Missouri

74-Jähriger mit Hirnschaden wegen Mordes hingerichtet

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Im US-Bundesstaat Missouri ist ein Häftling, der an einem Hirnschaden litt, hingerichtet worden.

Jefferson City - Im US-Bundesstaat Missouri ist ein wegen Mordes an einem Polizisten  verurteilter 74-Jähriger hingerichtet worden, der an einem schweren Hirnschaden litt.

Nach Angaben der Strafvollzugsbehörden wurde Cecil Clayton nach der Verabreichung der Giftspritze am Dienstag um 21.21 Uhr (Ortszeit, 03.21 Uhr MEZ) für tot erklärt. Er war wegen Mordes an einem Polizisten im Jahr 1996 verurteilt worden.

Clayton hatte 1972 einen schweren Arbeitsunfall und musste sich einer komplizierten Hirnoperation unterziehen. Dabei wurde ihm ein Teil des Frontallappens entfernt, der zum Großhirn gehört. Claytons Anwälte hatten vor Gericht argumentiert, dass sich das Leben und die psychische Verfassung ihres Mandanten nach dem Vorfall stark veränderte. So habe er Halluzinationen und Depressionen bekommen sowie unter Schizophrenie und Wutanfällen gelitten.

Das Gericht wies jedoch die Argumentation zurück, dass Clayton wegen seiner psychischen Verfassung nicht hingerichtet werden könne. Rund eine Stunde vor der vollstreckten Hinrichtung lehnte der Supreme Court die letzten Einsprüche gegen die geplante Exekution ab.

AFP

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