Süße Versuchung

Adventskranz-Rezept: Köstliche und süße Täuschung zum selber Backen 

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Ein kleines Kunstwerk: So sieht der fertige Adventskranz aus.

Weihnachten steht vor der Tür. Ein leckeres Rezept für einen ganz besonderen Adventskranz lässt die Herzen höher schlagen. Schritt für Schritt zum selber Backen.

  • Der erste Advent steht vor der Tür - die Weihnachtszeit wird eingeläutet
  • Für einen außergewöhnlichen Adventskranz gibt es ein tolles Rezept aus Benediktbeuern
  • Der Kranz ist eine köstliche Täuschung - keine der Kerzen wird angezündet

Benediktbeuern – Den Heiligabend wird der Adventskranz von Monika Triebenbacher aus Benediktbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) nicht erleben. Auch das erste Lichtlein wird am Sonntag nicht strahlen – denn keine der Kerzen auf dem Kranz wird je angezündet. Die lodernde Flamme und das weiße Wachs – alles ist eine Täuschung.

Eine süße, köstliche Täuschung, denn hinter Triebenbachers Adventskranz verbirgt sich eine Torte mit schwarzem Kakao, flüssigem Karamell und Vanille- und Kaffee-Cremes. „Der Kuchen ist innen schwarz“, erklärt Triebenbacher. „Er schmeckt nicht nur, sondern sieht auch beim Anschneiden gut aus.“

Adventskranz Rezept: Schokoladenplättchen in verschiedenen Brauntönen

Den Kranz hat sie mit Schokoladenplättchen in verschiedenen Brauntönen bedeckt. „Es soll an Holz erinnern“, erklärt sie. Die 40-Jährige trägt eine rosa Schürze und pinke Handschuhe. Vorsichtig steckt sie ein Holzstäbchen durch eine der Kerzen. Ein prüfender Blick, dann setzt sie langsam die Kerze auf den Kranz auf. Sitzt sie auch gerade? Triebenbacher verrückt sie noch einmal, dann ist sie zufrieden. „Irgendwann hat man ein Auge dafür“, sagt sie. „Und im Laufe der Zeit wird man immer besser.“

Triebenbacher ist in Tschechien aufgewachsen, schon ihre Mutter hat das ganze Dorf mit Gebäck versorgt. Ihren ersten eigenen Kuchen backte sie mit acht Jahren. „Er sah zwar ganz gut aus, aber er hat überhaupt nicht geschmeckt“, erinnert sie sich. Mit 28 Jahren folgte die erste Torte mit einem Bärchen als Überraschung für ihren Mann. Heute duftet es bei ihr täglich nach Backwaren.

Monika Triebenbacher: Bloggerin teilt Rezepte und Werke mit anderen 

Hauptberuflich arbeitet sie bei der Firma ihres Mannes im Büro, in der Freizeit gibt sie Backseminare und erschafft aufwendige Kuchenkunstwerke. Auf ihrem Blog und im sozialen Netzwerk Instagram teilt sie ihre Werke und Rezepte mit anderen. Rund 12 000 Leute folgen ihr. Viele kennen sie vom Fernsehen, weil sie 2015 in der Sat1-Show „Das große Backen“ gewonnen hat.

„Das Backen ist fast wie eine Sucht“, erklärt sie. In den letzten Jahren hat sie im Advent bis zu 15 Plätzchensorten hergestellt. „Dieses Jahr werden es nicht so viele“, kündigt sie an. Vanillekipferl gibt es bei der Familie sowieso das ganze Jahr, ansonsten möchte sie beim Weihnachtsgebäck aus Zeitgründen kürzer treten. Wobei: „Das sage ich jetzt – und dann backe ich wahrscheinlich doch wieder viel zu viel.“

Weihnachts-Kranz: Profi braucht nur wenige Handgriffe für Kunstwerke

Eigentlich macht ihr bei dem Hobby alles Spaß. „Nur das Modellieren mag ich nicht so gerne“, sagt sie, während sie grünes Fondant ausrollt. Sie schneidet feine Streifen herab, mit wenigen Handgriffen formt sie daraus eine filigrane Schleife für die Adventskranzkerzen. Auf dem Kranz sollen auch ein paar Zwerge sitzen. Sie braucht nur ein paar Minuten, um aus Fondant Bart, Zipfelmütze, den Oberkörper, die Arme und die Beine zu zaubern. Triebenbacher liegt Wert auf Details. Eine ihrer besonderen Spezialitäten sind Macarons. Natürlich kommt das Baisergebäck auch auf den Adventskranz, verziert mit zarten, weißen Schneeflocken.

Woher sie die Ideen für ihre Torten hat? „Ich lasse mich im Alltag inspirieren“, sagt sie. „Und oft träume ich sogar davon.“ Der Gedanken, einen Adventskranz zu backen, ist ihr vor zwei Jahren gekommen, als ihre Nachbarin ein Adventskranz-Basteln organisiert hat.

Benediktbeuern: Kranz als Kunstwerk  - mit Glitzer und Schoko-Kugeln

Die Benediktbeuerin legt die letzten Handgriffe an. Hier noch etwas Glitzer, dort noch ein paar Schoko-Kugeln, dann ist alles fertig. Monika Triebenbacher grinst. „Am liebsten würde ich jetzt ein Messer nehmen und reinschneiden“, sagt sie. „Das schönste ist, wenn die Torte gekillt wird.“ Der Advent hat kaum begonnen, da ist der Adventskranz von Monika Triebenbacher schon gegessen. Eine Kerze leuchtet am Sonntag trotzdem – am ganz klassischen Adventskranz der Familie.

Das Rezept: Adventskranz zum selber machen

Die Adventskranz-Torte von Monika Triebenbacher ist durchaus anspruchsvoll herzustellen. Wer sich daran versuchen möchte, findet das Rezept online unter www.merkur.de. Weitere Rezepte und Backtipps veröffentlicht Monika Triebenbacher auf ihrem Blog unter www.monika-triebenbacher.de.

Für die Tortenböden: 4 Eier und 150 g Zucker aufschlagen; 110 ml Öl und 220 ml Milch dazugeben, 250 g gesiebtes Mehl, 1 Päckchen Backpulver und 50 g Back-Kakao unterheben, mit einer Prise Salz würzen. Ein Einweckglas in eine Backform mit 26 Zentimeter Durchmesser stellen, den Teig einfüllen und rund 45 Minuten im vorgeheizten Backofen backen (170 Grad bei Ober- und Unterhitze, 160 Grad bei Umluft). 

Zuerst den Teig in den Ofen schieben.

Für die Füllung: Den Kuchen über Nacht stehen lassen, danach in drei Böden und einen Deckel schneiden. 

Über Nacht stehen lassen - dann in drei Böden und einen Deckel schneiden.

Füllungen zwischen den Schichten: Johannisbeer-Marmelade, zwei Cremes und flüssiges Karamell. Für die Cremes aus 1 l Milch, vier Eigelb, 120 g Stärke und einer Prise Salz eine Pudding-Masse kochen. Das Eigelb aufschlagen, die Stärke hinzugeben und mit der Milch verrühren. Achtung: Nicht zu schnell kochen, damit die Masse nicht stockt. Dann die Masse zweiteilen. In der einen Hälfte lösliches Kaffeepulver auflösen, in der anderen das Mark einer halben Vanilleschote. Zweimal 300 g Butter schaumig schlagen und einen Esslöffel Puderzucker dazu geben. Die beiden Massen portionsweise zur Butter geben. Butter und Pudding müssen die gleiche Temperatur haben. Für das flüssige Karamell einen leeren Topf mit dickem Boden erhitzen und 200 g Zucker dazu geben. Sobald der Zucker aufgelöst ist, zunächst 120 ml Sahne hinzufügen und danach 60 g Butter und eine Prise Salz. Auf den unteren Boden die Johannisbeer-Marmelade auftragen, dann die beiden Cremes darauf spritzen und das Karamell hinzugeben. Von der Vanille-Creme noch einen Teil übrig lassen. 

Dann den Teig befüllen.

Bei den weiteren Schichten zwischen den Böden genauso verfahren. 

Für die dunkle Ganache zum Überziehen der Torte: 400 g Sahne erwärmen und mit 400 g Zartbitter-Schokolade verrühren. 

Für die Kerzen einen Biskuitboden backen und auskühlen lassen. Für den Biskuitboden sechs Eier mit 160 g Zucker, einer Prise Salz und einigen Tropfen Zitronensaft aufschlagen. 180 g Mehl, eine Packung Vanillepudding-Pulver und 1 Teelöffel Backpulver mischen und sieben. Die gesiebten Zutaten mit einem Schneebesen portionsweise unter die Eier und den Zucker heben. Teig in eine Backform füllen und zwischen 40 und 50 Minuten backen. Den Kuchen in Böden schneiden und 24 Kreise ausstechen. 

Anschließend Kreise ausschneiden.

Auf den Teig Johannisbeer-Marmelade und den Rest der Vanillecreme auftragen 

Und dann die Kerzen mit sechs Schichten bauen.

und Kerzen mit sechs Schichten bauen. 

Der letzte Schritt.

Für die helle Ganache zum Überziehen der Kerzen: 200 g Sahne erwärmen und mit 600 g weißer Schokolade mischen, über Nacht stehen lassen. Dann auf die Kerzen auftragen und heruntertropfen lassen. 

Für die Dekoration: Dunkle Schokolade, Vollmilchschokolade und Karamell-Schokolade schmelzen, jeweils über eine Platte streichen, eine Nacht stehen lassen und dann teilen. Achtung: Die Zartbitterschokolade darf nicht über 50 Grad und die Milchschokolade nicht über 45 Grad erhitzt werden. Die Kerzen mit Stäbchen auf der Torte fixieren. 

Mit einem Stäbchen werden die Kerzen auf der Torte fixiert.

Fondant mit Lebensmittelfarbe färben und daraus den Docht formen und mit einem Zahnstocher auf den Kerzen anbringen. Weitere Dekoration anbringen, zum Beispiel Figuren und Macarons. 

Für die Macarons 100 g Puderzucker mit 100 g gemahlenen Mandeln vermengen. 90 g Eiweiß mit 100 g Zucker steif schlagen. Portionsweise den Mandelzucker auf die Masse sieben und untermischen. Die Masse rühren und dann mit einem Spritzbeutel auf ein Blech mit Backpapier spritzen. Das erste Backblech 20 Minuten zuerst bei 80 Grad Ober-Unterhitze in den Ofen, danach auf 130 bis 150 Grad Ober-Unterhitze hochschalten und weitere 10 bis 15 Minuten backen. Die Macarons auskühlen lassen und nach Geschmack füllen, zum Beispiel mit Vanille-Creme, sollte noch etwas vorhanden sein. Weitere Tipps für die Macaraons sowie weitere Rezept veröffentlicht Monika Triebenbacher auf ihrem Blog unter www.monika-triebenbacher.de

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Doch nicht nur jetzt wird Ihnen dieser geniale Butter-Trick das Backen erleichtern. Probieren Sie es am besten direkt aus.*

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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