US-Hinrichtung abgesagt

200-Kilo-Häftling entgeht Todesstrafe

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Bei der Diskussion um die Todesspritze für den schwer fettleibigen Ronald Post (kleines Foto) wurde mit Gewichten die Belastbarkeit des Hinrichtungstisches getestet. 

Columbus - Der Tod durch die Giftspritze wäre für ihn unmenschlich langsam und grausam, plädierten die Anwälte eines über 200 Kilogramm schweren US-Häftlings. Der Mann wurde begnadigt.

Ronald Post hätte im Januar wegen Mordes an einer Motel-Angestellten im Jahr 1983 hingerichtet werden sollen. Vor einem Bundesgericht hatten Posts Anwälte argumentiert, dass er einen langsamen, grausamen Tod sterben würde, wenn das Gift wegen der nicht zugänglichen Venen in einen Muskel gespritzt werden müsse.

Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, verschonte den zum Tode Verurteilten allerdings nicht, weil die Exekution durch eine Giftspritze für den verurteilten Mörder wegen dessen Fettleibigkeit zu grausam gewesen wäre, wie Posts Anwälte vor Gericht argumentiert hatten. In seiner Entscheidung am Montag (Ortszeit) umging Gouverneur Kasich diese Frage und wandelte Posts Todesstrafe wegen Fehlern seiner Anwälte in eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung um.

dapd

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