Waldbrände in Chile

370 000 Hektar Land verbrannt: Aber Lage bessert sich

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Durch die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Chiles sind bisher schon 370 000 Hektar Land zerstört worden. Foto: Esteban Felix

Santiago de Chile (dpa) - Durch die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Chiles sind bisher schon 370 000 Hektar Land zerstört worden. Das entspricht in etwa der vierfachen Fläche Berlins.

Wie der Katastrophenschutz (Onemi) mitteilte, wurden bislang 4000 Menschen obdachlos und rund 1000 Häuser zerstört. Elf Menschen kamen bisher ums Leben. Insgesamt sind über 4500 chilenische Feuerwehrleute und Helfer aus dem Ausland im Einsatz. Die Zahl der Brandherde konnte reduziert werden: Derzeit sind den Angaben zufolge 54 der rund 110 verbliebenen Brände unter Kontrolle.

Neu im Einsatz ist seit Montag ein russisches Löschflugzeug vom Typ Iljuschin II-76, das in der südchilenischen Katastrophenregion Bio Bio bis zu 42 000 Liter Wasser pro Flug abwerfen kann. Auf Initiative einer reichen Chilenin, die in den USA lebt und mit dem Enkel des Walmart-Gründers verheiratet ist, fliegt seit Tagen auch das größte Löschflugzeug der Welt Rettungseinsätze, eine Boeing 747-400: Der "Supertanker" kann bei jedem Flug 72 000 Liter Wasser abwerfen.

Bisher wurden 43 Personen wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Als Hauptursache für die Ausbreitung der Brände gilt dramatische Trockenheit bei Temperaturen von über 35 Grad.

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