Non-Food-Artikel an, die von den übrigen Netto-Discountern im Rahmen von Aktionen verkauft werden.

Der Marken-Discounter Netto in Marzahn-Hellersdorf
Die Discounter-Kette „Netto“ bildet einen Bestandteil des Edeka-Konzerns © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene

Netto: Der Onlineshop

Bereits seit 2013 betreibt Netto neben den Filialen auch einen Onlineshop. Anders als viele Mitbewerber bietet Netto in diesem Shop nicht nur Non-Food-Artikel, sondern auch zahlreiche haltbare Lebensmittel an.

Darüber hinaus können Verbraucher im Onlineshop von Netto auch Reisen buchen. Unter anderem stehen Flugreisen, Rundreisen, Ferienwohnungen sowie Kreuzfahrten zur Auswahl. Ein Fotoshop bildet ebenfalls einen Bestandteil des Online-Angebots von Netto.

Das Sortiment des Discounters Netto

Nach den auf der eigenen Homepage veröffentlichten Angaben bieten die Filialen von Netto das größte Sortiment an Lebensmitteln im deutschen Discounter-Bereich. Es umfasst mehr als 5.000 verschiedene Artikel. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den folgenden Warengruppen:

Netto legt viel Wert auf den Verkauf von regionalen Produkten. Darüber hinaus präsentiert der Discounter Getränke und zahlreiche andere Artikel in Mehrwegverpackungen.

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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Die Netto-Gruppe präsentiert sich Konsumenten und der Öffentlichkeit als besonders umweltorientierter Lebensmitteleinzelhändler. Produkte, die den gemeinsam mit dem WWF entwickelten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, werden mit dem Logo dieser Umweltschutzorganisation gekennzeichnet. Sie gehören insbesondere zu den folgenden Produktgruppen beziehungsweise Themenbereichen:

Neben seinem großen Angebot an Markenartikeln bietet Netto sowohl in den Filialen als auch im Onlineshop Artikel der Eigenmarken an. Diese zeichnen sich in der Regel durch ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

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