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„Was ist mit den Gastronomen los?“ – Saftiger Aufpreis für Zitronenstück stößt Restaurant-Gast sauer auf

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Bei einem Restaurantbesuch mit ohnehin schon gehobenen Preisen bringt ein Extra das Fass zum Überlaufen. Auch andere Gäste berichten von ihren Negativerfahrungen.

München – Zuerst Corona, dann eine horrende Teuerung und zum Teil Arbeitskräftemangel. Die letzten Jahre waren für viele Gastwirte wahrlich nicht einfach. Dennoch stoßen teurer gewordene Speisen und Getränke in Restaurants, Imbissen und Co. den Kunden bisweilen sauer auf. Besonders im Falle eines Aufpreises für ein Stück Zitrone in einem Lokal zeigt ein Gast keinerlei Verständnis.

Gast verärgert über Aufpreis für Zitronenschnitz: „Für mich kaum zu akzeptieren“

„War heute Mittagessen. Zwei Personen. Käsespätzle mit einer Cola. Gehobene Preise“. Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag auf der Plattform Reddit, mit dem ein Nutzer seine Erfahrung in einem Gastbetrieb teilt. Wie der Beitragsersteller in den Kommentaren preisgibt, handelt es sich um ein Lokal in einem Einkaufszentrum im Süden der österreichischen Hauptstadt Wien.

Shopping Center Süd Österreich südlich von Wien Gastronomie Gast verärgert über Aufpreis für Zitrone
Der Aufpreis für ein Stück Zitrone ist einem Gast in Österreich jüngst sauer aufgestoßen. (Symbolbild/Montage) © Shotshop/Volker Preußer/Imago

Doch nicht etwa die Qualität der Spätzle wird vom Kunden angekreidet. Denn wie es weiter heißt, stößt ihm vor allem ein kleines Extra sauer auf: „Auf der Rechnung sehe ich dann, dass mir ein Euro für den Zitronenschnitz, den ich zur Cola dazubestellt habe, verrechnet wurde. Wie seht ihr das? Für mich kaum zu akzeptieren. Somit das letzte Mal dort gegessen. Immer jammern, dass keine Leute mehr kommen, dann so etwas abziehen.“ Vor dem Hintergrund ist auch der Titel des Beitrages zu verstehen: „Was ist mit den Gastronomen los?“, fragt der Nutzer die Community.

„Finds frech und unnötig“ – Aufpreis für Stück Zitrone erhitzt die Gemüter

Viele andere Reddit-Nutzer können den Unmut des Gastes wohl nachvollziehen. Mehr als 230 Kommentare (Stand: 23. Mai), tummeln sich nach nicht einmal zwölf Stunden unter dem Beitrag – die meisten davon schlagen in eine ähnliche Kerbe wie der Ausgangspost. „Ich finds irgendwo frech und unnötig. Damit werden sie auch nicht reich, es deckt auch keine Kosten, sondern verärgert nur die Gäste“, gibt ein Nutzer zu Protokoll.

Ein anderer User meint: „20 bis 30 Cent maximal wären für 1/4 Zitrone angebracht, wenn überhaupt. Früher war ein Stückerl Zitrone ohnehin gratis dabei.“ Weitere Personen im Kommentarbereich sagen hingegen, die Angestellten des Lokals hätten zumindest vorher darüber informieren sollen, wie viel für den Extrawunsch fällig werde. Nicht immer ist es allerdings der Preis, der im Internet für hitzige Diskussionen sorgt. Manchmal ist es auch der schiere Anblick einer Speise.

Die Aufregung über die für viele gesalzenen Preise schmeckt allerdings nicht allen Usern. Manche setzen es etwa in Relation zum Gesamtpreis: „Was kostet essen gehen? 20 bis 25 Euro mindestens. Pro Person zahlst also bei einer 50-Euro-Rechnung zwei Prozent mehr durch die Zitronenscheibe, finde ich ok. Darüber beschweren und auf Reddit posten, ist absolut lächerlich IMO (in my opinion, Anm.).“ Auch ein weiterer Kommentar geht in diese Richtung: „Ich persönlich gehe selten essen, weil ich mir dieser extremen Mehrkosten bewusst bin, aber wenn ich essen gehe, bezahle ich, was es kostet, und akzeptiere das ohne meckern.“

User berichten von ähnlichen Restaurant-Erlebnissen: „Geh nicht mehr hin“

Viele Nutzer berichten auch von Erlebnissen, die über eine Zitrone hinausgehen, aber dieselbe Problematik anschneiden: „Mir vermiesen diese Aufschläge auch den Besuch“, schreibt ein User etwa. Und weiter: „Neulich habe ich vier Euro für einen leeren Teller mit Besteck für meinen dreijährigen Sohn bezahlt, in einem hochpreisigen Restaurant.“ Manchmal liefern aber auch vermeintlich zu niedrige Preise für Speisen ordentlich Diskussionsstoff.

Thema der Diskussion ist selbstverständlich auch Leitungswasser: „Hab vor kurzem zwei Euro für ein Leitungswasser zahlen dürfen, wobei wir um 60 Euro zu dritt gegessen haben. Die Preise sind überall verrückt und mich machts zornig“, heißt es in einem Kommentar. Andere finden dagegen eigenwillige Methoden, um den Aufschlägen etwas entgegenzusetzen: „Wenn wer sowas abzieht (egal ob Stück Zitrone, Leitungswasser oder Spritzer Ketchup), dann gibts halt kein Trinkgeld (also wirklich 0,00€).“ Ein User hat hingegen die wohl einfachste Lösung: „Geh nicht mehr hin, aber sag ihnen warum.“ (jm)

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