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2G-Regel im Supermarkt: Heikle Möglichkeit jetzt schon in zwei Bundesländern Realität

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Von: Richard Strobl

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Geimpft! Genesen!“ steht auf einem Schild an einer Bar in der Dresdner Neustadt.
Geimpft! Genesen!“ steht auf einem Schild an einer Bar in der Dresdner Neustadt. © Robert Michael/dpa

Nur noch Geimpfte und Genesene in Supermärkten? Diese heikle Möglichkeit besteht nun schon in zwei Bundesländern. Die Märkte müssen sie aber nicht umsetzen.

Hannover - Die Corona-Regeln sorgen weiterhin für Einschränkungen im Alltag in Deutschland. Besonders hart wird aktuell über die 3G+ und die noch strengere 2G-Regel diskutiert. Mit diesen Zugangs-Voraussetzungen ist vielerorts wieder ein normaleres Leben möglich - zumindest für die, die diese Voraussetzungen erfüllen.

In viele Bars, Clubs oder Theater-Vorstellungen dürfen Menschen mittlerweile nur noch mit einem Nachweis über ihre Corona-Impfung oder -Genesung. Bei der strengen 2G-Variante reicht selbst ein PCR-Test nicht mehr aus, um in eine Lokalität gehen zu können.

2G-Regel in Supermärkten? Hessen prescht vor

Von der Möglichkeit den Zugang mit 2G-Regeln zu beschränken, waren Supermärkte allerdings bislang ausgenommen. Der Einzelhandel und der öffentliche Nahverkehr waren zumeist für jeden - unter Einhaltung der Maskenpflicht - nutzbar.

Doch nun sorgen zwei Bundesländer für ordentlich Aufregung: In Hessen und in Niedersachsen haben Supermärkte, wie Aldi, Lidl und Penny nun die Möglichkeit den Zugang zu ihren Geschäften durch die 2G-Regel zu beschränken. Das würde bedeuten, dass Menschen, die nicht über einen Genesenen- oder Impf-Nachweis verfügen, nicht dort einkaufen können.

Schon am Dienstag verkündete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die neue Regel. Demnach können die Geschäfte nun selbst entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Geschäfte lassen wollen. Diese Regelung sei auf Wunsch der Branche entstanden, heißt es von der Politik.

2G-Regelung auch in Supermärkten in Niedersachsen möglich

Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass diese Option - wenn überhaupt - nur tageweise gelten soll: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, hieß es in einer Mitteilung.

Wenige Tage später zog nun Niedersachsen nach. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bestätigte das dortige Wirtschaftsministerium, dass der Einzelhandel und Supermärkte die Option haben, sich für eine 2G-Regel zu entscheiden.

Die 2G-Möglichkeit ist demnach bereits in der aktuellen Verordnung geregelt. Wer sich für diese Option entscheidet, kann in seinem Laden auf die Maskenpflicht und das Einhalten von Abstandsregeln verzichten.

Der Handelsverband begrüßt diese Regelung gegenüber dem Portal - glaubt aber nicht, dass viele Händler von ihr Gebrauch machen werden.

Ob andere Länder nun nachziehen? In Bayern ist die Regelung offenbar keine Option. Das bestätigte nun Gesundheitsminister Klaus Holetschek. (rjs)

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