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„Wohnt der Product Manager noch bei Mami?“ Kaufland-Kunde meldet sich mit gepfefferter Beschwerde

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Von: Armin T. Linder

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Ein Hobby-Koch meldet sich nach seinem Einkauf in der Heimat der Supermarkt-Kette Kaufland mit einer gepfefferten Beschwerde zu Wort.

Neckarsulm - Kaufland hat seinen Sitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg) - doch der „Heimvorteil“ hindert einen Kunden aus der Region nicht daran, kritisch an die Produkte der Kette heranzugehen. Mehr noch: Er meldet sich via Facebook am Tag nach seinem Einkauf in der Neckarsulmer Filiale mit einer gleich doppelt gepfefferten Beschwerde. Denn sein Gewürz-Kauf verlief nun wirklich nicht zu seiner Zufriedenheit (ähnlich wie der eines Oregano-Fans unlängst bei Penny). Drei Fotos und seine Sätze erklären, warum.

„Kaufland: Das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein“ - Kunde beschwert sich

„Kaufland: Das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein!“, beginnt er sein Posting. „Entweder ganze Pfefferkörner im Glas mit Mühle oder zum Nachfüllen in einer Tüte oder gemahlen mit Streuer. Aber ganze Pfefferkörner im Glas mit Streuer?“ Praktikabel sieht das tatsächlich nicht aus.

Unterlief hier eine Panne, und es hätte eigentlich ein Aufsatz mit größerer Öffnung auf dem Glas angebracht sein sollen? Oder ist es Standard, dass die Gewürzgläser so aussehen? Der Kaufland-Kunde fragt sich: „Wohnt der Product Manager noch bei Mami und stand noch nie im Leben in der Küche?“

Das Social-Media-Team von Kaufland meldet sich prompt zu Wort und bedauert die Unzufriedenheit des Kunden. „Danke, dass du uns schreibst. Es tut uns sehr leid, dass bei dem Pfeffer keine Mühle vorhanden ist“, heißt es in der Reaktion. „Gerne würden wir dich zum weiteren Austausch mit unserem Kundenmanagement zusammen bringen. Sende uns dafür bitte einmal deine E-Mail-Adresse per Direktnachricht.“

Kaufland-Pfeffer: Anderer Kunde meint, die Hintergründe zu kennen

Ein anderer Facebook-Nutzer meint, aufklären zu können. „Das sind Universaldeckel. Beim Bild zwei siehst du die vorgeprägte Bruchkante. So einfach ist Bergbau und schon ist das Essen gewürzt.“ Tatsächlich lässt sich der Deckel wohl mit einem Hilfsmittel und kräftigem Druck aufbrechen. Und schon prasseln die Pfefferkörner aus dem Glas. Das stellt den Kaufland-Kunden nicht zufrieden: „Wer streut sich auf seinen Kartoffelsalat oder Tomatensalat ganze Pfefferkörner? Ich kenne keinen… Bei so ner Verpackung erwarte ich zwingend bei ganzen Körnern ne Mühle oben dran.“

Es entsteht eine kleine Kochdiskussion zwischen den beiden Herren. „Ganze Pfefferkörner gehören lecker in den Gulasch. Und wenn ich gemahlenen nutzen will, nehme ich einen kleinen Mörser und Stößel. Kennst so etwas oder bist du wirklich so unbeholfen? Wieso kaufst du dir die ganzen Körner dann überhaupt?“, stichelt der andere Nutzer. Der Pfeffer-Käufer antwortet mehrfach und kriegt am Ende noch einen Tipp gratis: „Dann hättest eh besser gemahlenen gekauft.“ Auch ein anderer Kaufland-Kunde beschwerte sich unlängst öffentlich mit Fotos - er flüchtete unzufrieden zu Aldi. (lin)

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